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The Inner World – Zum Heulen schön

The Inner World war schon lange auf meiner Bildfläche. Auf der Gamescom 2013 habe ich dann die Entwickler getroffen, nett gequatscht und mir von ihnen  das Spiel zeigen lassen. Kurz drauf kaufte ich mir das Spiel in einem Bundle und es lag erst einmal ein wenig auf meiner Platte. In meiner Offlinezeit nach dem Umzug hatte ich aber endlich einmal Zeit es anzuspielen.

Robert und Laura

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The Inner World ist ein Point and Click Adventure aus dem Hause Studio Fizbin aus Ludwigsburg. Im niedlich-verspielten Zeichentrick-Look begleitet man Robert durch die kreisrunde Welt Asposien. Robert, der statt einer gekringelten Nase, wie sie jeder hat, eine Flöte besitzt, wird von seiner späteren Begleiterin Laura nur Flötennase genannt.

Robert macht das nichts aus, denn er ist unsterblich in Laura verliebt und würde sich von ihr vermutlich jeden Namen geben lassen. Sowohl Laura als auch Robert wollen die Asposien retten. Diese befindet sich in der eisernen Hand vom ehemaligen Windmönch Conroy. Die Windmönche beschützten einst die Windbrunnen, die Asposien am Leben hielten. Aber seit die Windbrunnen fast alle still stehen, sind sie arbeitslos und nur Conroy verspricht Asposien Rettung, wenn sie sich demütig seinen Wünschen hingeben.

Der böse Conroy

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Das Conroy eigentlich der Böse ist, findet man schnell heraus. Und Robert, der bei Conroy aufgewachsen ist, muss sich überwinden, gegen seinen eigenen Pflegevater zu vorzugehen. Als er aber herausfindet wer er eigentlich ist, fällt es ihm gar nicht mehr schwer. Wie sich herausstellt ist seine Flötennase nämlich kein Makel sondern ein sehr besonderes Geburtsmerkmal.

Asposien

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Auch wenn Conroy Erlösung verspricht – Asposien leidet unter seiner Schreckensherrschaft. Regelmäßig erscheinen die Basylen – große drachenähnliche „Windgötter“ und versteinern die sündigen Bewohner Asposiens. Viele haben so ihre Familienmitglieder verloren. In Asposien herrscht Mangel an allem. Die Häuser sind kaputt und viele erliegen dem Alkohol.

Das Gameplay

Das Gameplay ist an einigen Stellen recht knifflig. Ich gebe zu, dass ich Point & Click Abenteuer nie ohne eine Komplettlösung an meiner Seite spiele, weil mich alle Rätselsequenzen, die länger als 5 Minuten dauern, frustrieren. Das ist bei diesem Spiel aber auch gar nicht so furchtbar schlimm, denn nicht das Gameplay oder die Rätsel stehen hier im Vordergrund, sondern die Geschichte.

Die Welt rund um Asposien, Robert, Laura und Conroy ist komplex genug um ihr eine solche Tiefe zu verleihen, dass man sich schon nach kurzer Zeit emotional mit den Charakteren verbunden fühlt. Der kleine schüchterne und etwas naive Robert. Die toughe Laura. Beide schließt man schnell ins Herz. So sehr, dass ich beim Ende der Geschichte in paar Tränchen verdrücken musste. Die Entwickler haben bei The Inner World wirklich alles richtig gemacht. Das Spiel hat genau die richtige Mischung an derben und leichten Humor um von Kindern gespielt und auch von Erwachsenen verstanden zu werden.

Nicht umsonst hat The Inner World bereits einige Preise abgeräumt. Ich kann euch das Spiel wärmstens weiterempfehlen. Spielt es auch dann wenn ihr Adventure eigentlich doof findet. Die Story ist es allein schon wert.

The Inner World Webseite | The Inner World auf Steam

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Android: Monument Valley angespielt

Moin Leute!

Es ist gibt gerade im Google Play Store besonderes Spiele Sommer-Deals und darin war letzte Woche auch Monument Valley erhältlich für kleines Geld.

Ich fand die Screenshots gut, und habs daraufhin gekauft… Und muss euch sagen, dass ihr das auch tun solltet.

Monument Valley ist ein Puzzle-Spiel, von denen bin ich normalerweise nicht der Freund. Aber es ist wunder, wunderschön. Wirklich fantastisch.

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Es fängt damit an, dass das Spiel eine perfekte Google Play Games-Integration mit Spielstandssynchronisierung bietet. Und dann schaltet es auch noch in den kompletten Fullscreenmodus auf den Geräten, die das unterstützen… Was bedeutet, dass mein kompletter FullHD-5″-Screen mit den wunderschönen Artworks gefüllt ist.

Gut, aber puzzlen. Das ist doch doof und langweilig. Dachte ich. In Monument Valley geht es um Ida, die stumme Prinzessin. Und sie erkundet eine Stadt, die verlassen ist. Und diese Stadt hats in sich, denn sie ist von M. C. Escher inspiriert, oder gar entworfen. Es gibt absolut unmögliche Gebäude… Und deshalb ist es sehr schwierig, durch die Stadt zu navigieren, ähnlich wie in FEZ können können sich Sachen außer Sichtweite verstecken. Steine müssen bewegt werden, und das Hirn muss sich darauf einstellen, dass die Welt eben nicht ist, wie man sie sich in unserem normalen Universum vorstellt. Und obwohl hier das Hirn auf eine harte Probe gestellt wird, ist Monument Valley ganz toll zu steuern. Tippt man auf den Bildschirm, bewegt sich Ida dorthin, wo man tippte, wenn sie es kann. Oder nicht, wenn ein Hindernis den Weg versperrt. Man kann ein paar Dinge drehen, bewegen. Und das wars.

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Ganz wichtig ist bei Monument Valley das grafische Design und das Sounddesign. Beides ist einfach nur atemberaubend schön. Minimalistisch, wenige Linien, wenig Geräusch. Aber die Athmosphäre, die auch durch die Geschichte erzeugt wird, ist so dick, man könnte sie fast anfassen. Un-fucking-fassbar, dieses Spiel. Und das „nur“ auf meinem Nexus 5. Auf einem Tablet macht es sicherlich noch mehr Spaß.

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Und nun die ganz große Schattenseite: Es gibt nur 10 Level. Die sind relativ leicht. Das bedeutet, dass, selbste wenn man sich Zeit lässt, man Monument Valley in maximal 2 Stunden durch hat. Und da man so sehr in die Spielwelt hineingezogen wird, ist das echt ein trauriger Moment. Aber die gute Nachricht ist: Es wird ein Update geben. Und da freu ich mich wahnsinnig drauf!

 

Cheers,

C.

 

PS: Monument Valley gibt es natürlich auch für iOS, und da schon eine ganze Weile. Kauft das!

 

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Dracula 4: Shadow of the Dragon – Der ist kurz, wird der noch länger? [Review]

Was Adventures betrifft, bin ich eigentlich nicht so talentiert und dazu auch noch ungeduldig. Eine verheerende Kombination, wenn man knifflige Aufgaben lösen muss. Dennoch durfte ich mir Draqcula 4 ansehen und spielen, um meine Meinung dazu aufzuschreiben.

Dracula 4 ist der vierte Teil der Dracula Reihe. Er stammt aus vom französischen Entwickler Microïds, der vor drei Jahren von Anuman Interactive aufgekauft wurde. Dracula 3, ein grandioser Teil der Reihe, wurde damals noch von Kheops Studio entwickelt.

In Dracula 4: Shadow of the Dragon spielt man Ellen Cross. Eine schwer kranke Museumsermittlerin, die sich auf die Suche nach einigen Bildern machen soll. Diese sind angeblich bei einem Unglück auf hoher See für immer verloren gegangen. Als jedoch eines dieser verlorenen Bilder auftaucht, erwächst die Chance, dass auch die anderen Bilder noch heil sein könnten.

Ellens Weg führt nach Budapest in das alte Herrenhaus des verstorbenen Professors und Kunstsammlers, in dessen Besitz sich die Bilder befanden, als er sie verschiffte. Dort trifft Ellen auf Adam Stoker – der Urenkel Abraham Stokers. Er ist der Assistent des Professors und kümmert sich um seinen Nachlass. Ellen soll in den Haus selbst recherchieren und herausfinden, wo die Gemälde sein könnten. Vor allem soll sie aber herausfinden, was es mit dem einen besonderen Gemälde auf sich hat, vor dem der Professor solche Angst hatte, dass er es so schnell wie möglich loswerden wollte.

2478381-dracula4_ellenwhitby_us__fullDer Einstieg in das Spiel ist intuitiv, nach einer Videosequenz und einem Gespräch mit Assistent Adam, befindet man sich allein im Herrenhaus und durchsucht es nach dem ein oder anderen nützlichen Gegenstand. So sammelt man Messer, Gartenscheren und Bleichmittel auf, um sie später im Spiel zu kombinieren und einzusetzen. Neben dem normalen Inventar hat man ebenso ein Gesundheitsinventar. Ellen Cross ist schwer krank und muss regelmäßig Medikamente nehmen. Im Gesundheitsinventar befinden sich Essen und Tabletten, die die Gesundheitsleiste auffüllen. Ist sie zu niedrig, kann Ellen nicht mehr alle Handlungen machen.

Die Handlung ist eine angenehme Abwechslung aus Gegenstände sammeln, kombinieren und Rätsel lösen. Diese Rätsel sind teilweise sehr knifflig, aber nicht unlösbar. Ich empfehle jedoch, immer einen Stift und Zettel zur Hand zu haben, denn ein paar Notizen können bei einigen Rätseln hilfreich sein.

Das Spiel beschränkt sich auf genau zwei Schauplätze. Das alte Herrenhaus und später einem Ausflug nach Istanbul. Das Herrenhaus nimmt dabei aber bereits 70-80% des Spielverlaufs ein. In Istanbul ist man vergleichsweise kurz unterwegs. Das ganze Spiel dauerte bei mir insgesamt 4 1/2 Stunden inklusive einiger längerer Rätselsequenzen. Ich habe fast alle Punkte im Spiel bekommen können und somit einen Großteil der Aufgaben erfüllt, die man bekommen muss.

Das Ende des Spiels ist nicht wirklich abgeschlossen. Man bekommt einen Cliffhanger und danach bereits einen Hinweis, dass Dracula 5 bald erscheinen würde.  Das komplette Spiel über war ich von der Stimmung sehr gefangen. Auch die Geschichte, das Sammeln von Hinweisen machten das Spiel für mich im Vergleich zu vielen Genre-Kollegen sehr hochwertig. Auch der Charakter Ellen Cross gefiel mir sehr gut. Sie ist mutig, schlagfertig und neugierig und gleichzeitig verzichtet der Entwickler darauf, aus Ellen, nur weil sie eine Frau ist, eine laufende Sexbombe zu machen. Stattdessen trägt sie einen etwas altbackenen Anzug, eine Kurzhaar-Frisur und lässt sich von nichts und niemandem etwas sagen.

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Ich finde es auch nicht problematisch, dass es sich bei diesem Spiel offensichtlich um ein Episoden-Game handelt. Schon The Walking Dead – ein unglaublich erfolgreiches Game – schaffte es mit dem Prinzip der Episoden, viele Fans zu gewinnen. Die Erwartungen waren bei Dracula nach den Vorgängern jedoch andere. Problematisch sehe ich eher das Preis – Spielzeitverhältnis und wie viel Story im Endeffekt in diesem Teil steckten. Für mich fühlte sich das komplette Spiel wie ein Prolog der richtigen Handlung an. Als solchen betrachtet, auch ein toll gemachter Prolog. Aber wenn einem dann, wenn die Geschichte wirklich an Fahrt aufnimmt und interessant wird, der „Herzlichen Glückwunsch, sie haben das Spiel durchgespielt“ Fensterchen in einem knalligen Rot entgegen blendet, dann überwiegt nicht die Freude, ein Spiel geschafft zu haben, sondern die Enttäuschung, dass das schon alles war.

Zwar wird mit dem halbherzigen Cliffhanger versucht, die Spieler auf den nächsten Teil neugierig zu machen, jedoch funktioniert dies zumindest bei mir kaum. Ich würde zwar gern wissen wie es mit Ellen weitergeht, aber wenn der nächste Teil ebenso kurz ist? Wenn dich das Spiel gerade dann herausreißt, wenn du dabei bist, in der Story zu versinken, dann ist das ein Bruch, den kein Spielemacher haben möchte. Mit knapp 30 Euro ist Dracula 4 mit ungefähr 4-5 Spielstunden ein teurer Spaß. Ich vergleiche Spiele – die ja der Unterhaltung dienen – immer mit Kinobesuchen und schaue dann, ob ein Computerspiel mit für weniger Geld länger Spaß und Unterhaltung bietet.

Ich habe schon einige andere Adventures durchgespielt und hier bekamt man für gleichviel oder weniger Geld einige Stunden Story und Spiel mehr. Dracula 4 ist ein großartiges Spiel. Grafik, Story und Spielprinzip machen viel Spaß, aber es ist vielleicht ein Drittel oder ein Viertel von dem, was ich erwartet habe.

Little Inferno (2)

Little Inferno (just for me!) [Review]

Es gibt nicht viele Spiele, die mich von Beginn an so faszinieren, wie es Little Inferno gemacht hat und dabei handelt es sich hierbei nur um ein kleines Spiel, mit dem sich die Zeit nebenher vertreiben lässt.

Was ist Little Inferno und wieso sollte man es überhaupt spielen?

Bei Little Inferno schlüpft ihr in die Rolle eines kleinen Jungens. Dieser bekommt einen Little Inferno Entertainment Fireplace. Das ist euer Kamin mit der lustig lächelnden Sonne in der Mitte.

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Zu Anfang wird euch gesagt, dass es in diesem Spiel keine Regeln, keine Punkte und kein Zeitlimit gibt. Ihr könnt ruhig den ganzen Tag lustig Dinge verbrennen und damit meine ich ALLE MÖGLICHEN Dinge. Von Bildern über Batterien, Spielzeug, Wecker, Geld, Tabletten – Im Spiel bekommt ihr Kataloge und für das Verbrennen von Gegenständen Geld.

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Je weiter ihr im Spiel voran schreitet, desto ausgefallener reagieren die Gegenstände auf das Verbrennen. Um neue Kataloge zu bekommen, müsst ihr nicht nur alle Gegenstände aus dem Vorgängerkatalog mindestens einmal verbrannt haben, sondern ihr müsst Kombinationen herausfinden. Kombiniert ihr verschiedene Dinge und zündet sie zusammen an, dann wird euch dies gutgeschrieben.

Einfache Kombinationen sind beispielsweise:

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In der Übersicht seht ihr dann auch immer, welche Kombinationen ihr bereits habt und welche euch noch fehlen. Aber ihr verbrennt nicht nur Dinge. Das Spiel hat auch eine Geschichte. Ihr habt eine Nachbarin mit der ihr euch ständig Briefe schreibt (die ihr später verbrennt, also die  Briefe) und dieser Nachbarin scheint das die Pyromanieparty nicht zu bekommen. Sie stiftet euch dazu an, Dinge zu tun, die ihr nicht tun solltet und die Folgen müsst ihr dann selbst tragen.

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Das Spiel ist unterteilt in zwei Teile. Zum einen gibt es den Teil, in dem ihr fröhlich Sachen verbrennt und dann den Story-Teil in dem ihr etwas über die Geschichte von Little Inferno und der Welt in der ihr lebt, erfahrt.

Little Inferno kostet derzeit 8,99 Euro über Steam und ihr bekommt in etwa 4 Stunden Spielzeit. Manchmal bekommt ihr auch Sonderkonditionen. Derzeit ist Little Inferno auch Teil des Humble Bundle und da könnt ihr ordentlich Geld sparen.

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Sim City „5“, Sim City 2013, Sim Region oder „Eigentlich ist alles gar nicht so schlecht“

SimCity 2013-03-17 10-21-56-24Sim City mutierte nach dem Release zum zweiten Diablo 3. Dank des Onlinezwangs und den überforderten Servern war es in den ersten Tagen nicht nur instabil, sondern zu bestimmten Zeiten auch nahezu unspielbar. Das ist ärgerlich, aber vorhersehbar. Never play on Release-Day und Never Play on Patchday sind da die güldenen Regeln, die man beachten sollte. Da ich das Spiel nachträglich zum Geburtstag bekam (noch mal vielen vielen Dank Sascha) habe ich mir diese Probleme zum Anfang einfach geschenkt und nun die letzten drei Tage Sim City nahezu problemlos spielen können. Ganz neu war mir das Spiel nicht, denn ich habe es in der geschlossenen Beta dank niTe bereits spielen können und hatte euch dazu auch ein kleine Let’s Test aufgenommen. (Achtung, über eine Stunde lang)

Gespielt habe ich in einer Multiplayer-Region mit einigen Freunden diese Region besitzt die maximale Größe und es waren noch drei Städte frei, deswegen war die Auswahl nicht ganz so groß für mich. Da die Region jedoch schon relativ weit ausgebaut war, konnte ich von den Vorteilen profitieren. Sim City ist eigentlich kein Sim City sondern ein Sim Region. Es geht nicht mehr darum, eine Stadt aufzubauen, sondern darum eine Region zu erstellen, in der spezialisierte Städte zusammenarbeiten, Handel treiben, gemeinsame Projekte realisieren und sich in Notlagen unterstützen. Das macht das Spiel um einiges komplexer als seine Vorgänger, denn dort musste man seinen Blick nur auf die eigene Wirtschaft werfen. Jetzt ist es wichtig, sich abzusprechen und zusammen erfolgreich zu sein. Als bekennenden Multiplayer-Fan wie mich kommt dieser Spielmodus sehr gelegen. Wer lieber allein spielt, kann aber auch eigene Regionen erstellen und diese allein mit Städten zupflastern.

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Die Städte an sich sind sehr klein. Innerhalb von 6 Spielstunden war meine Stadt voll, sodass ich abreissen und umstrukturieren musste, damit ich meine Wirtschaft optimieren kann. Planstädte funktionieren sehr viel besser als frei wachsende Städte. So habe ich jetzt knapp 40.000 Einwohner und denke, dass ich damit auch schon meine obere Grenze erreicht habe. Die Städte an sich stehen dabei aber auch gar nicht im Vordergrund, sondern das Netz an Städten.

Als Stadt kann man sich mit Spezialisierungen auf bestimmte Einnahmequellen konzentrieren. Was genau man machen kann, entscheiden die Rohstoffe, die in der Stadt verfügbar sind. Das habe ich leider zu spät beachtet und so fanden sich die größten Eisenvorkommen direkt unter meinem Luxus-Wohnviertel und die Kohlevorkommen unter meinem Haupt-Industriegebiet.

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Rohstoffe lassen sich auf dem Weltmarkt verkaufen oder selbst weiterverwenden. Sie verhelfen den Städten schnell zum Reichtum, erfordern aber auch hohe Energiereserven. So sind nach dem Ausbau des Eisenabbaus sowohl meine Wasser- als auch meine Stromquellen nicht mehr stark genug und selbst der Ankauf von beidem aus drei Städten reicht nicht mehr. Hier muss ich wohl auch etwas umplanen, damit es wieder funktioniert.

Zusammen kann man an Großprojekten arbeiten. Sie verschaffen der Region große Vorteile. So können mit ihnen Arbeiter in die einzelnen Städte gebracht werden (Arkologie). Großprojekte erfordern die Zusammenarbeit aller Städte und hohe Rohstoffreserven. Großprojekte sind innerhalb des Spiels Zwischenziele, die man erreichen kann. Kleinere Zwischenziele sind der Bau verschiedener teurer und weiterentwickelter Gebäude und auch Archievement-Hunter kommen auf ihre Kosten, denn innerhalb des Spiels gibt es Erfolge, die man sammeln kann.

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Sim City steht in großer Kritik. Das werden alle mitbekommen haben, aber Sim City macht Spaß. Es macht vor allem im Multiplayer-Modus Spaß. Das ist ein Punkt, den ich als am Wichtigsten empfinde – Spaß. Ich mag die Online-Pflicht bei Spielen ebenfalls nicht, aber sie wird in der Zukunft Normalität werden. Dazu wird auch gehören, dass man bei Serverproblemen der Dumme ist. Dazu wird ebenfalls gehören, dass man das Spiel nicht mehr spielen kann, wenn die Server abgeschaltet werden. Ist das Spiel sein Geld wert? Für Sim City Enthusiasten, so wie ich es bin, ja. Auch Casual-Spieler werden bei dem Spiel ihre Freude haben. Rechnet man den Preis von etwas mehr als 50 Euro auf die Spielstunden um und vergleicht es einmal mit Kino-Besuchen, dann ist das Preis-Leistungsverhältnis definitiv besser.

Ich empfehle den Kauf allein deswegen, weil ich sehr selbst viel Spaß daran habe. Wer keine Aufbau-Simulationen mag, wird an Sim City eher nicht so viel Freude haben, aber an dem Spiel auch sowieso nicht interessiert sein.

Da ich noch nicht so viel gespielt habe, ist diese Bewertung des Games natürlich nur ein kleiner Blick auf das Spiel, aber ich denke ich habe nun genug gespielt um eine vorläufige Meinung abgeben zu können.

Sytemvoraussetzungn für Sim City (5)

Prozessor: AMD Athlon 64 X2 Dual-Core 4000+ oder besser oder Intel Core 2 Duo Prozessor 2,0 GHz oder besser
BS mindestens: Windows XP/Vista/7
Speicher: 2 GB RAM
Festplatte: 12 GB Festplattenspeicher
Grafikkarte: ATI Radeon HD 2600 oder besser*, NVIDIA 7800 oder besser*, Intel HD Graphics oder besser*
Breitbandinternetverbindung: Mindestens 256 kBit/s im Download, 64 kBit/s im Upload
*Mindestens 256 MB On-Board-Arbeitsspeicher und Shader 3.0-Unterstützung oder besser.

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Borderlands 2 – Die Story ist durch, was nun?

maya2Gestern war es soweit – ich bin bei Borderlands 2 mit der Hauptstory durch. Für alle dieses Spiel derzeit noch spielen, möchte ich nichts von der Story verraten – nur soviel: das Ende ist episch.

Ich habe die Geschichte ausschließlich im Kooperationsmodus zusammen mit Rypzylon gespielt und ich muss sagen, dass das Game gemeinsam schon sehr viel Spaß macht. Allerdings gibt es auch einige Punkte, die ich bemängeln muss. Im Mehrspielermodus muss man sich den Loot teilen. Anders als bei anderen Spielen hat nicht jeder seinen eigenen Loot, sondern alles ist für alle. Das hat den Nachteil, dass wenn man mit anderen Leuten spielt, diese die guten Items klauen können, während man selbst leer ausgeht. Deswegen würde ich das Kooperationsspiel nur mit Leuten empfehlen, die man mag und die auch teilen, wenn sie Loot für den Char des anderen finden. Das hat bei uns eigentlich ganz gut geklappt.

Ein weiterer Nachteil ist, dass ich häufig mit meiner Figur in der Textur des Spiels hängen geblieben bin, auch wenn rein optisch kein Hindernis vorhanden war. Das ist mitunter sehr nervig, vor allen Dingen dann wenn man im Kampf ist und eventuell einen Rückzug beabsichtigt. Etwas schade finde ich auch, dass man zwar drei männliche Charaktere zur Verfügung hat, aber nur einen weiblichen. Ich spiele lieber mit weiblichen Charakteren und hatte somit keine Auswahl. Es gibt zwar noch einen zweiten – Mechromancer – aber den hätte ich dazu kaufen müssen. Viel mehr Negatives habe ich allerdings nicht anzumerken. Jetzt zu den positiven Dingen.

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Ich hatte zu Anfang etwas Angst, dass ich die Story des Games nicht begreifen würde, da ich den ersten Teil nie gespielt habe. Da ich das Spieler im Kooperationsmodus spielen konnte, wurden mir Anspielung auf den ersten Teil direkt erklärt. Alte Charaktere aus dem ersten Teil wurden auch in den Zweiten mit eingebracht. Ihre Story wurde weiter gesponnen und ihr Leben Teil des Lebens der neuen Charaktere.

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Die Geschichte des zweiten Teils ist recht übersichtlich und wird durch die Nebenquests erst mit Leben gefüllt. Diese haben zwar keine Auswirkung auf die Hauptstory, gestalten allerdings das Universum rund um die Geschichte Pandoras. Gespräche mit NPCs sind genauso wichtig wie das Belauschen der storyrelevanten Figuren.

Was mir besonders gut gefallen hat sind die Anspielung auf Filme, Spiele, Serien und Bücher aller Genres. So gibt es einen Minecraftbereich, Pinoccio und Herr der Ringe werden aufs Korn genommen und es gibt ebenfalls Anspielungen auf Batman und Skyrim. Das ein oder andere Mal konnte ich mir ein herzliches Lachen nicht verkneifen.

Für alle, die sich Borderlands 2 noch nicht gekauft haben weil sie zögerten – KAUFT ES EUCH. Nicht weil ich bezahlt worden wäre euch das zu sagen, sondern einfach, weil es das fucking epischste Spiel seit langem ist und ihr bereuen werdet, es nicht gespielt zu haben.

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Ich bin jetzt Level 32 und habe die Story durch, aber hier ist es noch lange nicht vorbei. Es gibt weiterhin neue Quests, einen neuen Spielmodus und dazu auch Aufgaben, für die man einen hohen Level braucht und sich deswegen das Leveln ebenfalls lohnt.

Eventuell werde ich auch bei den DLCs noch zugreifen. Mal schauen, wie ich mit den Quests nach der Story klar komme. Etwas hinterlässt die Story aber auch. Etwas Traurigkeit, dass es schon vorbei ist. Ich brauche ein schnelles Borderlands 3.

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Torchlight 2 Beta angespielt – Huch auf einmal ist alles so bunt

Nachdem ich die letzte Woche eigentlich ausschließlich Diablo 3 gespielt hatte, kam ich zufällig heute morgen an einen Key für Torchlight 2. Torchlight 2 ist der Nachfolger von Torchlight 1, einem sehr erfolgreichen Diablo-Klon, den ich sehr gern gespielt habe. Auf den zweiten Teil war ich deswegen sehr gespannt.

Der größte Unterschied zum ersten Teil ist der Umfang der Klassen und der Pets. Die Klassen von Torchlight 2 hatte ich euch ja bereits vorgestellt.

Pets in Torchlight 2

Auch Pets gibt es viele. Hatte man bei dem ersten Teil nur die Wahl zwischen einem Wolf und einer Großkatze, gibt es jetzt: Panther, Bulldog, Cat, Chackawary, Papillon, Weasel, Hawk und Wolf. Wer sich da nicht entscheiden kann, ist selbst schuld.

Neben den Namen der Pets kann man sich auch noch ihre Farbe ansehen. Ich konnte zum Beispiel eine weiße Katze als Pet nehmen.

Pets haben in Torchlight 2 genau wie im ersten Teil einen wichtigen Stellenwert. Zum einen kämpfen sie für den Helden. Hierbei kann man sie auf „passiv“, „defensiv“ oder „offensiv“ stellen und je nachdem greifen sie entweder gar nicht, nur wenn sie selbst angegriffen werden oder immer an. Hier muss man aufpassen, dass man nicht zu schnell auf offensiv geht, denn die Lebenspunkte eines Pets sind zu anfangs sehr niedrig und wenn sie auf 0 sinken, flieht das Pet, bis die Lebenspunkte wieder gestiegen sind. Es ist dann zwar nicht tot, aber auch nicht steuerbar.

Pets können weiterhin wie auch im ersten Teil in die Stadt laufen und Items verkaufen. So muss man keine Stadtportalrollen verschwenden sondern kann bei einem vollen Inventar das Pet losschicken und es verkauft alle nicht mehr benötigten Gegenstände. Neu ist jetzt, dass das Pet auch Sachen einkaufen kann. Dafür erstellt man ihm eine Einkaufsliste und die aufgeschriebenen Items bringt es dann aus der Stadt mit.

In den ersten Landschaften von  Torchlight 2 liegen einige Bärenfallen herum. Hier muss man mit seinem Pet vorsichtig navigieren, weil es sonst hohen Schaden bekommt. Man kann das Pet zwar nicht direkt steuern, aber wenn man diese Fallen weiträumig umläuft, sollte nichts passieren. Man kann die Fallen übrigens auch dazu nutzen um Gegner zu töten. Man greift diese an und läuft hinter eine der Fallen. Die KI der Monster ist nicht gut genug, als dass sie die Fallen umlaufen, sondern sie rennen direkt hinein und sind sofort tot.

Die Schwierigkeit

Nachdem die geringste Schwierigkeitsstufe bei Diablo 3 eher Kindergarten war, bin ich in Torchlight 2 direkt dreimal gestorben. Die Gegner die man im Gelände findet, sind eigentlich gar nicht so schwer. Die großen Gegner (lila Lebensbalken) jedoch sind heftig. Hier sollte man immer genug Heiltränke dabei haben und sich nicht zu fein sein, auch mal wegzulaufen und zu warten bis die Lebensenergie wieder gestiegen ist. Sollte man doch einmal sterben ist man (außer im Hardcoremodus) nicht für immer tot, sondern hat die Wahl zwischen folgenden Optionen:

Wenn man kein Geld ausgeben möchte, kann man in der Stadt beginnen. Dann muss man allerdings, sollte man weit von ihr entfernt sein, ein ganzes Stück laufen. Um an der gleichen Stelle weiterzumachen kostet das meiste Gold. Für circa ein Drittel dieser Summe kann man sich am Eingang des Gebiets spawnen lassen. Das ist vermutlich der beste Kompromiss.

Der Engineer als Klasse

Ich habe einen weiblichen Engineer als Char gewählt, weil ich die Klasse einfach spannend fand. In den ersten Leveln wollte aber so keine rechte Freude aufkommen. Ihr kennt das wenn man ganz am Anfang eines Spiels steht, der Char gerade mal nur draufkloppen kann, kaum Lebenspunkte hat und man Angst vor dem nächsten großen Schlag hat. So ging es mir auch und ich fand es sehr anstrengend.

Mit einem Levelaufstieg bekam ich dann aber die Fähigkeit einen kleinen Roboter zu bauen, der mir als Heiler dient. Ab da fing es dann an Spaß zu machen. Endlich keine Heiltränke mehr in Dauerschleife trinken.

Noch mehr Spaß kam dann auf, als ich Dronen bauen konnte die eigenständig zum Gegner liefen und dort explodierten. Auf einmal machte Fräulein Engineer wieder richtig Freude.

Wie sie sich weiterhin schlägt, sehe ich dann bis Dienstag. Ich bin aber bislang sehr begeistert.

Angeln

Angeln kann man in Torchlight 2 natürlich auch. Hier hat man die Wahl zwischen dem herkömmlichen Angeln, bei dem man zum richtigen Zeitpunkt klicken muss und die Möglichkeit mit Dynamit zu angeln, dass es beim Händler zu kaufen gibt.

Multiplayer / Loot

Torchlight 2 ist ja nun erstmalig mit Multiplayer-Modus. Bis zu sechs Spieler können zusammen durch die Lande ziehen und Monster töten. Hierbei hat man wie bei Diablo 3 die gedroppten Items für alle Spieler individuell gemacht. Jeder Spieler bekommt nur seine Items angezeigt und kann somit keinem anderen Spieler etwas wegschnappen. Damit haben Fernkämpfer den Vorteil, dass die Nahkämpfer ihnen nicht die Items und das Gold klauen.

Um ein Multiplayer-Game zu starten erstellt man in der Gamer-Liste ein neues Spiel und gibt ihm einen Titel und optional ein Passwort. Man kann einen Schwierigkeitsgrad einstellen und eine Levelbegrenzung. Zudem kann man es auch nur für eigene Freunde zugänglich machen.

Huch auf einmal ist alles so bunt

Nach einer Woche Diablo 3 muss man sich an die Grafik von Torchlight 2, die ich im übrigen sehr mag, gewöhnen. Torchlight ist mehr im Comic-Stil, bunter und eigentlich nicht so düster. Vielleicht kommen die düsteren Level erst noch, aber die kräftigen Farben waren tatsächlich erst einmal etwas ungewohnt. Wer Diablo 3 zu bunt findet, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Torchlight ist dagegen ein Regenbogen.

Nun aber zu euch! Interessiert euch noch etwas, was ich für euch testen soll, sind Fragen über geblieben? Raus damit und ab in die Kommentare damit!