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Das Problem mit dem Sammeln von Spielen aus längst vergangenen Tagen

Als Sammler und Liebhaber von Retro-Games scheint man es heute einerseits leichter, andererseits schwerer als je zuvor zu haben.

Während man früher noch von Flohmarkt zu Flohmarkt reisen musste, um darauf zu hoffen vielleicht doch noch das eine Spiel zu finden welches man in der eigenen Jugend gespielt und geliebt hat, reicht es heute aus den Titel des Spiels in die Suchmaschine einzugeben und man erhält vielerlei Angebote von diversen großen und nicht ganz so großen Händlern und Auktionshäusern. Das macht das Sammeln natürlich wesentlich angenehmer und einfacher als es früher der Fall war.

Jedoch ist der Segen dieser Einfachheit des Auffindens eines Spiels aus alten Tagen auch gleichzeitig der Fluch eines jeden Sammlers.

Durch die gerade in den letzten Jahren stark angestiegene Retro-Kultur werden bestimmte Spiele immer öfters gesucht und gekauft. Diesen Trend machen sich natürlich viele Händler zu Eigen. So werden Games die vor wenigen Jahren noch für „nen Appel und’n Ei“ verkauft wurden heute für Teilweise 50+€ verkauft (meist nur das Modul). Oft werden diese Spiele mit „Rare“ oder „Selten“ beworben, egal ob es das Modul beinahe öfters gab als die Konsole selbst oder es sich wirklich um eine Rarität handelt.

Selbst auf Flohmärkten ist man von diesen Preisen nicht mehr sicher. So wird es immer schwieriger einen Stand zu finden der überhaupt gebrauchte Retro-Spiele verkauft, da die Flohmärkte mehr und mehr von Händlern überflutet werden die schon während des Aufbaus der Stände über das Gelände laufen und die wenigen Spiele dort für wenig Geld einkaufen und für unverschämte Preise an ihrem eigenen Stand wieder verkaufen.

Händler argumentieren mit Netzpreisen

Doch wenn man sich doch mal trauen sollte an einem Händler-Stand nach den Preisen zu fragen, sollte man am besten seine Herztabletten bereit halten, da im Normalfall ein unverschämt hoher Preis genannt wird, meist mit dem Zusatz „Auf Ebay bekomm ich XXX,XX € dafür“, hier sollte man sich einfach umdrehen und gehen, da solche Händler auch nicht mit sich Handeln lassen (welch Ironie).

Doch es gibt natürlich auch Ausnahmen und ehrliche Händler, die zwar immer noch recht hohe Preise haben, jedoch im Vergleich zu den meisten Anderen noch moderat ausfallen und beim Kauf mehrerer Spiele auch mit sich über den Preis reden lassen.

Doch ist es wirklich die Schuld von Ebay und den Händlern dass die Preise von Jahr zu Jahr immer weiter ansteigen? Nicht direkt, würde ich behaupten.

Ja, die Händler legen die Preise fest, jedoch können Sie die Spiele auch für das Verlangte verkaufen. Verständlicherweise regen sich die Leute dann über ein 120,00€ teures „Conker’s Bad Fur Day“ für das N64 auf, aber am Ende gibt es immer einen der den Preis zahlt. Und solange die Leute willig sind die übertriebenen Preise zu zahlen, solange werden Händler die Spiele auch für diese Preise weiterverkaufen und diese Jährlich weiter hochkurbeln, um zu testen wie hoch sie gehen können.

Preise zeigen aber auch die Beliebtheit

Mich ärgert diese Art von Preisentwicklung von gebrauchten, alten Konsolengames. Natürlich ist man auch mal gewillt einen etwas höheren Preis für eine selteneres Spiel zu zahlen, natürlich wird man auch mal einen überteuerten Preis zahlen wenn man das Game wirklich haben will und natürlich werden die Händler so schnell nicht mit Ihren Preisen runter gehen. Ich finde es auch schön dass es heutzutage eine solche Nachfrage zu Retro-Games gibt, dies sichert das Weiterbestehen der Retro-Kultur und wir vergessen nicht was für einen weiten Weg wir seit „Tennis for Two“ gegangen sind, bis wir in der heutigen Gaming-Zeit ankamen.

Aber mit dem Retro-Games Sammeln ist es eben wie mit all den anderen Dingen die man Sammeln kann, ob Sammelkarten, Briefmarken, Modelle, etc. Man regt sich darüber auf, man ärgert sich, man will wieder Preise wie Früher, doch am Ende zahlen wir alle, denn was das Sammeln ausmacht, ist die Liebe zu dem Gesammelten, die Erinnerungen und die Freude wenn man das Ersehnte endlich in Händen hält.

Teilt uns doch mal eure Erfahrungen mit überteuerten Spielen in den Kommentaren mit.

Habt ihr auch schon wütend den Bildschirm angeschaut bei dem Anblick eines Spieles das Ihr gerne gehabt hättet, ihr aber nicht bezahlen konntet? Habt Ihr auch schon mal mehr gezahlt weil Ihr ein Spiel unbedingt habe wolltet? Oder ist euch die Preisentwicklung eher egal und Ihr seid schon seit Jahren auf Emulatoren umgestiegen?

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Bobby geht nach Hause (1983) [Atari 2600] – Verflucht, ich bin alt

Eines meiner ersten Spiele, das ich überhaupt spielte, war oben in der Überschrift genanntes “Bobby geht nach Hause” auf dem Atari 2600. Ich habe es so oft gespielt, dass mir jetzt noch die Melodie im Ohr ist, wenn ich an das Spiel denke.

Die gepixelten Settings unterschieden sich kaum. Die Farbstimmung wurde aber, je länger man es spielte, immer abendlicher. Dunkler. Bobby ging also offensichtlich den ganzen Tag durch eine sehr triste Landschaft, um Abends dann nach Haus zu kommen. Ich war vielleicht 4 oder 5 und dieses gepixelte Spiel machte mir zwar Spaß, aber gleichermaßen verstörte es mich. Wer war dieser Bobby? Wo kam er her und wieso muss er einen so langen Weg nach Hause gehen? Hatte er sich vielleicht verlaufen? War ich seine einzige Chance, je wieder nach Hause zu finden?

Gut, diese Paranoia einer 4-jährigen waren nicht unbedingt verhältnismäßig. Immerhin gab es in diesem Spiel nur eine Richtung in die ich gehen konnte und die würde Bobby früher oder später nach Hause bringen. Für mich war das aber so real, dass mich das Spiel gefesselt hat. Die Hintergrundgeschichte fand in meinem Kopf statt, die Ausführung auf dem flimmernden TV-Bildschilm und ich mit dem Joystick in den Händen.

Bobby geht nach Hause. Die Melodie habe ich immer noch im Kopf. Bobby hat am Ende übrigens nach Hause gefunden. Die kleine 4-jährige Ricarda konnte abends wieder ruhig schlafen. Ein weiterer Tag, an dem man für jemanden die Welt gerettet hat.

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Duke Nukem 3D Atomic Edition für lau! Also zuschlagen

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Kurze Info an Schnäppchenjäger. Ihr bekommt Duke Nukem 3D in der Atomic Edition derzeit bei GOG (Good old Games) für lau, müsst also nix zahlen. Ihr bekommt das Spiel aus 1996 nicht nur für Windows sondern auch für euren Mac. Die Systemvoraussetzungen lest ihr dann am besten bei GOG direkt nach.

Den Download, eine Spielbeschreibung, Screenshots und die Daten bekommt ihr unter diesem Link.

Viel Spaß beim Retro-Flash!

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Pid – charmanter Platformer der mit Schwierigkeitsvariablen punktet

PSN wird nicht müde immer neue Plattformer zu präsentieren. So gibt es demnächst ein neues PSN Game, was auf den erstmal nichts sagenden Titel “Pid” hört. Wieder einmal wird einem Retrografik angepriesen und es dann als erfrischendes Indie-Game angeboten.

Mal schauen was sich hinter “Pid” verbirgt. In “Pid” bedient ihr den kleinen Kurt der nach Hause möchte. Dazu muss er eine Welt namens “Pid” überwinden und dort diverse Abenteuer durchleben indem er sich von Plattform zu Plattform deplaziert. Dies kann er durch Springen und das schmeißen von Portalen die ihn für kurze Zeit drüber schweben lassen.

Fakt ist, dass es ein weiterer Plattformer ist. Diesmal aus dem Hause “Might and Delight”. Es ist übrigens das Erstlingswerk dieser Entwicklerschmiede. Das interessanteste an dieses Jump n’ Run ist aber sicherlich die Schwierigkeitsgradabwandlungen und Auswirkungen auf das Level und dem damit verbundenen Lösungsweg.

Als Beispiel müsste man im leichten Schwierigkeitsgrad einfach von einem Punkt nach und nach auf die nächste Platte springen. Im schwierigen Modus haust auf der Platte ein Monster und es fliegen Pfeile durch die Luft während man sich von einem Luststrom dahin schweben lassen muss.

Während man im leichten Modus eher die Geschichte durchleben soll und den Charakter kennen lernt, kommt es beim Hardcore Modus eher auf die Interaktion mit seiner Umwelt an. Alles andere wird nebensächlich und nur ein Weiterkommen erscheint einem plausibel.

Interessant ist das der harte Modus nur eine zufällige Nebenentwicklung bei der Erstellung des Spieles gewesen zu sein scheint. Für mich wäre es das Hauptkaufargument. Ohne diese unterschiedlichen Modi wirkt das Spiel trotz sehr niedlich anzuschauender Grafik auf den ersten Blick recht 0/8/15 Standartkost. Bei genauerem Hinsehen der vielfältigen Spielmechaniken und dem experimentieren mit den Werfportal zeigt sich einem jedoch der Varianten,- und Einfallsreichtum der Entwickler.

Interessant ist noch zu erwähnen, dass der Hauptcharakter Kurt bei der Erkundung der Umgebung von “Pid” noch einem Koop-Modus spendiert bekommt. Dort steht einem dann Alex zur Seite, der von einem Freund gespielt werden kann.

Musikalische Untermalung erfährt die Welt von “Pid” durch Retro Family. Eine kleine Gruppe von Studiomusikern die ihren Fokus auf Spiele, Tanz, Theater und Filme gelegt haben.

Hier mal eine Liveperformance von Retro Family zu einem Track von “Pid”

“Pid” wird es wohl neben der PSN Variante wohl auch auf anderen Plattformen zu erwerben geben.

Mehr über das Spiel erfahren kannst du hier:
http://www.pidgame.com/
http://www.youtube.com/user/MightAndDelight

Wie findest du die ersten Gameplayvideos von “Pid” und würdest du es dir kaufen?

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PEW PEW! Zock das Licht aus!

Das ist doch mal eine tolle Idee. Ein Retro-Lichtschalter mit Tonausgabe. Dieser Lichtschalter lässt sich ganz einfach montieren und wenn man ihn unten einschaltet, kann er sogar Retro-PEWPEW-Schießgeräusche machen. Das ganze wird von ThinkGeek angeboten. Ein Geek/Nerd-Shop, in dem ihr noch so einige andere witzige Sachen finde.

Schaut euch einmal das Video dazu an:

Schon ziemlich cool oder?

Cooler gehts nur noch so:

Quelle

atari schlümpfe

[MTA]: Ricarda zum Thema: Lieblingsspiele

Wir haben eine neue Reihe hier im Gaming-Blog mit dem Titel “Meet the author”. Dabei soll es nicht unbedingt darum gehen, uns zu treffen (das kann man ab und an auf diversen Veranstaltungen), sondern darum, uns kennenzulernen – Auf der Spieleebene.

Ich hatte erst angedacht, diese Artikel auf ein Spiel zu beschränken. Da wir hier aber nicht nur Computerspiele behandeln, sollte man sich zu jeder Kategorie melden können. Daher beschränke ich die Anzahl der erwähnten Spiele einfach einmal nicht und überlasse es jedem Schreiber, Die Spiele auszuwählen, die er für richtig hält. Bei mir sind auch einige Exemplare zusammengekommen, die ich euch unbedingt vorstellen muss. Einige werdet ihr wahrscheinlich kennen, andere wiederum nicht. Fangen wir aber einfach an.

PC-Spiele:

Ich hatte in dem Artikel zu der [52 Games]-Reihe bereits einmal angedeutet, dass ich ein großer Fan von Pharao, dem Aufbauspiel von Sierra Entertainment bin. Am Rande hatte ich erwähnt, dass sich auch die anderen Aufbau-Spiele Ceasar, Herrscher des Olymp -Zeus, Herrscher von Atlantis – Poseidon und der erste Kaiser recht lange gespielt habe.

Während mir die ägyptischen Aufbauspiele bei meiner Abschlussprüfung halfen, weiß jedoch ganz vernarrt in die griechischen Spiele. Die Griechen schienen mir im alten Griechenland ein wenig witziger und lockerer, als die Ägypter.

Bei den Sprüchen, die von den NPC losgelassen wurden, muss ich heute noch schmunzeln. Hier hat man sich besonders viel Mühe gegeben, Leben und Witz in das Spiel zu bringen.

Zu der Zeit, als sich dieses Spiel – bzw. diese Spiele-Reihe spielte, habe ich sehr viel über die griechische Mythologie gelesen. Nicht nur durch das Spiel inspiriert sondern auch begleitend zu meiner damaligen Literatur. Die alten hellenischen Sagen haben mich seit jeher fasziniert und mich in ihren Bann gezogen. Mit den Spielen hatte ich damals quasi die Möglichkeit hautnah dabei zu sein, wenn die Griechen ihre Geschichte erleben. Für mich war es faszinierend, wie nah die Spiele an der tatsächlichen Literatur waren. Und das genau den Reiz für mich ausgemacht.

Konsolen-Spiele:

Konsolen habe ich nicht viel besessen: einen Atari 2600, einen Super-Nintendo und einer PS2 durfte ich mein Eigen nennen. Einige Spiele habe ich auf allen Konsolen sehr gerne gemocht.

Atari 2600:

Bobby geht nach Hause / Bobby is going home

Daran jedes Mal ein bisschen mehr verzweifelt, weil ich einfach immer und so oft gestorben bin. Das Spiel ist kniffling und erfordert viel Geduld. Dafür hat man die Melodie aber ein Leben lang im Ohr.  Als Kind habe ich stundenlang gespielt, geflucht und die Sommer vor dem Fernseher verbracht um die keilförmige Konsole zum Glühen zu bringen. Weit bin ich nie gekommen. Aber “Muss die denn zum Städele hinaus” am Ende eines jeden Levels habe ich schon ab und zu gehört.

Die Schlümpfe:

Die Schlümpfe habe ich ebenfalls sehr häufig gespielt und geliebt. Auch hier kann ich mich noch wie gestern an die schlumpfigen Geräusche und die tolle Musik erinnern.

Super Nintendo:

Mario Kart!

Wer das Spiel nicht gesuchtet hat, ist selbst schuld! Nachmittags haben wir uns immer mit Freunden getroffen um Mario Kart zu spielen. Das ging so lang bis wir zuhause auch Mario Kart hatten und danach haben wir uns abwechselnd getroffen. Mein liebster Fahrer war Toad!

Twinbee Rainbow Bell Adventures:

Irgendwie war dieses Spiel so ziemlich WTF. Man war ein rundes Knubbelvieh und musste Gold und Regenbogenglöckchen sammeln. Regenbogenglöckchen gaben einem neue Fähigkeiten. Ich habe einmal aus Langeweise auch ein Easter-Egg entdeckt. Wenn man in dem Spiel ca. 10 Minuten einfach ganz hoch fliegt, kommt man am Ende des Himmels an einen Stern, wo man sich alle Glöckchen direkt holen kann.

PS2:

Hier muss ich etwas tricksen, denn das eigentliche PS2 Highlight, war ein Spiel, das eigentlich für die PS1 gedacht gewesen ist. Aber da diese Spiele ja auch rückwärtskompatibel sind, habe ich es dann auf meiner PS2 gespielt.

Dracula

Dabei handelt es sich um ein Point and Click Adventure mit liebevollen 3D Sequenzen dazwischen.

Pen&Paper

Pen & Paper habe ich noch nicht so oft gespielt, habe hier aber bereits ein Lieblingsystem: “Call of  Cthulhu.” Nicht nur weil ich eine große Lovecraft-Bewunderin bin, sondern auch weil ich seine Welten und Geschichten mag.