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NOSGOTH: Blutsauger vs. Rebellen

Als ich vor ein paar Wochen einen Key für Nosgoth geschenkt bekam, hätte ich nie gedacht, dass dieses Spiel mich so fesseln würde. Eine Schwäche für Vampire habe ich, seit ich 2006 begann, meinen ersten Pen & Paper Rollenspiel-Charakter, eine Toreador-Lady, durch die World of Darkness zu führen. Die Vampirklassen, die man in Nosgoth spielt, stammen ebenfalls aus einer düsteren vor-Twilight-Ära, nämlich aus der Welt der Legacy of Kain-Reihe. Statt eines Rollenspiels handelt es sich bei Nosgoth um ein teambasiertes PvP-Spiel, das sich momentan noch in der Closed Beta befindet, was sich aber bald ändern soll: „We are currently targeting Winter as a release for our Open Beta. Winter for this purpose runs from late December to late March.“

In jedem Match bekriegen sich zwei Vierer-Teams Vampire und Menschen in einer jeweils zehnminütigen Hin- und Rückrunde. Während die Vampire den direkten Körperkontakt zu ihren Opfern suchen, versuchen die Rebellen Nosgoths diese mit Fernkampfwaffen auf Abstand zu halten. Beim Start stehen Hunter und Alchemist auf Menschenseite zur Verfügung – da ich bei Left4Dead 2 auch immer lieber zur Shotgun greife, bin ich an der Alchemistin samt ihrer eher ungenauen Waffe mit ordentlich Wumms hängen geblieben. Neben dem Waffenangriff und einer eher schwachen Nahkampf-Schubs-Option verfügt jeder Charakter über eine primäre und sekundäre Fertigkeit und einem dauerhaftem Perk, die nach und nach durch in den Matches verdientes Ingame-Gold gekauft werden können. Da ich meine Fähigkeit zum Zielen durchaus realistisch einschätze, ist meine Level-14-Alchemistin mittlerweile auf AoE spezialisiert… Die Level haben keine spielentscheidenden Auswirkung auf die Klassen, allerdings gibt es alle fünf Level eine Waffenkiste und auf dem Maximallevel 25 einen Skin für die Klasse. Accountübergreifend kann man Level 40 erreichen, dabei erhält man wiederum alle fünf Level die Möglichkeit, eine Klasse nach Wahl freizuschalten.
Optisch angetan hat es mir vor Allem der Prophet, eine okkulte Pistolenschützin, die gerne Lebenspunkte gibt, um Mitspieler zu schützen oder Vampire in das Nichts zu schicken. Den Hunter und den Scout, einen kletternden Bogenschützen, habe ich bisher nicht gespielt, da ich erst mal meine Alchemistin meistern möchte. Heilen und Munition nachladen können sich die Menschen an Schreinen über all auf der Map, die aber alle einen Cooldown haben.

Und die andere Seite?

Vampire sind nicht auf so schnöde Schreine angewiesen, sondern regenerieren sich mit der Zeit von selbst und laben sich stilecht am Blut ihrer erlegten Feinde. Auch wenn ich sonst immer für sneaky Spielweisen zu haben bin, konnte mich die Startklasse des Reavers nicht begeistern, stattdessen hat’s mir der Tyrant angetan, ein Berserker mit Fähigkeit zum beeindruckenden Weitsprung. Reinspringen, druffbolzen, Schädel-zerquetsch-Animation genießen und dem mit unglaublich cooler Stimme vorgetragenen Spruch des Siegers mitgrunzen. Vermutlich spiele ich ihn auch nur wegen der Synchronisation. Den fliegenden Sentinel finde ich so nervig, wenn ich gegen ihn spielen muss, dass ich ihn selber nie wähle. Die Deceiver-Klasse ist mal ganz unterhaltsam, da man mit ihr menschliche Form annehmen kann und die Rebellen rücklings erdolcht. Neben dem Standard-Angriff verfügen alle Vampire über einen speziellen Angriff, der sie an ihre Opfer heranstürmen oder springen lässt, sowie bei den Menschen zwei Fertigkeiten. Die Vampire haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber ihren Gegnern: Sie können an allen Gebäuden und Hindernissen heraufklettern und von Dach zu Dach springen, um sich über ihren Feinden zu verteilen und anzugreifen.

Bellas schlimmster Alptraum: Dieser Vampir glitzert nicht.

Bellas schlimmster Alptraum: Dieser Vampir glitzert nicht.

Was soll noch kommen?

Nosgoths größte Baustelle ist noch das Matchmaking. Anfangs wurden die Teams levelbasiert gebildet, nun ist nach mehreren Anläufen das neue Matchmaking Rating eingeführt worden. Zwischenzeitlich waren für ein Vierer-Team die Chancen besser, im Lotto zu gewinnen, als gemeinsam einem Match beizutreten, mittlerweile funktioniert es aber in den meisten Fällen. Das MMR ist typischerweise u.a. vom Ausgang der Spiele abhängig – bisher scheint es mir noch ungenau, denn meine letzten Spiele habe ich alle ungewöhnlich hoch verloren…
Neben der Open Beta sind bisher schon zwei neue Klassen und ein Crafting System für die Waffen aus den Belohnungstruhen angekündigt. Die neue Vampir-Klasse Summoner verfügt auch über Fernkampfangriffe, zum Menschen ist noch nichts bekannt. Bisher sind alle Waffen und Fähigkeiten über Ingame-Währung zu erhalten, ebenso wie spezielle Skins zu Events wie dem momentanen Dead of Winter. Einzig für die Klassenskins muss man Echtgeld hinblättern.

Der Prophet - genau mein Typ!

Der Prophet – genau mein Typ!

Und warum spiele ich es?

Ich liebe Nosgoth für die temporeichen Kämpfe und den Wechsel von Nah- und Fernkampf in jeder Runde. Die fünf Maps sind alle abwechslungsreich und die Charaktere düster gestaltet. Ihre Ausrüstung und Kleidung ist zweckmäßig und nicht übertrieben – alles zusammen wirkt die Welt sehr stimmig, sofern man während der Matches die Zeit findet, sich umzuschauen. Die Klassen unterscheiden sich ausreichend in ihrer Spielweise, auch wenn ich vorerst bei meinen Lieblingen Alchemist und Tyrant bleiben werde. Ich habe etwas mit den Fertigkeiten experimentiert, bevor ich die passenden Builds für mich gefunden hatte. Die Auswahl an Fertigkeiten ist natürlich nicht so gewaltig wie bei einem MMO, aber gerade deshalb bin ich noch auf das kommende Crafting-System gespannt.
Die Strategie ist eigentlich jedes Mal dasselbe: Die Menschen rotten sich zusammen, die Vampire verteilen sich und stürzen sich auf sie. Das klappt auch mit zufällig zusammen gewürfelten Teams ganz gut, das entscheidende ist aber das Timing – und das klappt meist nur wirklich gut, wenn man als Gruppe gemeinsam im TS ist (selbstverständlich beim teambasierten PvP eigentlich…). Also: die Welt und Klassen – sehr schön, der Kampf: spaßig, das richtige Team: unbezahlbar.
Wer Nosgoth testen will, sollte auf Twitter die Augen aufhalten, denn dort werden regelmäßig Beta-Keys verteilt: Nosgoth

Guild Wars 2 - Kämpfer

Guild Wars 2 – das dynamische Kampfsystem [PC]

Eine grundlegende Eigenschaft von Guild Wars 2, dass man sich aktiv im Kampf bewegen muss, und nicht stur auf einer Stelle stehen kann. Feinde können sogar in die Luft geschleudert werden, man sollte die Umgebung und die aktuelle Kampflage möglichst effektiv ausnutzen, um den meisten Schaden zu erreichen.

Fertigkeitenssystem:

Es soll sehr viele Fertigkeiten geben, aus denen man sich die Angriffe aussucht, die am besten zum Charakter passen und seinen eigenen „Build“ zusammenstellt. Gleichzeitig wird darauf Wert gelegt, das man trotz der vielen Fertigkeiten den Überblick behält.

Der Fertigkeitenbalken hat 10 Plätze:

Die ersten fünf Fertigkeiten werden von der Waffe und der Klasse beeinflusst. Somit hat ein Krieger mit einem Streitkolben eine andere Auswahl als ein Krieger mit einem Zweihänder. Dazu haben die meisten Klassen die Möglichkeit schnell zwischen zwei Waffensets zu wechseln: ein Krieger kann so ein Gewehr im ersten Set haben, um den Gegner zu pullen und ein zweites Set mit einem Hammer für den Nahkampf.

Die letzten fünf Fertigkeiten werden von dem Spieler selbst aus einem pool gewählt, der von Klasse und Volk bestimmt wird. Zwei von diesen fünf Slots sind allerdings für eine bestimmte Aufgabe vorgesehen: der Erste für eine Heilungsfertigkeit, und der zweite für eine Elite-Fertigkeit. Doch was ist eine Elite-Fertigkeit? Dies ist eine Fertigkeit mit besonderes spektakuläreren Effekten, sie sind natürlich so gestaltet, das sie nur selten eingesetzt werden können.

Waffen:

Es stehen dem Spieler in Guild Wars 2 eine umfangreiche Waffenauswahl zur Verfügung:

  • Einhändig
  • Axt, Dolch, Streitkolben, Pistole, Zepter, Schwert
  • Zweihändig
  • Zweihänder, Hammer, Langbogen, Gewehr, Kurzbogen, Stab
  • Begleithand
  • Fokus, Schild, Fackel, Kriegshorn

Es gibt viele Umgebungswaffen, unter anderem Belagerungswaffen, Eier, Steine, Holzplanken,Einfach alles Mögliche! Diese Umgebungswaffen können nicht nur gefunden werden, sondern auch selbst erschaffen werden. Indem ihr zum Beispiel einen Barhocker auf einem unhöflichen Gast zertrümmert,  könnt ihr ein Stuhlbein bekommen, mit dem ihr andere Gegner verdrescht.

Ein anderes cooles Feature sind klassenübergreifende Kombos. So könnt ihr starke Angriffe durch Teamwork erreichen. Stellt euch vor ein Elementmagier erzeugt ein elektrostatisches Feld. Schießt nun ein Krieger eine Gewehrkugel durch das Feld, wird seine Kugel elektrostatisch aufgeladen und verursacht mehr Schaden. Solche Dinge gibt es hundertfach in Guild Wars 2 und regen zum Ausprobieren an.

Heilung und Tod:

In Guild Wars 2 wird versucht, das Sterben eines Spielers angenehmer als in anderen Spielen zu gestalten. Wer alle Lebenspunkte verloren hat, gilt als angeschlagen. Er hat dann spezielle Fertigkeiten zur Verfügung, mit denen er den Kampf in letzter Sekunde für sich entscheiden kann. Er kann aber weiterhin angegriffen werden, und wenn er vollständig besiegt ist, muss er von einem Mitspieler wiederbelebt werden oder er rewpawnt an einem Wegpunkt. Eine schöne Funktion ist hier, dass sich eine Karte öffnet, in der er einen von allen bisher entdeckten Wegpunkten zum respawnen wählen kann.

Wichtig: Guild Wars 2 hat keine spezielle Heilerklasse! Jede Klasse kann jeden Mitspieler im Kampf wiederbeleben. Es wird versucht mehr Möglichkeiten zu geben, einen Schaden komplett zu unterbinden, als nachträglich zu Heilen. Natürlich gibt es auch ein paar Heilzauber, doch die stehen allen Klassen zur Verfügung. Jeder hilft jedem sozusagen. Ehrlich gesagt stehe ich diesem Punkt sehr skeptisch gegenüber, bin aber gespannt wie es umgesetzt wird. Was meint ihr dazu? Schreibt es in die Kommentare!

PvP:

Im PvP spielen alle Spieler auf höchstem Level und gleicher Ausrüstung, so zählen also wirklich skills.
Mehr über PvP in Guild Wars 2 erfahrt ihr in einem späteren Artikel.