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Auf Wiedersehen Hitbox

Wer dieses Blog liest, wird sich jetzt sicher wundern, denn ich hatte vor einiger Zeit noch darüber geschrieben wieso ich bei hitbox bin und wieso mir der Dienst besser gefällt, als das große Lila oder diverse andere Streaming-Alternativen. Trotzdem gehe ich und das hat einige Gründe.

Vorab, die von mir aufgeführten technischen Vorteile bietet Hitbox immer noch. Aber Technik ist bekanntermaßen nicht alles. Viele Dinge sind mit bitter aufgestoßen und deswegen habe ich auf Hitbox keine Lust mehr.

Zweierlei Maß

Mit meinem Vertrag, der mittlerweile gekündigt ist und auch bereits beendet wurde, war ich exklusiv an hitbox gebunden. Hätte ich dagegen verstoßen, wären Vertragsstrafen fällig gewesen, darum habe ich mich artig dran gehalten. Andere Streamer haben munter gegen ihre Verträge verstoßen und es gab keinerlei Konsequenzen, stattdessen wurden sie sogar weiter gefeatured, als würde man sie noch belohnen, dass sie die Community und die Plattform hintergehen.

Im Stich gelassen

Als Partner fühlte ich mich oft ziemlich im Stich gelassen. Zwar hatte ich einen direkten Ansprechpartner, aber auf Antworten zu Fragen wartete man oft mehrere Tage, teils sogar Wochen. Egal wie groß oder klein ein Team ist – wenn man Leute als Partner verpflichtet und sie exklusiv an sich bindet, sollte man sie auch betreuen können. Und ich bin niemand der alle zwei Tage wegen irgendetwas nervt, sondern wenn ich eine Frage stelle, dann sind es wichtige Dinge. Wenn man dann ewig wartet, frustriert das.

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Die Community fault

Eine kleine Community hat Vorteile: Jeder kennt jeden. Aber auch Nachteile: Jeder kennt jeden. Ich habe in der Community wirklich sehr viele negative Dinge erlebt: Stalking, Veröffentlichung meiner persönlichen Daten in Chats um mich zu trollen, Viewbotting, Beleidigungen und üble Nachrede. Zu oft schrieben mich Zuschauer an, die mir mitteilten, dass andere Streamer in ihren Streams schlecht über mich redeten. Ich wurde wegen meiner Neurodiversität stigmatisiert, es wurde behauptet, ich würde mir meine Krankheit ausdenken, um Aufmerksamkeit und Zuschauer zu bekommen. Und da die Community so klein ist, kann man diesen Leuten auch nicht aus dem Weg gehen, da sie praktisch überall in allen Streams auftauchen und „abhängen“. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr und habe trotz einiger Versuche „darüber zu stehen“, wie es mir empfohlen wurde, das Streamen einfach nicht mehr weiter machen wollen. Das Maß war zu dem Zeitpunkt voll, als Streamer ihre Zuschauer dazu anstifteten private Nachrichten auszuspionieren. Leute, das ist ein Streaming-Dienst – Das ist ein Hobby und nicht die Stasi. Lasst die Leute doch bitte mal in Frieden, lasst jeden sein Ding machen und guckt nicht immer über die Gartenzäune, wessen Rasen grüner ist.

Hassrede wird geahndet? Am Arsch!

Vor einigen Wochen meldete ich den User BritBongReturns, weil er streamte, wie er in einem Transgender-Selbsthilfeforum unterwegs war. Im Passing-Thread in dem die Betroffenen Bilder von sich posten, um eine Meinung dazu zu bekommen,  wie authentisch sie auf das Umfeld wirken, pickte er sich einige Fotos heraus und machte sich vor mehreren hundert Zuschauern über diese Leute lustig. Sein Chat postete weitere Bilder von Transgender-Männern und -Frauen und das Ganze ging bestimmt eine Viertelstunde. Ich meldete den Kanal, denn Hitbox schreibt ja selbst so schön:

The Publisher guarantees that none of the following or similar content is promoted or published on the Publisher’s web sites.

Hateful Content

„Hate speech“ refers to content that promotes hatred against members of a protected group. Racist or sexist content are examples for being considered as hate speech.

oder auch in einem Blogeintrag

„Any form of hate speech (speech which attacks or demeans a group based on race or ethnic origin, religion, disability, gender, age, veteran status, and sexual orientation/gender identity) however, is strictly prohibited and depending on severity will result in a warning or even temporary or indefinite account suspension.“

„Any form of stalking, harassment, invasion of privacy or threats is strictly prohibited and depending on severity will result in a warning or even temporary or indefinite account suspension.“

Und wisst ihr was? Das ist Hitbox völlig egal. Zwar war der Typ kurz gesperrt, streamt jetzt aber weiter fröhlich auf Hitbox. Das wäre in meinen Augen ein Permanent-Bann wert gewesen. Aber vielleicht wollte man das nicht, weil man so einige hundert Zuschauer verloren hätte. Aber ganz ehrlich, wenn man anfängt aus Angst vor Zuschauerverlust, SOLCHE Dinge durchgehen zu lassen, dann hat man doch mehr Probleme als man zugeben will.

Also ganz davon abgesehen, was ich für Probleme mit einigen Leuten in der Community hatte – schwarze Schafe gibt es ja überall. Der Vorfall mit dem Streamer hat Hitbox für mich endgültig zu einer Plattform gemacht, die mir Bauchschmerzen bereitet, zumal ich auch vorher überall erzählt hatte, wie offen Menschen dort empfangen werden. Aber wenn man versucht Streamer anzulachen und nicht darauf achtet, wen man sich ins Boot holt, muss man damit rechnen, dass man sich auch die Falschen einfängt. Gleiches passiert übrigens auch in der deutschen Community. Da sind Streamer auf den ersten Rängen, die bei Twitch schon lange für ihren Content gebannt worden wären. Und auch wenn User bannen uncool ist, manchmal trägt es auch dazu bei, dass Ruhe in der Community herrscht und man sich dort sicher und wohl fühlt.

Wohin geht es nun?

Geld ist mir egal, Zuschauerzahlen sind mit egal. Ich möchte einfach nur Streamen und Spaß dabei haben. Ich habe mir die Alternativen angeschaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich wieder zurück zum großen lila Konkurrenten Twitch wechsle. Der bietet technisch zwar keine Vorteile, aber ist zumindest konsequent mit seinen Regeln und legt Strafen nicht nach der Höhe der Zuschauer des Streamers fest.

Die Adresse ist die alte geblieben. Ihr findet mich dort also unter https://www.twitch.tv/tiiaaurora/

Ich danke euch trotzdem für die schöne Zeit auf hitbox. Für die vielen amüsanten Streams und lustigen Abende. Man sieht sich drüben, denn am Ende ist es ja egal, wo man streamt, solang die Community zusammen ist. Bye, na.

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Gewalt gegen Frau vor laufendem Twitch-Stream – Mitarbeiter schaut zu

Twitch ist ein toller Dienst. Ich nutze ihn selbst regelmäßig und liebe den direkten Kontakt mit meinen Abonnenten und Zuschauern. Es ist kaum einfacher mit Menschen zu kommunizieren, während man spielt. Aber jeder tolle Dienst hat auch seine Schattenseiten. Erst recht dann, wenn Dinge passieren, die nicht passieren sollten. Vor laufender Kamera wird eine Frau immer wieder gewaltsam vor die Webcam gezerrt. Später angeschrien mit „Du kommst hier nicht raus, du bist in dem Haus eines Verrückten.“ Wer diese Szenen sieht, bekommt eine Gänsehaut, denn sie sehen aus als entstammen sie einem schlechten Film. Doch leider sind sie real. 

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Der Streamer zerrt sie vor die Kamera, obwohl sie sich wehrt

Der Streamer Cro_ hat fast 70.000 Abonnenten. Black-Outs nach Stream-Nächten passieren ihm wohl häufiger, schaut man durch seinen Twitter-Stream, so ist er gespickt mit „What Happened last night“ Bildern.

Seine Fans feiern ihn dafür. Vermutlich ist es weniger die Bewunderung für sein spielerisches Können, denn eigentlich öffnet er nur CS:GO Weapon Cases. Und die kosten richtig Geld. Vielmehr ist es die Schaulust, wie ein durchgedrehter Typ tausende von Dollar in ein Spiel steckt, das er nicht mal spielt.  Allein im Stream von Samstag (27. -28. September) kaufte er virtuelle Waffenkisten für fast 1000 Dollar. Grund: Er wollte seiner „Freundin“ eine bestimmte Waffe besorgen. Seine Freundin – laut Chatteilnehmer angeblich eine Prostituierte, die er sich für den Abend bestellt hat, stand meist außerhalb einer der beiden Webcams neben dem Computer. Die zweite Webcam zeigte sie aber fast immer im Bild.

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Immer wieder zwingt er sie, die Kisten für ihn zu öffnen…

Während er Kisten öffnete und immer aggressiver wurde, weil die Waffe, die er gern haben wollte, nicht auftauchte und er stattdessen eher minderwertige Exemplare zog, zerrte er die Frau immer wieder vor die Kamera, obwohl sie sich wehrte. Er zog an ihrem Arm, damit sie die Kisten am Rechner auspackt.

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…und beschimpft sie, wenn das falsche Item erscheint.

Irgendwann, als er zu weit ging, ohrfeigte sie ihn, was bei ihm zu schallendem Gelächter führte.

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„Ich will schlafen“, sagt sie ihm mit zittriger Stimme. „Dann schlaf auf dem verdammten Boden“ antwortet er

Der Stream ging über eine Stunde. In der Zeit war auch ein Twitch-Mitarbeiter im Chat anwesend und reagierte nicht. Obwohl mehrfach „Call the police“ „Twitch ban this channel“ oder „Someone rescue the woman“ im Chat auftauchte – keine Reaktion.

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Während des ganzen Streams war auch ein Mitarbeiter anwesend.

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Dieser wird laut seines eigenen Channels aber von Cro_ finanziell unterstützt.

Auf dem Twitch-Channel des Mitarbeiters ist unter anderem vermerkt, dass Cro_ zu seinem Top-Donator gehört. Cro_ ihm also Geld zugesandt hat. Im Vergleich zu seinen Ausgaben sind 55$ nicht viel, aber genug um zu zeigen, dass da vermutlich eine freundschaftliche Verbindung besteht. Wurde deswegen über eine Stunde lang nicht eingegriffen?

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Während er schreiend durchdreht, springt sie erschrocken weg.

Welche Substanzen für diesen Ausfall verantwortlich waren, weiß man nicht. Sollte dieser Stream aber für ihn keine Konsequenzen haben, ist der Imageverlust für Twitch kaum einzuschätzen. Durch solche Aktionen könnte sich der Kauf des Streaming-Dienstes für Amazon als sehr faules Ei entpuppen. Will man sowas unterstützen?  Jetzt bleibt abzuwarten, wie Twitch auf diesen Vorfall reagiert.

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Wenn die Medien zockende Frauen für sich entdecken, geht’s nicht um die Spiele

Gestern habe ich ja über meinen ersten Monat Twitch geschrieben, welche Erfahrungen ich gemacht habe und wie es für mich weitergeht. Dann wurde mir gestern ein Link zugeschickt, wo die Top 10 der Twitch-Frauen gesammelt wurden und ich fand es so lang interessant, bis ich ihn klickte. Die Überschrift:

„Twitch: Diese heißen Babes zocken Ihre Lieblingsspiele!“

Keine Ahnung ob mit nach Lachen oder Weinen zumute war. Dahinter verbarg sich sich eine Klickstrecke mit Fotos. Entweder vom Stream (wenn Frau Ausschnitt zeigte) oder Archivfotos oder von Facebook gemopste Urlaubs- oder Strandfotos. Hauptsache genug Brust ist zu sehen.

Vorab – Ja es ist ein Beitrag von der Springerpresse gewesen und dass die trotz des großen Aufrufs in diesem Jahr Qualitätsjournalismus bringen zu wollen, nichts liefern, sehe ich das trotzdem problematisch, denn dieses Medium hat Reichweite und genug Leser.

Leser, die nach diesem Artikel potentielle Twitch-Zuschauer werden könnten und die Art von Zuschauer werden, die man als Frau schnell blockieren sollte.

Aber die zeigen doch ihre Titten, dann wollen die das nicht anders

Viele Leute machen Twitch hauptberuflich. Es ist ihr Job, Spiele fürs Publikum zu spielen. Man verdient aber nur, indem man viele Zuschauer hat und auch aktiv im Stream hält. Zum einen für Werbeeinnahmen und zum anderen für Donations, die von den Zuschauern freiwillig gegeben werden.

Genau wie sich Bücher nach ihrem Aussehen verkaufen, geht der Blick in einem Twitch-Stream zuerst auf den Twitcher. Ist er sympathisch, mag man seine Art zu spielen, dann bleibt man da und abonniert sogar. Womit lässt sich denn der durchschnittlich pubertierende Junge so ködern? Richtig. Ein hübsches Mädel mit tiefem Ausschnitt. Dann ist auch egal was sie spielt und wie gut sie ist.

Hinter dem Ganzen steckt teils ein knallhartes Marketing-Konzept. Genau wie bei YouTube, wo einige Netzwerke Newsletter herumschicken und den Mitgliedern sagen, sie sollten mehr nackte Frauen in die Thumbnails einbauen, weil dies die Klickrate steigert. Für einige ist das der persönliche Stil, für andere ist es eine Werbe- und Marketingmasche.

Herabwertung ist okay

Das Problem ist, dass das allein der Grund ist, dass es okay erscheint, Frauen zu beleidigen und dann in den Streams mit eindeutigen Angeboten zu bombardieren. Ich bin häufiger als Gast bei einer Freundin im Stream und 30% ihrer Zeit im Spiel muss sie Typen zurechtweisen, die denken, sie könnten ihr eindeutige Angebote machen. Spätestens wenn sie sich „ziert“ dann werden sie aggressiv und dann auch direkt gebannt. Dabei sieht sie sich keinesfalls aufreizend an, aber sie trägt  Make-Up. Überlebt mal. Da wird Make-Up bereits als Rechtfertigung gesehen, sich wie die Axt im Wald aufzuführen-

Die Herabwertung einer Frau scheint ab dem Zeitpunkt für die Öffentlichkeit also okay zu sein, wenn sie sich nicht wie eine graue Maus anzieht. „Sie will es doch nicht anders“, „Wenn sie sich so anzieht, hat sie es nicht besser verdient“, „Vermutlich hat sie im Hintergrund einen Kerl für den sie arbeitet.“. Alles das sind reale Kommentarfetzen aus der Artikeldiskussion.

Das Problem liegt weder bei Twitch, noch bei der Bild

Das Problem liegt weder bei der Bild, bei Twitch, bei den Streamern oder bei den Zuschauern. Das Problem gibt es deswegen, weil unsere Gesellschaft es so als okay ansieht. Es ist gesellschaftlich anerkannt, Menschen nach ihrem Aussehen zu bewerten und dementsprechend zu behandeln. Es ist anerkannt, dass Frauen, die sich aufreizend kleiden, jeglichen Anspruch verlieren, wie ein Mensch behandelt zu werden.

Die Bild bedient sich nur bestehender Mechanismen. Und die Bildleser sind die, die am wenigsten hinterfragen und die Parolen schreien, die sie vielleicht schon von ihren, vom Leben gefrusteten Eltern mitbekommen haben.

Zum Glück sind Gamer anders

Wenn es ums Gaming geht, sind die Leute zum Glück anders. Man kann aufgereizt gekleidet über die Gamescom gehen, ohne dumm angemacht zu werden. Cosplayerinnen können sich dort bewegen und ernten eher Bewunderung darüber, wie viel Mühe sie sich mit ihrem Kostüm gegeben haben, statt darüber wie viel Haut man sieht.

Selbst, wenn viele Frauen erst über ihre Freunde in Gaminggruppen hineinfinden – ich habe bislang och nicht gehört, dass sie in dieser Gruppe zurückgestellt werden oder nicht zu sagen hätten. Equal Gamers.

Was lehrt uns dieser Artikel aber nun? Was lernen wir von der Bildzeitung? (Ja wir können was lernen.) 

Wir lernen, dass Frauen im Gaming nur dann in den Fokus der medialen Aufmerksamkeit gelenkt werden, wenn sie hübsch sind oder aufreizende Kleidung tragen. Frauen als wirkliche Gamer sind in der Mainstream-Medienwelt noch nicht angekommen. Wir lernen daraus auch, dass eine Frau kaum eine andere Option hat, wenn sie in der Gaming-Szene bekannt werden will, als wirklich WIRKLICH gut zu sein (und damit wirtschaftlich relevant, weil sie Geld verdient) oder eben sich diesem Schema hübsch und halbnackt hinzugeben. Es geht in diesem Konstrukt kaum darum, dass Frauen Spaß am zocken haben.

Ich kann sehr gut verstehen, dass viele Frauen sich unter den Umständen gar nicht mehr trauen, überhaupt im Gaming-Bereich an die Öffentlichkeit zu gehen. Selbst in Deutschland sind die größten Let’s Player eben Männer. Es gibt zwar einige mittelgroße Let’s Playerinnen, aber die werden nie an die Zahlen der Männer heranreichen.

Und wie lösen wir das Problemchen?

Wäre ich jetzt Feministin würde ich einen Shitstorm gegen die Bild starten, würde sie alle Sexisten nennen und Galle spucken. Ich denke aber das würde gar nichts bringen, außer dass ich mich selbst zum Gespött mache.

So ein Marionettenspiel wie die Bild es veranstaltet, funktioniert nur so lang wie es Marionetten gibt, mit denen sie spielen können. Unser Ziel sollte es sein, langfristig die Menschen von dieser Art zu denken abzubringen. Wir sollten also schon unseren Kindern beibringen, wie man Menschen behandelt. Wir sollten Kinder nicht zu Bildlesern erziehen.

Da nun aber auch Bildleser Kinder bekommen, wird dies ein langer Weg sein, aber es ist machbar. Tiefe Einschnitte in das Wertedenken der Gesellschaft passieren nicht von heute auf morgen, aber man kann sie heute anfangen, dann ist es morgen zumindest schon ein bisschen besser.

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Der erste Monat Twitch mit dem EGO-Team

Wir sind relativ spät zu YouTube gestoßen. Wir sind nun auch relativ spät zu Twitch gestoßen. Seit knapp einem Monat senden wir allabendlich – je nach Lust und Laune – unsere Stream-Sessions. Nicht ganz fehlerfrei, aber immerhin lernt man ja am besten, indem man es einfach ausprobiert.

Die Suche nach der richtigen Software

Nach ersten Runden über die Twitch-Integration verschiedener Spiele, habe ich schnell festgestellt, dass ich etwas brauche, mit dem ich mehr Kontrolle über das Stream-Ergebnis habe. Mit der Open Broadcaster Software habe ich dieses Tool gefunden. Es ist kostenlos und bietet sehr viele Möglichkeiten. Dummerweise hat es aber auch einige Bugs und ist nicht unbedingt sehr einsteigerfreundlich. Aber man fuchst sich rein und nach einigen Sessions bekommt man ein Gefühl dafür, wie man das Programm einsetzen kann.

Keine Musik, (fast) keine Probleme

Die Frage ob Musik oder nicht, hat sich mir erst gar nicht gestellt. Da ich geplant habe, die Videos auch für Youtube zu nutzen, war es gar nicht möglich, auch Musik einzusetzen. Dazu hat Twitch mir diese Entscheidung zusätzlich schnell abgenommen, nachdem sie durch die neuen Nutzungsbedingungen für jeden Urheberrechtsverstoß 30 Minuten des Streams muten. Streamt man dann dazu nur eine Stunde, ist der Stream fast unbrauchbar.

Nachteile von Livestreaming

Während man bei Aufnahmen Dinge herausschneiden kann oder vielleicht auch Aufnahmen verwerfen kann, wenn sie schlecht geworden sind. Geht beim Streaming alles direkt live. Man sollte deswegen nur mit Leuten zusammen streamen, die sich der Verantwortung bewusst sind. Man streamt für den Zuschauer und möchte ihn unterhalten. Selbstzentrierte Menschen, die einen Stream crashen lassen könnten, sollte man direkt außen vor lassen, denn so macht Streaming keinen Spaß, wenn man immer Angst haben muss, dass jemand etwas tut, dass die Sendung komplett zerstört.

Vorteile von Livestreaming

Es entfällt Aufnahme, Schnitt, rendern. Alles das was beim Gaming mit der Community am meisten Zeit frisst und meist auch nicht wirklich delegiert werden kann. Dazu kann man direkt mit seiner Community interagieren und auf Fragen und Vorschläge direkt eingehen. Diese Vorteile überwiegen für mich in ihrer Priorität so sehr, dass ich die Nachteile gern in Kauf nehme.

Elvuns [EGO] – Zukunft auf Twitch

Solang Twitch den Dienst nicht durch irgendwelche halbgaren Lösungen weiter kastriert, werde ich auch weiterhin streamen, weil es mir sehr viel Spaß macht. Ihr könnt uns besuchen und uns folgen, indem ihr hier klickt und abonniert.

UPDATE: Mittlerweile sind wir zu Hitbox gewechselt. Wieso erfahrt ihr hier. Den Link zum Hitbox-Profil gibts hier