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Jahrelang nicht mehr als ’ne Klickstrecke wert – Über Frauen in der Gaming-Presse

Nach meinem letzten Artikel meldeten sich viele Leute zu Wort. 99% davon Männer, die der Meinung waren, mich zurechtweisen zu müssen, wie ich als Frau eine bestimmte Situation zu werten hätte. Danke dafür – das zeigt, dass Sarkeesian nicht mit allem Unrecht hatte. Davon abgesehen fand ich mich in vielen Diskussionen wieder, die versuchten die Fragen zu beantworten, wieso Frauen in der Branche eigentlich so selten sind und wieso sie so labil sind, die Branche zu verlassen, wenn sie eine polarisierende Meinung vertreten. Das fragt ihr euch wirklich? 

Ich bin in einem reinen Frauenhaushalt groß geworden. Das bedeutet, ich habe ziemlich gute Nerven. Ich habe in der Vergangenheit in meiner „Bloggerkarriere“ schon so einiges mitbekommen. Drohungen, meine Tiere zu vergiften, Drohungen, mir aufzulauern, Beleidigungen gegen mich, meine Freunde, meine Familie und gegen so ziemlich jeden der mich kennt. Ich hätte 1000 Gründe gehabt, das Ganze hier an den Nagel zu hängen, aber ich habs nicht gemacht, weil ich was zu sagen habe und das ist wichtiger als ich und meine Befindlichkeiten. Das ist vor allem wichtiger als die Alleingänge irgendwelcher asozialen Egogänger.

Gewalt, Trolling = keine Argumente

Sie wollen psychische Gewalt ausüben, weil sie keine Argumente haben. Sie wollen Menschen einschüchtern, weil sie keine Argumente haben. Für sie ist die Macht über einen anderen Menschen wichtiger als das Thema, um das es geht. Das Ganze funktioniert aber nur dann, wenn man es zulässt. Wenn ich zulasse dass jemand Macht über mich hat. Und das lasse ich nicht. Wie gesagt, ich bin in einem Frauenhaushalt groß geworden und kein Mann kann schlimmer sein, als ein kompletter Haushalt voller PMS.

Immer wenn ich eine polarisierende Meinung vertrete und diese in einem Artikel veröffentliche, bekomme ich ungefähr diese Reaktionen. Am ersten Tag gibt es eigentlich nur Zustimmung. Diese kommt meist aber nicht direkt. Ich bekomme sie als DM. als Mail und selten über soziale Netzwerke als Kommentar. Zustimmung gibt es meistens nicht öffentlich. In vielen Fällen aus Angst. 2-3 Tage später (wenn der Artikel vermutlich ausgedruckt und verteilt wurde, denn anders kann ich mir diese starke Verzögerung nicht erklären) kommen die Leute, die nicht nur den Artikel, sondern meine komplette Existenz in Frage stellen. In ihren kleinen Büros sitzend (in denen sie eigentlich arbeiten müssten), wettern sie einige Stunden darüber, wie dumm, krank oder beeinflusst ich sein muss, um diese Meinung zu vertreten, die ich vertrete. (Lustigerweise meistens Männer) Einen Tag drauf ist der Spuk wieder vorbei. Alle gehen ihrer Wege und an den Artikel erinnert sich kaum einer mehr.

Du dumme Feministin, du dumme Antifeministin, du dumme…. was warst du noch gleich?

Interessanterweise habe ich mit meinem letzten Artikel nicht nur Feministinnen vor den Kopf geschlagen, sondern gleichzeitig diejenigen, die Feminismus ablehnen. Keine Ahnung ob ich damit jetzt ein Archievement unlocked habe, aber wenn dem so ist, dann war das eines von denen, die man wirklich nur sehr selten bekommt.

Gleichzeitig habe ich noch mit Menschen geredet, die die Sache sehr ähnlich wie ich sehen – und das sind eigentlich die erfreulichsten Momente überhaupt, denn das zeigt mir, dass nicht jeder blind irgendeiner Ideologie hinterher rennt, sondern versuchen sich überall das herauszupicken, von dem sie denken, dass es sie irgendwie weiterbringt – und genauso sehe ich das.

„Wieso bist du eigentlich keine Feministin“ – „Wieso nennst du dich nicht gleich Antifeministin?“ sind beides Fragen, die immer wieder kommen. Ich werde mich in keine Schublade stecken, weil ich mich nicht damit wohlfühle. Ich habe bei jeder Bewegung mehr Kritikpunkte als Zustimmung. Ich will meine Meinung nicht von einer Bewegung abhängig machen. Ich bin keine Feministin, weil „Feminismus“ ein Sammelbegriff für viele unterschiedliche Strömungen ist. Einige finde ich, sind eine gute Idee. Einige lehne ich sogar komplett ab. Einige haben zwar ein paar gute Ideen, versuchen diese aber für meinen Geschmack zu radikal durchzusetzen. Daher betrachte ich jede Idee und jede Lösung losgelöst von ihrer Strömung und bewerte sie danach. Das ist langfristig viel verständlicher für alle, die sich nicht in die Feminismustheorien einlesen wollen und können. Kurz: Nur weil ich Karnickel mag muss ich keinem Karnickelverein beitreten.

Frauen im Gaming != Frauen in der Gaming-Branche

Wenn ich darüber rede, wie Frauen in der Gaming-Community angenommen werden, dann kann ich dies nicht nur aus eigener Erfahrung tun, sondern auch aus Gesprächen mit anderen Gamerinnen. Vor allem sehe ich starke Unterschiede darin, ob man als Frau hobbymäßig mit dem Gaming zu tun hat oder ob Frauen in der Branche – also da wo es um Geld geht – sind.

Ich sehe da schon sehr starke Unterschiede. In der Gaming-Presse waren Frauen jahrelang nicht mehr wert als die Klickstrecken, der heißesten Gamerin, der heißesten Cosplayerin oder der heißesten Whatever. Frauen als Redakteurinnen haben es deswegen vor allem im Gaming umso schwerer. Wie soll man sich in dieser Umgebung wohl und respektiert fühlen? Selbst heute schafft ein Großteil der Presse nicht, normal über zockende Frauen zu berichten, obwohl es das normalste der Welt ist.

Bei den Technikblogs wars damals das „Gina Lisa Phänomen“. Als sie bei ihrem Walk bei Germanys Next Top Model mehr sehen ließ, als sie sollte, berichteten viele Techblogs darüber und bekamen an dem Tag ziemlich viele Klicks. Monatelang war genau dieser Suchbegriff immer noch der meistgesuchte in den Blogs.

Während gerade in der Gaming Community Frauen auch über MMOs hinaus anerkannt sind, berichtet die Presse darüber immer noch, als sei es ein Phänomen, wie eine Ufo-Sichtung oder ein Einhorn. Ich kenne hingegen fast keine Zockergruppe, in denen keine Frauen sind. Bei uns sind es drei Frauen, die sowohl gern Shooter, als auch gern MMOs spielen. Frauen sind keine Ufo-Sichtungen und Einhörner. Sie sind normal.

Vielleicht ist es für die Presse genau deswegen ein Phänomen, weil SIE es jahrzehntelang ausgeblendet haben. Die Presse dachte, wenn sie über etwas nicht berichten, dann gibt es das auch nicht und jetzt sehen sie sich einer heterogenen Community gegenüber, die sich nicht skandalisieren lassen will. Und was passiert? Es wird die Echtheit der zockenden Frauen bezweifelt. Ganz groß.

Keine Ahnung, aber ne Meinung

Eine Diskussion mit Anke Domscheit-Berg auf Twitter empfand ich hierbei sehr aufschlussreich. Meine Meinung zu ihr als Person hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark gewandelt. Bevor sie zu den Piraten ging, habe ich sie als sehr meinungsstarke und vor allem geerdete Frau erlebt, die nur über Dinge redet, von denen sie auch weiß, dass sie Ahnung hat. Seit den Piraten hat sich das geändert und ich habe mittlerweile große Probleme mich mit ihr zu identifizieren. Sie wirkt ausgebrannt und gebrochen. Ich weiß nicht ob die Politik oder die Partei das mit ihr gemacht hat, aber es ist traurig sie so zu sehen. Ich möchte an meiner Meinung über sie nicht das Gesagte bewerten, sondern nur erklären, wieso ich denke, dass sie genau das macht, was der Gaming-Community schadet.

Ihrer Meinung nach sind die übersexualisierten und männerzentrierten Spiele das Problem. Sie vertritt hier eine ähnliche Meinung wie Sarkeesian. Sie ist leider auch der Meinung dass es wichtiger sei, derzeit das „Problem“ anzuprangern statt Alternativen zu fördern. Ihrer Meinung nach müsse man das Problem erst in der Tiefe diskutieren, bevor man eine Lösung suchen kann. (sucht einfach mal in ihrem und meinem Twitter-Verlauf nach dem Gespräch, das wir am 7. September führten)

Diese Einstellung vertritt nicht nur sie, sondern viele die derzeit Games kritisieren. Und wenn ihr diese Argumentation einseitig findet, dann bin ich ganz bei euch, denn genauso geht es mir ebenfalls.

Es ist nicht so, als seien Games an sich ein frauenverachtendes Medium. Keineswegs. Aber hier kommen wir wieder auf die Arbeitsweise von Sarkeesian zurück. Sie hatte schon vor ihrer Videoreihe eine Meinung über Videospiele. Zum einen mochte sie Gaming nicht und zum anderen hielt sie Gaming für eine frauenverachtende Männerdomäne. Als sie ihre Videoreihe machte, war das Ziel nicht „Ich schaue mir Videogames an und bilde mir dann eine Meinung“ sondern „Ich habe eine Meinung und suche nun so lang nach Beweisen, bis ich diese Meinung belegen kann.“ Bei der Fülle an Videospielen, kann man allerdings so gut wie jede These, die man mitbringt belegen.

– Übertragen wir diese Arbeitsweise einmal auf Filme, so könnte Sarkeesian Pornofilme dazu nutzen, um zu beweisen, dass die Filmindustrie als Ganzes übersexualisiert sei. Doch was sagt ein Pornofilm über die Qualität einer Dokumentation über Eichhörnchen aus?

– Genauso könnte sie Rap-Musik als Beweis nehmen, wieso Musik immer gewaltintensivere Texte habe. Doch was sagt Rap-Musik über die Qualität seichter Popmusik aus.

– Genauso könnte sie den Hustler als Beweis dafür nehmen, dass uns das Lesen zu frauenfeindlichen Monstern macht. Aber was sagt der Inhalt des Hustlers darüber aus, was in einem Kinderbuch steht?

Um Gaming in seiner Fülle bewerten zu können braucht es eben mehr als nur ein paar Filmausschnitte, die man sich von YouTubern zusammenstibitzt hat. Es braucht Jahre, um überhaupt die Spielelandschaft als Ganzes zu erfahren und zu bewerten. Auch wenn ich mit Konsolenspiele groß geworden bin und erst seit 3-4 Jahren wieder aktiv spiele, fühle ich mich häufig immer noch nicht wirklich in der Lage über Computerspiele angemessen zu sprechen oder zu urteilen, weil ich eben sehr wenig gespielt habe, bevor ich wieder aktiv anfing.

Und hier kommen wir zu dem großen Problem. Die Leute, die derzeit Gaming verurteilen, haben ihr Wissen von denen, die darüber urteilen ohne jemals wirklich aktiv gespielt zu haben oder ohne mit anderen zusammen gezockt zu haben. Wissen aus 2., 3. oder 4. Hand ist nie gut, vor allem wenn man danach nicht selbst recherchierend tätig wird.

Das Gespräch mit Anke Domscheit-Berg hat mir gezeigt – hier reden Leute über ein Medium, für die Gaming selbst ein Buch mit sieben Siegeln ist. Sie kennen die Feminist Frequency Videos. Sie kennen die herausgepickten Szenen, aber sie haben selbst nie eines dieser Spiele gespielt. Sie haben vermutlich auch nie die positiven Gefühle erlebt, wenn man sich mit einer Gruppe Freunde durch eine Horde virtueller Monster prügelt. Sie haben es nie erlebt, wenn sie in einem Adventure die seltsamsten Dinge kombinieren und nach stundenlangem Gefluche in der Geschichte weiterkommen, weil sie für sowas einfach keine Zeit hatten. Sie haben andere Dinge gemacht. Dinge, die in ihren Augen sinnvoller waren. Und jetzt stehen sie hier und wollen uns erzählen, dass unsere Interessen und Leidenschaften falsch sind.

In der Presse sind Spiele ein Geschäft – keine Leidenschaft

Die Presse macht mit, weil man auch in der Gamingpresse kaum mehr dazu kommt die Spiele zu spielen über die man redet oder schreibt. Zwar gibt es vorab oft Presseexemplare der Spiele, aber die Leser wollen die Artikel noch vor Release lesen – spätestens aber zum Release. Wie sollen Redakteure eine differenzierte Meinung abgeben? Wenn es um Spieletests geht, so wird die Zeit in der die Spiele gespielt werden, oft nicht bezahlt. Das heißt Redakteure quälen sich in ihrer Freizeit schnell durch die Spiele durch (wenn überhaupt) und hoffen dann noch genug Zeit zu haben, über diese Spiele angemessen zu schreiben.

Meistens werden die Artikel dann mit technischen Beschreibungen gefüllt statt mit Bewertungen der Storytiefe. Es wird die Grafik gelobt, die Synchronsprecher, die detaillierten Figuren, der Soundtrack. Über all die Dinge kann man seitenfüllend schreiben, ohne das Spiel nur eine Stunde gespielt zu haben.  Wenn Spielen zum Geschäft wird, dann wird kostensparend gehandelt. Und Zeit ist Geld.

Es gibt natürlich auch positive Beispiele. Publikationen im Print-Bereich haben häufig mehr Zeit – aber auch hier merkt man langsam, dass diese der Aktualität des Online-Mediums nicht gewachsen sind. Man muss über die großen, gehypten Spiele berichten, weil man sonst keine Exemplare mehr verkaufen kann.

Frauen sind mehr als eine Klickstrecke wert

Unter #notyourshield meldeten sich viele Frauen aus der Community. Die Reaktion darauf war, dass von allen Seiten behauptet wurde, dass sie nicht existieren. Dass sie nicht echt sein können und dass es vermutlich Fake-Accounts irgendwelcher Männer seien.

Und genau so hat uns die Presse jahrelang dargestellt. Nichtexistent als Gamer – Nur existent als leichtbekleidete Models für eine Klickstrecke. Klickstrecken, die viel Geld von Werbekunden abknöpften.

Aber es gibt uns. Ob ihr das nun sehen wollt oder nicht. Ihr könnt weiterhin unsere Existenz leugnen und uns als gut gemachte „Sockenpuppen“ irgendwelcher 4Chan-User bezeichnen, aber das ändert nichts daran, dass wir trotzdem hier sind und auch weiter darauf hinweisen werden. Gamerinnen sind mehr als nur eine Klickstrecke wert. In der Community sind sie schon lang existent und schon lang anerkannt. Im E-Sport gibt es schon seit Ewigkeiten Frauenteams. Und wenn ihr Frauen in der Community fördern wollt, dann tut das. Fördert nicht nur Frauen, die das sagen, was ihr hören wollt – die euch angenehm sind. Fördert Frauen in ihrer Gesamtheit – steht für Meinungsfreiheit und eine angstfreie Umgebung ein. Nur dann kann ich euch auch abkaufen, dass ihr es ernst meint und nicht nur Feminismus vorschiebt, um euch in einem besseren Licht darstehen zu lassen.

 (Die Videos im Artikel vereinen verschiedene Meinungen zum Feminismus von Frauen aus der Gaming-Branche oder auch aus der Gaming-Community. Ich habe hier absichtlich einmal keine männlichen Protagonisten gewählt, da ich dem Vorurteil entgegen wirken wollte, es würde keine Frauen geben, die widersprechen – oder sie seien alle Fake oder Sockenpuppen. Ich stimme nicht mit allen Videos überein, denke aber, jedem sollte Gehör geschenkt werden.) 

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Tropes vs. Women in Video Games – Viel heiße Luft und Geld für nichts

Als Anita Sarkeesian vor 2 Jahren auf Kickstarter Geld sammelte, sah sie sich laut eigener Aussagen einer großen Hasswelle ausgesetzt. Ihren Aussagen nach hat sie das bekräftigt, mit dem weiterzumachen, was sie damals plante. Mit fast 160.000 US-Dollar, die sie sammelte, wollte sie mit einem riesigen, technischen Aufwand eine 12-teilige Videoserie zum Thema Sexismus in Videospielen machen.

Das Ergebnis nach 2 Jahren – 4 Videos, die sich größtenteils durch einfache Recherche aushebeln ließen. Alles in Allem ist das Tropes vs. Women Projekt nicht mehr als heiße Luft gewesen. Der Wirbel darum nicht berechtigt. Und die Aufregung kaum wert.

Dem erhobenen Zeigefinger folgte ein Mittelfinger

Sarkeesian wollte die Gamer-Community wachrütteln und wollte ihnen mit einem Spiegel vorhalten, was für moralisch schlechte und verwerfliche Menschen sie sind. Sie wollte zeigen, was für moralisch verwerfliche Individuen in der Spieleindustrie sitzen. Sie hat mit einem aber nicht gerechnet – Mit dem Zusammenhalt der Gaming-Community – und der Internetaffinität ihrer Anhänger.  So wurden ihre Videos mehrfach widerlegt, gröbste Recherchepatzer aufgedeckt. Ein Kanal hat dies sehr ausführlich gemacht.

Feminismus vs. Fakten

Ich behaupte von mir nicht, dass ich alles weiß, was das Gaming betrifft. Da ich spät hinzugestoßen bin, fehlt mir das, was viele Leute von ihrer Kindheit an erlebt haben. Ich hatte nie einen guten Computer oder Geld für eine tolle Konsole. Ich habe die ganzen Klassiker nie gespielt. Ich hole meine „Gaming-Kindheit“ gerade Stück für Stück nach und erlebe das, was andere schon vor Jahrzehnten erlebt haben.

Ich sammle allerdings auch keine 160.000 Dollar, um Gamern eine Schulstunde darüber zu geben, was mir nicht an ihnen gefällt. Zurecht kann man sich nun fragen, was ist mit dem Geld passiert? Die Video- und Produktionsqualität der Videos ist kaum gestiegen. Schaut man sich den Kanal an, dann wurde seit November auch nicht mehr viel gemacht. Durch die Umstellung der Kommentarstruktur musste sie eine Fanseite für ihren YouTube-Kanal anlegen. Dieser war ihr aber nicht einmal einen eigenen Avatar wert. Die Seite wirkt, als würde sie brach liegen. Eine mindestens 160.000 Dollar teure Seite, denn auf ihrer Webseite sammelt sie immer noch Spenden für ihr Videoprojekt, um es ihrer Aussage nach Werbefrei zu halten. WAS VERFLUCHT NOCH MAL DREHT SIE DENN DA, WENN SIE ÜBER 10.000 DOLLAR FÜR EIN VIDEO VERSCHLEUDERT, IN DEM SIE NUR (!!!) IHR GESICHT IN DIE KAMERA HÄLT, DASS SIE SPENDEN BRAUCHT, DAMIT DIESE VIDEOS WERBEFREI BLEIBEN KÖNNEN??

Meine bescheidene Meinung

Mit Sarkeesian habe ich so meine ganz persönlichen Probleme. Ich glaube nicht, dass sie überhaupt weiß was sie da tut oder was sie überhaupt will. Ihr Frauenbild definiert sie krude. Starke Frauen würden nur versuchen Männer zu imitieren, deswegen dürften sie nicht als Vorbild zählen. Ein starker Charakter in einem Videospiel sei also nur eine Männerkopie.  Ihr nie veröffentlichtes Video „Man with Boobs“ würde sicher genau davon handeln. Was ist dann ein männlicher, emotionaler und weicher Charakter? Man with Vagina?

Sie ist mit einem lauten Gebrüll nach vorn gestürmt und hat jeden vor den Kopf geschlagen, der auch nur einen Hauch an Leidenschaft fürs Gaming hatte. Sie hat jedem immer wieder erzählt, was IHR am Gaming nicht passt. In ihrer kleinen selbstzentrierten Welt hat das sicher alles Sinn ergeben – und für sie war es offensichtlich auch profitabel – in der Welt außerhalb ihrer Paranoia hielten ihre Vorwürfe aber kaum Stand.  Als sie Kritik erntete – Gegenwind bekam und sich Trollen ausgesetzt fühlte, nutzte sie dies als Bestätigung ihrer Vorwürfe und schaffte auch das wieder für ihre Selbstdarstellung zu nutzen und ihre auswendig gelernten Sätze in jede TV-Kamera zu sprechen, die noch ein Mittagsthema brauchte.

Copyright-Streits

Das letzte Mal war Sarkeesian mit Copyright-Verstößen in der Presse. Genauer gesagt, hatte sie Non-Commercial Fan-Art für ihr Logo verwendet, ohne den Urheber zu nennen. Die Künstlerin fand dies zwei Jahre nach dem Start der Kampagne heraus und stellte Sarkeesian zur Rede. 11 Tage danach war das Ergebnis, dass Sarkeesian auf das Artwork der Künstlerin verzichtete, weil sie nicht nachweisen konnte, dass ihre Firma/Organisation gemeinnützig arbeitet, so wie sie es angegeben hatte.
http://cowkitty.net/post/79912196471/update-3-you-stole-my-artwork-an-open-letter-to

Am Ende nicht mehr als heiße Luft

Nach zwei Jahren und vier von zwölf versprochenen Videos (den Outfits nach hat sie die ersten drei sowieso am gleichen Tag gedreht), ist nicht mehr viel übrig von der laut brüllenden Kämpferin Sarkeesian. Auf Twitter nögelt sie twitteresque wie eine Fensterrentnerin über Kleinigkeiten des Alltags. Sie tingelt von Veranstaltung zu Veranstaltung, sagt ihre Sprüche auf und tingelt weiter. Die Kickstarter-Backer werden das Ergebnis ihrer Finanzierung wohl nicht mehr sehen. Am Ende sind sie alle gleich. Wenn es um Geld geht, ist die Moral nicht mehr wichtig.

Funfact. Anita Sarkeesian verdient pro Video 13.166 Dollar. Das sind pro Minute 526 Dollar. Sie verdient damit alle zwei Minuten so viel, wie eine gut bezahlte Pornodarstellerin am Tag.