Alle Beiträge von Ricarda

'85 geboren und im Herzen ein Spielkind. Angefangen mit dem alten ATARI 2600 habe ich schnell meine Leidenschaft für Computerspiele entdeckt. Ich liebte es den bunten Pixeln dabei zuzuschauen, wie sie über den Bildschirm hüpften. Jetzt spiele ich gern Aufbauspiele, Simulationen und RPGs. Neben Computerspielen mag ich Rollenspiele und bevorzuge hier "Call of Cthulhu".
logo-on-dark

Sag mal Tiia, wieso eigentlich hitbox?

Seit einigen Wochen streame ich auf Hitbox. Davor war ich, wie wohl jeder, der anfängt, auf Twitch unterwegs und bin dann, als ich circa 100 Follower hatte gewechselt. Diese Entscheidung habe ich mir nicht einfach gemacht aber ich bereue sie nicht. Seit dem werde ich immer wieder gefragt, wieso ich eigentlich nicht bei Twitch geblieben bin. Dieser Artikel hier dient in Zukunft des Verweises auf meine Gründe, dann muss ich mich nicht immer wiederholen.

Als ich bei Twitch anfing, war ich recht blauäugig, was Streaming anging und dachte, dass es relativ einfach ist, was zu reißen. Es ging mir hierbei nicht um Geld, sondern darum, dass ich nicht für mich allein streame. Zwar habe ich einige Stammzuschauer auf Twitch gehabt, aber diese fehlten nach einer Zeit immer häufiger.

Der Grund war, dass ich nicht nur häufig Probleme mit Twitch hatte, sondern auch dass die Videos bei kaum jemandem flüssig liefen. Selbst wenn sie eine gute Internetverbindung hatten, waren die Videos häufig matschig und laggten. Je weiter ich mit der Qualität herunterging, desto weniger Spiele kamen fürs Streaming in Frage. Das schränkte mich ein und flüssig liefen die Streams trotzdem nicht. Hier ein Beispiel.

Technische Probleme

Die Qualität ist okay, aber bei einem schnellen Spiel wie diesem, schaltet man schnell weg. Da ich mit der Zeit aber immer mehr eine Vorliebe hierfür entwickelte, wurde das für mich echt zu einem Problem.

Dazu führte der lange Delay von fast bis zu einer Minute dazu, dass ich kaum gut mit dem Chat interagieren konnte. Meine Antworten kamen bei den Zuschauern oft dann erst an, wenn sie schon andere Fragen gestellt hatten. Das führte schnell zu Missverständnissen.

Und dann das Gefühl mit seinem Stream ziemlich allein dazustehen. Das mag vielleicht eine subjektive Wahrnehmung sein, aber obwohl oder gerade weil Twitch so ein großer Anbieter ist, findet man kaum Kontakt zu anderen. Jeder macht sein Ding, alle sind irgendwie Konkurrenz. Ich mag aber lieber eine Community, in der man zusammen die Plattform stärkt, auf der man streamt statt eines ewigen Hahnenkampfes gegeneinander.

Skeptisch

Ich war dennoch skeptisch. Auch wenn Timm und Thomas regelmäßig schwärmten, wie toll hitbox nun sei, wollte ich es erst ausprobieren.
Ich streamte 4 Wochen lang parallel auf beiden Plattformen. Und irgendwann merkte ich, dass ich für meine Twitch-Streams nur noch Spiele plante, die mir nicht so wichtig waren, wo die Streams ruhig schief gehen konnten. Und das zeigte mir – eigentlich hänge ich gar nicht mehr an Twitch. Eigentlich will ich richtig streamen und das geht für mich eben nur auf hitbox.

Die Ankündigung und Durchführung des Wechsels verliefen ziemlich problemlos. Leider konnte ich nicht alle Abonnenten mitnehmen, aber dafür habe ich in der kurzen Zeit, in der ich nun streame, viele neue und interessante Menschen kennengelernt, mit denen ich sonst keine Bekanntschaft gemacht hätte. Die Followerzahl von Twitch hatte ich schnell überholt und ich hatte wieder den Spaß am Streamen zurückgewonnen.

Individuelle Entscheidung

Ich halte es für wichtig zu sagen, dass es eine individuelle Entscheidung ist, welche Plattform man letztendlich verwendet. Ich kann euch nicht sagen, welche für euch besser ist. Das müsst ihr für euch herausfinden. Aber vielleicht helfen euch meine Punkte weiter.

Meine Argumente für Hitbox auf einen Blick:

  • familiäre, enge Community
  • Unterstützung von größeren Streamern beim Aufbau des Kanals (Streamraids usw)
  • greifbarer Support – Hitbox Staff findet man sehr oft auch in den Streams und kann mit ihnen quatschen. Auf Wünsche und Fragen wird direkt und schnell eingegangen – deutschsprachiger Support!
  • Stabilere Server, bessere Videoqualität
  • niedrigere Voraussetzungen für Partnerschaft mit hitbox (Monetarisierung)
  • fast kein Delay
  • Bisher ein ordentlicher und vernünftiger Ton innerhalb der Chats und der Community
  • Hohe Chance mit einem gut besuchten Stream auch ohne Partnerschaft auf der Startseite zu landen

Wenn ich noch was wichtiges Vergessen habe – Mea Culpa. Aber das waren so in der Übersicht meine Hauptgründe für den Wechsel. Natürlich gibt es auch viele Gründe für Twitch (etabliertes Unternehmen, große Community) aber diese spielten für meine Wahl keine große Rolle. Lieber einen Ort, an dem ich mich wohl fühle, als einen, an dem ich das Gefühl habe nicht willkommen zu sein, weil ich eine von sehr vielen bin.

Wenn ihr meinen Stream schauen wollt, dann findet ihr mich unter  http://www.hitbox.tv/TiiaAurora

Unser großartiges Elvun-Team habt ihr in der Übersicht hier: http://www.hitbox.tv/team/elvungaming

 

gmer

#sosehengameraus und das passt nicht jedem

Ich gebe zu, als ich das erste Mal diesen Hashtag #sosehengameraus gesehen habe, dachte ich “Okay, naja. Hatten wir ja schon mal. Nannte sich damals #notyourshield, sollte die Diversität von der Gaming-Community zeigen und endete darin, dass viele Frauen von sogenannten Aktivisten angegriffen wurden, dass sie ja nicht echt seien, dass sie Fake-Accounts seien und dass sie von pickligen Gamern in Kellern erstellt wurden, um den Eindruck zu erwecken, die Gaming-Community sei inklusiv.” 

Ich scrollte so durch die Timeline, um herauszufinden, woher dieser Hashtag nun kam. Quelle des Ganzen ist eine Frau, genauer gesagt eine Gamedesign-Professorin aus Trier. Prof. Dr. Linda Breitlauch der Name. Mir war die Dame bislang nicht bekannt und so scrollte ich weiter und fand zuerst den Artikel bei den Herren von Superlevel.  Marcus Dittmar beschreibt hier seine ganz persönlichen Probleme mit dem Hashtag und dass Gamer ja nun eher die Personen sind, die lieber Frauen hassen und generell eher böse Menschen sind – ohne dabei zu merken, dass er hier nicht nur eine Frau vor sich hat, sondern eine Frau aus der Branche mit leitender Position.  Dittmar schreibt aus seiner Filterblase heraus. Eine Filterblase in der Gamer Sexisten sind, in der bereits jeder Videospiele spielt und in der Videospiele etwas Normales sind. Ein normales Hobby, das keinen weiterführenden Begriff braucht – und wenn, dann doch bitte nicht Gamer. Videospieler zum Beispiel. Eine großartige Idee in einer internationalen Community, in der nicht jeder deutschsprachig ist.

Danach stieß ich auf den Insert Moin Podcast mit Dittmar und Breitlauch. Und jedem, der sich ein bisschen über das Thema informieren möchte, empfehle ich unbedingt, diesen Podcast anzuhören, denn er demonstriert mehr als gut den Stand den derzeit Gaming und Presse erleben und welch unterschiedliche Positionen sie eigentlich einnehmen.

Während Dittmar fast die komplette Sendung über versucht die Empfindungen, die er in seiner Filterblase gesammelt hat, als Tatsachen darzustellen, zu generalisieren, sich an einzelnen Beispielen festzubeißen und immer wieder schwammige Formulierungen wie “aber viele sind so.” und “es hat sich gezeigt, dass.”, bringt Breitlauch Beispiele aus ihrem Alltag, der ihr keine Filterblase erlaubt, denn sie kommt genauso, wie sie mit angehenden Gamedesignern in Kontakt ist, auch mit der Realität außerhalb der Gaming-Community in Berührung.

Sie sieht die ablehnende Haltung der Medien, Pädagogen, und Eltern Computerspielen gegenüber. Sie erzählt von Aufsätzen, die Schüler schreiben müssen “Wieso sind Videospiele gefährlich.” Vor allem beschreibt sie die Gaming-Community so, wie sie sie wahrnimmt und weswegen die den Hashtag überhaupt erst startete: Vielfältig, humorvoll und inkludierend. Für Dittmar beruht diese Wahrnehmung und Selbstidentifikation als Gamer auf Unwissenheit. Und vielleicht kann man die Einstellung “Wer nicht meiner Meinung ist, weiß es einfach nur noch nicht besser.” als anmaßend empfinden, aber trotz seiner Kritik an Breitlauch “dass er ja nicht gedacht hätte, dass so eine Aktion gerade von ihr käme.” bleibt sie im Gespräche souverän und führt Probleme an, die Videospiele in unserer Gesellschaft haben. Von fehlender Akzeptanz verschiedener Genres und Storylines bis hin über Förderungen für Spiele oder Arbeitschancen für angehende Spieledesigner.  “Videospiele müssen nicht die Realität widerspiegeln” sagt sie und spricht damit zum Beispiel die Ablehnung von Spielen an, die Gewaltszenen beinhalten. Videospiele müssen nicht den Regeln folgen, die uns der Alltag bietet. Das macht immerhin nicht einmal die Lebenssimulation “Die Sims.”

Ein Highlight des Gesprächs für mich war der Satz “Es ist gefährlich im Gaming mehr als ein Hobby zu sehen.”, denn soweit ich weiß, ist es das für Linda Breitlauch, denn ich hoffe, sie wird für die Professur im Bereich Gamedesign, bezahlt.

Games, Gaming und Gamer werden herabgewertet

Es ist akzeptiert, Games, Gamer und Gaming herabzuwerten. Ihr Hobby ist sinnlos, ihr Hobby ist Zeitverschwendung und ihr Hobby ist vor allem nichts anderes als nur ein dummes Hobby.

Gleichzeitig wird dann aber kritisiert, dass in der Gamingbranche, also in dem Bereich in dem Menschen im Gaming mehr als nur ihr Hobby sehen, zu wenig Frauen vorhanden seien. Grund hierfür sind natürlich auch die bösen Gamer, denn sie lassen die Frauen ja nicht mitmachen.

Davon abgesehen, dass Linda Breitlauch durchaus eine Frau ist, die man hat mitmachen lassen, sehe ich das Problem in den ersten beiden Absätzen über diesem. Wenn man in einer Gesellschaft aufwächst, in der man nicht nur gesagt bekommt, dass Computerspiele gefährlich, sondern auch noch sinnlos, nutzlos und Zeitverschwendung seien, ist die Wahrscheinlichkeit, später einmal beruflich in diese Richtung zu arbeiten, äußerst gering.

Menschen, die dann wirklich eine Leidenschaft für Games haben und sogar beim Hashtag #sosehengameraus mitmachen, müssen dann aber uninformiert sein, weil sie sich ja mit etwas identifizieren, das böse ist.

Linda Breitlauch hat es mit dem Hashtag und dem Podcast offiziell auf meine Liste der Lieblingsmenschen geschafft. Eine schöne Demonstration, was passiert, wenn eine emotional gebildete Meinung auf eine fachliche Meinung trifft.

So sieht Linda Breitlauch aus


So sehe ich aus

10153723_10152297167859976_245655182_nTja und so sehen Gamer aus.

frabz-Deal-with-it-205403

 Die wichtigen Links in der Übersicht

2695576137_0bde53096c_o

Ist #Freiheit wirklich relevant? Sind Netzwerke überflüssig?

Simon Unge will sich von seinem Netzwerk trennen. Einem Netzwerk, dass noch nie den allerbesten Ruf hatte. Einem Netzwerk das von einem Skandal in den nächsten schlittert. Mehrfach wegen Schleichwerbung, Kritik an der Akquisition minderjähriger Partner bis hin zu kleinen Skandälchen, die nie die Community verlassen haben – aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen. Manchmal wurden TV-Berichte gelöscht, weil sich das Netzwerk falsch dargestellt sah und dann verbreitet man seltsame Grafiken über Kritiker in internen Newslettern. Alles in allem fällt es schwer ein Fan der Firma zu sein.

Was sind eigentlich Netzwerke und braucht man sie?

Netzwerke haben eine ganz seltsame Stellung in der YouTube-Landschaft. Vorweg – Wir müssen uns davon lösen, YouTube nur als eine Plattform für Katzenvideos zu sehen. YouTube ist Business und das nicht nur für Google, die mittlerweile keine roten Zahlen mehr schreiben, sondern auch für die Ersteller der Videos. Zwar gibt es immer noch immens viele Mitglieder, die YouTube aus Hobbygründen nutzen oder gar nur passiv konsumieren, aber es gibt auch die anderen, die professionelle Inhalte erstellen und damit ihr Geld und ihren Lebensunterhalt verdienen. Simon Unge ist einer von ihnen.

Ein YouTube-Kanal macht in erster Linie eine Sache – er frisst Zeit. Er frisst sogar unheimlich viel Zeit. Wenn man allein einen Kanal bedient, dann ist das kein Fulltime-Job, es sind mindestens zwei. Man muss nicht nur die Videos planen und drehen, sondern auch schneiden, rendern, hochladen, benennen, Thumbnails gestalten. Danach folgt die “Vermarktung” über die verschiedenen Netzwerke, das moderieren der Kommentare und beantworten der Fragen. Danach vielleicht noch die Kommunikation mit Sponsoren und Werbekunden. Wenn es dann noch Probleme mit YouTube gibt (Copyright, Strikes oder was auch immer), dann steht meist alles still, was oben aufgezählt wurde, bis die Sache geklärt ist.

Hat man einen Kanal mit 100 Abonnenten und 10 Videos, dann hält sich die Arbeit in Grenzen. Hat man aber zwei Kanäle die zusammen monatlich 30 Millionen Views generieren, dann kann man sich vorstellen, in welche Größenordnung die Arbeitsstunden anwachsen.

Hier kommen Netzwerke ins Spiel – oder zumindest die Idee der Netzwerke. Netzwerke sollen dem YouTuber Arbeit abnehmen. Sie kümmern sich um die Vermarktung – das heißt um Sponsoren, Werbekunden. Sie kümmern sich manchmal auch um die Social Media Kanäle, indem sie eigene Teams abberufen. Das Einstellen der Videos auf YouTube kann auch zu ihrem Aufgabengebiet gehören. Manche Netzwerke schneiden sogar die Videos ihrer Partner.

Was genau ein Netzwerk macht ist immer eine Frage des Vertrags, den man bekommen hat und der Vertragsbedingungen, die man mit dem Netzwerk abgesprochen hat.

Google liebt und fördert Netzwerke. Am liebsten hätte man bei Google, dass alle Content-Ersteller in Netzwerken sind, denn Netzwerke nehmen Google Arbeit ab ohne dass Google die Netzwerke bezahlen muss, denn das Geld geben die Partner den Netzwerken. Zwischen 30 und 70 Prozent der Werbeeinahmen gehen an die Netzwerke. Häufig generieren die Netzwerke aber sowieso schon eine höhere Werbesumme, sodass es sich für die YouTuber trotz der hohen Abgaben lohnen kann.

So viel zur Theorie.

Die Realität hinter vielen Netzwerken sieht aber ganz anders aus. Um Werbekunden zu beeindrucken und Sponsoren sowie Investoren zu gewinnen, zählen vor allen Dingen Klickzahlen. Abonnenten sind gar nicht mehr so wichtig. Wichtig ist es zu zeigen “so oft wurden unsere Videos angeschaut”. Viele Klickzahlen mit wenig Aufwand erreicht man dann, wenn man viele Partner hat. Für ein Netzwerk ist es gefährlich, wenn es einige sehr starke Partner gibt, weil sie sich von diesen Partnern abhängig machen. Fällt einer weg, dann sinken auch deren Zahlen massiv. Das könnte Investoren verschrecken. Die Viewzahlen aber auf möglichst viele mittelgroße und kleine Kanäle aufzuteilen ist daher sicherer.

Mediakraft hat für diese mittelgroßen und kleinen Kanäle das “Talents”-Netzwerk gegründet. Aufnahmebedingungen gibt es keine – obwohl doch – man sollte einen Kanal haben. Der muss aber weder alt, noch erfolgreich sein. Genommen wird jeder und “Talents” impliziert, dass man jungen Künstlern die Chance auf die große Karriere gibt. Die Wahrheit sieht aber anders aus.

Früh kamen Beschwerden, dass man weder einen Support noch einen Ansprechpartner hätte und sich Mediakraft bei Anfragen tot stelle. Das war wohl personaltechnisch auch gar nicht zu stemmen, wenn man jeden aufnimmt. Man gelobte zwar Besserung, aber dass es hier nicht um die Partner ging, sollte spätestens zu dem Zeitpunkt klar gewesen sein.

Simon will aus seinem Vertrag heraus und das mit einem Knall

In seinem Video berichtet er über einen schon länger anhaltenden Rechtsstreit mit seinem Netzwerk. Darüber, dass Verträge von Seiten des Netzwerks nicht eingehalten wurden. In einem veröffentlichten Ausschnitt aus einem internen Mediakraft-Forum auf Facebook redete man Tacheles. Ausstehende Beträge in fünfstelliger Höhe und eine ominöse Strafanzeige stehen im Raum. Ein Statement gibt es dazu jedoch nicht. Gleichzeitig wird klar – der Ton ist angespannt und die Nerven liegen bei allen Beteiligten blank.

Simon spricht in seinem Video davon, dass man versucht habe ihn unter Druck zu setzen. Man wolle ihn in die Privatinsolvenz treiben. Wie genau sagt er zwar nicht, aber allein der Begriff dürfte bei einem jungen Menschen den kalten Angstschweiß auf den Rücken treiben.

Mit Drohungen ist das so eine Sache – entweder man gibt ihnen nach und hält die Klappe – und das haben bisher alle gemacht, die in einer ähnlich-unglücklichen Situation waren – oder man macht sich nicht erpressbar und legt ohne Rücksicht auf Verluste alle Karten auf den Tisch.

Simon hat letzteres gemacht und damit zwei Kanäle geopfert, um seine Geschichte publik zu machen. Mit den Kanälen 30 Millionen Views im Monat, die ihm als Werbefläche verloren gehen. Laut des internen Facebook-Auszugs ist das immerhin eine fünfstellige Summe im Monat.

Die Verhandlungen scheinen sich zu ziehen und so spielt er die einzige Karte, die er gegen sein Netzwerk in der Hand hat – seine Reichweite. Das Netzwerk hält sich bei den Kanälen oft lieber im Hintergrund und tritt nur so weit in Erscheinung wie es nötig ist. Die Authentizität der YouTuber soll nicht durch einen Vermarkter gestört werden. Und genau das ist Mediakrafts Schwachstelle, denn die Sympathien der Fans, die man gesammelt hat, sind beim YouTuber, der täglich sein Gesicht in die Kamera hält und nicht bei den Büromenschen, die im Hintergrund arbeiten – oder laut Simon eben nicht. Und so muss sich Mediakraft seit Tagen einen Shitstorm antun, der nicht nur auf YouTube und in den Netzwerken ´wütet, sondern auch in anerkannten Nachrichtenmedien auftaucht.

Kinder gegen das Major-Label

Und dieser Shitstorm wird nicht etwa von Medienleuten befeuert – diese haben sich kaum bis gar nicht mit YouTube befasst und erkennen den Wert jetzt erst langsam. Nein – befeuert wird er von der werberelevanten Zielgruppe zwischen 9 und 16. Auf welcher Höhe dieser Shitstorm stattfindet, ist vorstellbar.

Diese Zielguppe ist unkritisch, impulsiv und lässt sich leicht begeistern. Eine Zielgruppe die man gern auf seiner Seite hat, wenn man Vermarkter ist – eine Zielgruppe die Mediakraft nun aber gegen sich hat und die sie nicht verlieren dürfen, denn genau auf ihnen baut das Geschäftskonzept aller Kanäle auf. Während diverse Profile des Netzwerks und der Mitarbeiter nun mit Fäkalkommentaren, Drohungen und Beleidigungen gespammt werden, versucht Simon in einem Video auf seinem Facebook-Profil zu deeskalieren, aber das dürfte schwierig werden, denn diese Kinder und Teenager fühlen sich im Recht und man will ihnen gefühlt das wegnehmen, was ihnen sehr wichtig ist.

Endlich vs. Mach dass es vorbei geht

Die Unzufriedenheit gegenüber Mediakraft brodelte schon seit Monaten in der Community. Untereinander unterhielt man sich darüber, was passierte. Viele – auch bekannte YouTuber wie MrTrashpack reden davon, dass dort einiges falsch läuft, aber keiner wird konkret.

Es brauchte einen Stein, der die Geschichte zum Rollen bringt. Jemanden dessen Wut größer ist als seine Angst und derjenige ist nun gefunden und er bringt so viele Fans mit, dass sich Mediakraft diesmal nicht mehr herausreden kann.

Große YouTuber loben Simon für seinen Schritt. Allen voran Gronkh, dessen Stand zu dem Netzwerk am harmlosesten mit “Unterkühlt” beschrieben werden kann. In seinen Videos nahm er zu dem Thema oft kein Blatt vor den Mund.

Simon wusste mit seinem Video, dass er etwas lostreten würde, aber was genau, war ihm sicherlich nicht wirklich klar, bis es passierte. In seinem Podcast deutete er an, dass alle mal etwas runterfahren sollten und dass es etwas viel wird. Die Anspannung der letzten Wochen und Tage dürften auch ihm in den Knochen stecken. Was nun mit Mediakraft, Simon und seinen Kanälen passiert, werden die nächsten Tage zeigen.

Der Plan B steht mit dem neuen Kanal “Unge” schon. Ein Kanal, der laut seinen Aussagen nicht ihm, sondern einem Nicht-Mediakraft-Mitglied gehört, denn rechtlich darf er keinen neuen Kanal erstellen, ohne nicht Mediakraft zumindest die Erstoption auf den Content zu bieten.

Mediakraft wäre gut beraten, Simon aus seinem Vertrag zu entlassen, ihm seine Kanäle zu überstellen und die Sache möglichst schnell zu klären. Je länger der Streit öffentlich ausgetragen wird, desto größer ist der Schaden für den Ruf des Netzwerks. Auf der anderen Seite wäre Simon dann aber nicht der einzige, der aus seinem Vertrag raus will. Einige Mitglieder sitzen gegen Ende nur noch enttäuscht ihre Zeit ab und hoffen dann wieder auf eigenen Beinen zu stehen.

 #Freiheit betrifft nicht Simon, sondern eine ganze Generation

Wer denkt, es gehe bei #Freiheit um die Befindlichkeiten eines verwöhnten Jungen, der nicht genug bekommt, der hat die letzten Jahre unter einem Stein gelebt. Denn würde er nicht genug bekommen können, dann würde er bei Mediakraft bleiben und sich mit ihnen bestens verstehen.

Hier geht es um eine ganze Generation. Eine Generation, die man heutzutage sogar kaum mehr versteht, wenn man die 20 überschritten hat. Hier geht es um greifbare Idole, Ideale und der Tatsache, dass das Netz und ein YouTuber die wohl mächtigsten Signalverstärker der kommenden Online-Generation sind.

Man kann das Thema also humoristisch abwertend betrachten. Man kann sich aber auch Gedanken machen, was das über die eigene Medienkompetenz aussagt. Man kann aber vor allem in dieser Situation sehen, dass die Internetmedien mit den gleichen Problemen und Sorgen zu kämpfen haben, wie klassische Berufszweige. Nur da werden sie anerkannt.

YouTube unterscheidet sich damit mittlerweile kaum mehr von der restlichen Medienbranche, wo der Schein nach außen immer sauberer ist, als die Tatsachen hinter den Kulissen.

Mut für andere

Ich hoffe, dass sich durch Simons Video andere beflügelt fühlen, nicht nur selbst auszupacken, sondern sich auch den Schritt zu trauen, laut zu werden. Es ist wie das Bild mit einem Fischschwarm, der immer noch stärker ist als der einzelne Fisch im Wasser. Warten wir ab, wie viel Freiheit für deutsche YouTuber vorgesehen ist.

Titelbild: Rupert Ganzer  Some rights reserved

TeamSpeak 3 15.10.2014 132004.bmp

FIREFALL: Das Sci-Fi-MMO im Endzeitszenario

Ab wann lohnt es sich, zu einem Spiel eine Review zu verfassen? Manchmal hat man nach einer Stunde schon alles gesehen, manchmal braucht es 10. Seit August habe ich in Firefall nun 236 Stunden gespielt und denke, dass ich mich über das Free To Play MMO äußern kann. Mit nun über 200 Stunden löst Firefall Borderlands 2 in meiner Steam Bibliothek als meistgespieltes Spiel ab. Der Free To Play Shooter ist dabei kein sonderlich neues Spiel, sondern bereits in vielen Alpha- und Beta-Phasen seit 2011 spielbar. In die finale Version kam der Shooter allerdings erst in diesem August.

“Vor 60 Jahren hat der Firefall alles verändert.” Mit diesen Worten beginnt das Intro des Spiels. Asteroiden stürzten auf die Erde und verwüsteten fast alles. In den Asteroiden fanden die verbleibenden Menschen aber das Crystite. Von ihm ging eine ungekannte Energie aus und mit diesen Kristallen konnten sie ihre Städte wieder aufbauen. Aber sie wollten mehr davon und fanden auf einem entfernten Planeten die Quelle des Crystite.

Mit einem riesigen Raumschiff, dem Archlight, wollte man auf diesen Planeten, um das Crystite zu farmen. Doch das riesige Raumschiff stürzte ab und verstrahlte die Welt mit dem Melding. Im Melding kann man nicht überleben und in der nähe des Meldings verändert man sich. Die Tier- und Pflanzenwelt mutiert und Menschen werden aggressiver. Das Melding kann durch die SIN-Tower zurückgedrängt werden, aber die Städte sind voneinander abgeschnitten. Wer sich außerhalb der SIN-Tower bewegt, stirbt.

TiiaAurora~Oct-15-2014~Diamond Head~1~p3

Bitte nicht am Melding schnüffeln

Die Armee der Welt – die “Accord” – sind absolut überfordert mit der Situation. Deswegen werden Die Ares-Piloten angeheuert. Dabei handelt es sich um spezialisierte Söldner-Truppen, die Aufgaben erledigen. Erst kleine Handlanger-Jobs und später auch Aufgaben im Namen der Accord. Die Söldner, das sind wir. Wir sind Ares 3-5.

Wir starten in Copacabana und die Endzeit-Stimmung wird hier irgendwie noch nicht so deutlich. Stattdessen finden wir uns in einem kleinen Touristen-Dörfchen wieder. Es gibt Bars, es gibt Musik und es gibt immer noch Touristen. In Copacabana hat man keine größeren Probleme. Ich meine, was gibt es Schöneres als zum Ende der Welt in einem Urlaubsgebiet festzustecken? Wir erledigen also zu Beginn einige kleinere Aufgaben, retten verloren gegangene Familienmitglieder, sammeln Essen für die Bevölkerung und holen Medikamente von bösen Banditen zurück.

TiiaAurora~Aug-28-2014~Diamond Head~1~p4

Devils Tusk

Je weiter das Spiel jedoch voranschreitet, desto düsterer wird die Landschaft. In Devils Tusk – dem letzten Gebiet – angekommen finden wir zwar auch Urwälder, aber gleichzeitig eine mit Lavaseen durchzogene Wüste, in der nichts mehr wächst. Darin feuerspuckende mutierte Tiere und Chosen-Deathsquads. Chosen sind eine Alienrasse die die Welt seit dem Absturz des Archlights immer wieder überfallen – als hätte die Welt mit dem Melding nicht schon genug Sorgen.

Für uns als Söldner ist das aber gut, denn so haben wir immer genug zu tun, und es kommt keine Langeweile auf. Eine Chosen-Bombe entschärfen? Kein Problem. Chosen-Vorräte mopsen? Auch das machen wir mit links – sofern wir den passenden Battleframe haben.

TiiaAurora~Oct-15-2014~Diamond Head~1~p4

Die verschiedenen Battleframes

In Firefall gibt es keine klassischen Rassen, wie in anderen MMOs. Wir haben hier Battleframes – das sind spezielle Kampfanzüge. Diese können wir aufleveln. Es gibt aber dann doch wieder klassische Kampfklassen. Ich habe mich in meinen vielen Stunden Firefall sowohl in der Biotech-Schiene (also Heiler, Giftangriffe) und in der Engineer-Schiene (Bastion, Elektron) aufgehalten und mir machen beide Bereiche sehr viel Spaß. Nach einiger Zeit hat man kein Problem damit, das Leveln innerhalb des Spieles so zu optimieren, dass man keine Storyquests machen muss, denn die sind – zugegebenermaßen sehr MMO-lastig: “Sammle Item von Person. Person ist schon tot. Bringe Item zu anderer Person. Gehe zu dritter Person um zu sagen, dass Person tot ist. Kehre zu Auftraggeber zurück, um Auftrag abzuschließen.” Nicht wirklich einfallsreich und kreativ. Aber man kann genau diesen Dingen aus dem Weg gehen indem man nur die Spontanevents auf der Karte erledigt.

TiiaAurora~Aug-28-2014~Diamond Head~1~p1

Der Urwald Brasiliens sieht nur friedlich aus

Wenn mich jemand fragen würde “Was ist eigentlich Firefall für ein Spiel?” dann würde ich sagen “Es ist das uneheliche Kind von Halo und Borderlands ohne Story und ohne schrullige Charaktere.” und ich denke, das fasst es gut zusammen. Die Story ist unglaublich flach. So flach, dass ich sie kaum als vorhanden empfinde. Das muss bei einem MMO nicht sein, aber in diesem Fall ist es nicht so schlimm, denn der Spielfluss ist so spaßig, dass ich auch ohne Story sehr gern durch die Landschaft laufe. Man will nicht immer einen Epos bekommen, sondern manchmal einfach nur Sachen kaputtschießen. Dafür eignet sich Firefall bestens.

TiiaAurora~Aug-28-2014~Diamond Head~1~p7

Hier leben nur Monster

Eine weitere Sache, die mir positiv aufgefallen ist; Firefall hat eine unglaublich freundliche Community. Spontane Random-Raids oder das Helfen fremder Spieler in Quests funktioniert richtig gut. Man postet einfach seine Koordinaten im Chat und sagt, dass man Hilfe braucht und schon stehen mindestens fünf andere Spieler da und machen mit. Genauso kann man noch so weit irgendwo halbtot in der Pampa liegen, irgendjemand dreht immer um, damit er dich wiederbeleben kann.

In die PVP-Karte habe ich noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt, denn hier sind größtenteils Sniper-Squads unterwegs und gegen die habe ich mit meinen Klassen kaum eine Chance. Zumal es auch einen Unterschied macht, ob man auf vorhersehbare KI ballert oder auf wild umherhüpfende PVP-Profis. Vielleicht schaue ich mir die PVP-Karte irgendwann einmal genauer an, aber derzeit ist sie eher frustrierend als dass sie Spaß macht.

TiiaAurora~Aug-26-2014~Epicenter Melding Tornado Pocket~1~p1

Tod im Meldingtornado

Nach über 200 Stunden, einigen Battleframes, die das Endlevel erreicht haben und vielen lustigen Abenden mit Freunden, kann ich sagen, dass Firefall vielleicht nicht die fesselndste Geschichte hat, dass es aber gut dazu geeignet ist, tolle Stunden mit der Zockergruppe zu verbringen. Gleichzeitig merkt man, dass die Entwickler sich immer wieder neue Events einfallen lassen, um die Spieler bei Laune zu halten. Da wäre zum Beispiel die Chosen Invasion zu erwähnen, bei der man drei Wochenenden hintereinander sogar gegen die Entwickler spielen konnte. Entwickler reagieren sogar auf YouTube-Videos und kommentieren bei ihren Spielern. So viel Nähe zu der Community ist man bei MMOs auch nicht gewohnt und ich bereue es nicht, dass ich so viele Stunden in das Spiel gesteckt haben und ich bereue auch nicht, dass ich ein wenig Geld in das Free To Play Spiel steckte.

dracula-untold-masthead-tsr-1-sht_1280x714

DRACULA UNTOLD – Ein Vampir und das halbe GoT-Cast

Was Vampirfilme betrifft, mussten wir in den letzten 20 Jahren einiges ertragen. Das meiste davon war wirklich grauenhaft, furchtbar. Nur wenige Filme schafften es, das Vampirgenre zu bereichern. Dementsprechend ging ich mit sehr gemischten Gefühlen in den Film Dracula Untold, denn jeder neue Dracula-Film hat Francis Ford Coppolas Dracula zur Konkurrenz und damit ist die Messlatte schon sehr hoch gesteckt. 

Vorab – die Macher von Dracula Untold sind wirklich auch Fans des Films und dementsprechend orientierten sie sich auch etwas an dieser Verfilmung. Allerdings nicht so stark wie man es befürchten könnte. Dracula Untold ist weder ein Abklatsch der Bram Stoker Verfilmung noch ein schleimiger Vampirfilm, sondern versucht auf der Originalgeschichte des Grafen Vlad aufbauend eine historische Vampirgeschichte zu erzählen, in der der Vampir wieder ein widerwilliges Monster ist, kein Jüngling, der Schulmädchen um den Finger wickelt. Allein dafür bekommt er schon einmal einen Extrapunkt.

Historisch aufgebaut – kein verführerischer Jüngling

Vlad III – auch unter dem Namen Vlad “Sohn des Drachens” bekannt, legte nach den Kriegen, die er als Kind und junger Mann für die Türkei führen musste, die Waffen nieder und führt mit Frau und Sohn ein ruhiges Leben als Fürst. In den Kriegen für die Türkei bekam er den Namen “Vlad der Pfähler”, denn niemand mordete so grausam Feinde, wie Unschuldige. Eine Zeit an die er ungern zurückerinnert werden will.

Nun ist sein Sohn im gleichen Alter, wie er damals war, als er für die Türken in den Krieg musste und promt steht der Sultan vor der Tür und will für seine Armee 1000 Kinder haben, die für ihn kämpfen, da Kinder, wenn sie von Anfang an das Töten lernen, keine Fragen stellen und somit besser für den Krieg geeignet seien.

dracula-untold-5

Krieg um ein Kind

Seiner Frau hatte er beim Hochzeitsschwur versprochen, dass es nie zu dieser Situation kommen würde. Und nun stand er da – abwägend ob ein Verstoß gegen den Hochzeitsschwur oder der Krieg gegen die Türken das kleinere Übel sei. Es kommt zum Krieg gegen die Türken die eine sehr viel größere Armee haben, als Vlad Untergebene hat. Es gibt nur eine Chance für ihn, den Krieg gewinnen zu können – Er muss ins Reißzahngebirge und das dort lebende Monster um Hilfe bitten. Einen Vampir.

Mehr will ich nun auch gar nicht von der Geschichte verraten, sonst schreit noch jemand “Spoiler!”.

Aufgrund der Geschichte, die ich kurz angerissen habe, ergibt sich hier die Situation des ehemaligen Kriegers Vlad, der nun sorgender Familienvater und Ehemann ist und nichts anderes tun will, als seine Familie zu beschützen. Sein Gegner – und ehemaliger Mitstreiter kennt seine Schwächen und nutzt diese schamlos aus.

Effekte fürs 3D – Nicht 3D für die Effekte

Wie bei allen Filmen, die auch in 3D produziert werden (ich hab ihn in 2D gesehen), beginnt der Film mit bildgewaltigen Szenen, die den “Wow-Effekt” auslösen sollen. Später lassen diese übertriebenen perspektivischen Szenen etwas nach. Der Film ist sehr düster gehalten, da die meiste Handlung aufgrund der Vampir-Sache meist nachts abspielt. Hin und wieder kommen ein paar Jumpscare-Momente, aber das war es dann auch. Ich bin eine Person, die Jumpscares in Filmen, die eigentlich eher stimmungvoll sein sollten, für schädlich hält – vor allem wenn man ganz genau weiß, dass ein Jumpscare folgen wird. Das sollte eher dem Horror-Genre vorbehalten sein.  Das ist wie, als würde jemand während eines romantischen Rendezvous über seine Steuererklärung sprechen. Geht nicht.

Die Spezialeffekte im Film habe ich als passend eingesetzt empfunden. Der Film ist sehr actionlastig und gewaltig, weswegen auch die Effekte nicht unbedingt dezent waren – aber sie passten zum Setting.

dracula-untold-masthead-tsr-1-sht_1280x714

Bildgewaltig und düster

60% der Szenen wurden in Nordirland gedreht, einiges mit Greenscreen. Laut der Hauptdarstellerin Sarah Gadon, waren dies aber nicht wirklich viele Szenen. Man sei also wirklich viel im Wald gewesen und habe auf Bergen gestanden. Die Stimmung war an vielen Drehorten und damit auch im Film authentisch.

Den Hauptdarsteller Luke Evans könnte man schon in dem ein oder anderen Film gesehen haben. Der aus Wales stammende Schauspieler hat unter anderem in “Der Hobbit” als Bard the Bowman gespielt, Bei den drei Musketieren spielte er den Aramis und in Fast & Furious 6 übernahm er die Rolle des Shaw. Er steht derzeit im Gespräch demnächst Eric Draven in einem The Crow Remake zu spielen.

Sarah Gadon dagegen ist ein relativ neues und unverbrauchtes Gesicht in der Filmwelt. Zwar hat sie in einigen Serien und Filmen mitgewirkt (ich kannte sie aus Being Erica), aber ihr steht sicherlich noch eine große Karriere bevor.

Dracula

Aber wie hat mir der Film gefallen?

An Bram Stokers Dracula kommt er in keinem Fall heran – so viel ist sicher. Aber er ist auch keine Schande für das Vampir-Genre.  Ich vermisse die Tiefe der Charaktäre außerhalb der Dreiergespanns Vlad, Mirena und Mehmets. Wenn Darsteller sterben und der Hauptcharakter überemotional reagiert, hat man als Zuschauer im Film selbst nicht einmal seinen Namen mitbekommen, kann diese Überemotionalität nur erahnen aber keinesfalls mitfühlen. Das macht es auch schwer, einige Handlungsweisen von Vlad nachzuvollziehen.

Zum anderen empfand ich es als etwas seltsam, wieso Vlad nach dem Erlangen seiner Kräfte wusste, wie er sie einsetzen konnte. Entdeckte er die Vorzüge zuerst nur stückchenweise, wurde er im Verlauf der Story zu einer Art Übervampir ohne dass man diese Entwicklung hätte nachvollziehen können.

Das sind aber auch eigentlich schon die einzigen Kritikpunkte, die mir einfallen würden. Die Wahl der Schauspieler hat mir ganz gut gefallen. Luke Evans ist charismatisch genug, einen Dracula zu spielen und Sarah Gadon verkörpert die angebetete Ehefrau des Fürsten auch in Perfektion.   Drei Schauspieler aus Game Of Thrones hat man für wichtige Rollen ebenfalls abgeknapst. Zum einen Art Parkinson, der den Sohn des Grafen verkörpert und Charles Dance, als das Monster vom Klauenberg – dem Vampir zum anderen Paul Kaye als Mönch.

Mit etwas mehr Tiefe bei den Charakteren und einem etwas weniger löchrigen Entwicklung wäre der Film sehr stark gewesen. Jetzt ist er gut, aber merklich eher auf Action als auf Geschichtstiefe ausgelegt.  Man kann ihn sich gut im Kino ansehen – Man ärgert sich nachher sicher nicht darüber, aber einen absoluten Blockbuster, der einen erst einmal sprachlos macht, wird man hier nicht bekommen.

Twitch-Logo-720 (1)

Gewalt gegen Frau vor laufendem Twitch-Stream – Mitarbeiter schaut zu

Twitch ist ein toller Dienst. Ich nutze ihn selbst regelmäßig und liebe den direkten Kontakt mit meinen Abonnenten und Zuschauern. Es ist kaum einfacher mit Menschen zu kommunizieren, während man spielt. Aber jeder tolle Dienst hat auch seine Schattenseiten. Erst recht dann, wenn Dinge passieren, die nicht passieren sollten. Vor laufender Kamera wird eine Frau immer wieder gewaltsam vor die Webcam gezerrt. Später angeschrien mit “Du kommst hier nicht raus, du bist in dem Haus eines Verrückten.” Wer diese Szenen sieht, bekommt eine Gänsehaut, denn sie sehen aus als entstammen sie einem schlechten Film. Doch leider sind sie real. 

TeamSpeak 3 28.09.2014 035337.bmp

Der Streamer zerrt sie vor die Kamera, obwohl sie sich wehrt

Der Streamer Cro_ hat fast 70.000 Abonnenten. Black-Outs nach Stream-Nächten passieren ihm wohl häufiger, schaut man durch seinen Twitter-Stream, so ist er gespickt mit “What Happened last night” Bildern.

Seine Fans feiern ihn dafür. Vermutlich ist es weniger die Bewunderung für sein spielerisches Können, denn eigentlich öffnet er nur CS:GO Weapon Cases. Und die kosten richtig Geld. Vielmehr ist es die Schaulust, wie ein durchgedrehter Typ tausende von Dollar in ein Spiel steckt, das er nicht mal spielt.  Allein im Stream von Samstag (27. -28. September) kaufte er virtuelle Waffenkisten für fast 1000 Dollar. Grund: Er wollte seiner “Freundin” eine bestimmte Waffe besorgen. Seine Freundin – laut Chatteilnehmer angeblich eine Prostituierte, die er sich für den Abend bestellt hat, stand meist außerhalb einer der beiden Webcams neben dem Computer. Die zweite Webcam zeigte sie aber fast immer im Bild.

TeamSpeak 3 28.09.2014 043933.bmp

Immer wieder zwingt er sie, die Kisten für ihn zu öffnen…

Während er Kisten öffnete und immer aggressiver wurde, weil die Waffe, die er gern haben wollte, nicht auftauchte und er stattdessen eher minderwertige Exemplare zog, zerrte er die Frau immer wieder vor die Kamera, obwohl sie sich wehrte. Er zog an ihrem Arm, damit sie die Kisten am Rechner auspackt.

TeamSpeak 3 28.09.2014 043014.bmp

…und beschimpft sie, wenn das falsche Item erscheint.

Irgendwann, als er zu weit ging, ohrfeigte sie ihn, was bei ihm zu schallendem Gelächter führte.

TeamSpeak 3 28.09.2014 035329.bmp

“Ich will schlafen”, sagt sie ihm mit zittriger Stimme. “Dann schlaf auf dem verdammten Boden” antwortet er

Der Stream ging über eine Stunde. In der Zeit war auch ein Twitch-Mitarbeiter im Chat anwesend und reagierte nicht. Obwohl mehrfach “Call the police” “Twitch ban this channel” oder “Someone rescue the woman” im Chat auftauchte – keine Reaktion.

TeamSpeak 3 28.09.2014 034746.bmp

Während des ganzen Streams war auch ein Mitarbeiter anwesend.

TeamSpeak 3 28.09.2014 034910.bmp

Dieser wird laut seines eigenen Channels aber von Cro_ finanziell unterstützt.

Auf dem Twitch-Channel des Mitarbeiters ist unter anderem vermerkt, dass Cro_ zu seinem Top-Donator gehört. Cro_ ihm also Geld zugesandt hat. Im Vergleich zu seinen Ausgaben sind 55$ nicht viel, aber genug um zu zeigen, dass da vermutlich eine freundschaftliche Verbindung besteht. Wurde deswegen über eine Stunde lang nicht eingegriffen?

TeamSpeak 3 28.09.2014 044201.bmp

Während er schreiend durchdreht, springt sie erschrocken weg.

Welche Substanzen für diesen Ausfall verantwortlich waren, weiß man nicht. Sollte dieser Stream aber für ihn keine Konsequenzen haben, ist der Imageverlust für Twitch kaum einzuschätzen. Durch solche Aktionen könnte sich der Kauf des Streaming-Dienstes für Amazon als sehr faules Ei entpuppen. Will man sowas unterstützen?  Jetzt bleibt abzuwarten, wie Twitch auf diesen Vorfall reagiert.

only-lovers-left-alive03-1150x550

Only Lovers Left Alive – Vampire in Zeitlupe und ein “War Doctor”

Viele Filme sehe ich erst gar nicht wenn sie herausgekommen sind, weil ich meist später von ihnen erfahre. Wenn sie dann auch keinen großen Hype erfahren haben, kann es sogar viel später sein. Only Lovers Left Alone erschien im letzten Jahr und ist dieses Jahr bereits auf Netflix verfügbar und dementsprechend kam ich nun auch dazu, den Film mit Tom Hiddleston und Tilda Swinton zu sehen. In einer herausragenden Nebenrolle befand sich unter anderem auch der “War Doctor” John Hurt. 

Vorab – vergesst einfach alles, was ihr über Vampirfilme gelernt habt. Vergesst wirklich alles (es sei denn ihr habt “Die Weisheit der Krokodile” gesehen. Das braucht ihr nicht vergessen.), denn Only Lovers Left Alive ist kein klassischer Vampirfilm mit Gruselfaktor, anziehenden Frauenverführern und dämonischen Höllenweibern. Only Lovers Left Alive ist im Grunde die Geschichte zweier Vampire die bereits seit Jahrhunderten zusammen sind und sich nicht mehr viel mit Menschen beschäftigen möchten. Während Adam (Tom Hiddleston) zurückgezogen in seiner Retro-Welt lebt, alte Instrumente sammelt und sich an die Zeit mit Lord Byron und Mary Shelley zurückerinnert, lebt Eve (Tilda Swinton) im hier und jetzt – auch wenn sie von der westlichen Welt Abstand genommen hat und in Marokko residiert.

only-lovers-left-alive-16

Beide führen eine funktionierende Fernbeziehung, doch Adam wird immer depressiver. Je mehr er sich mit Menschen – er nennt sie Zombies – beschäftigen muss, desto größer wird sein Hass auf die Welt und die Menschheit. Seines Erachtens haben die Menschen alles mit Füßen getreten, was sie weiter gebracht hätte. Sie seien einfach hirnlose Zombies, die nicht wissen was gut für sie ist.

Eve ist nicht ganz so negativ. Sie umarmt die modernen Errungenschaften der Welt und zieht Adam mit seiner Retroleidenschaft hier und da sogar ein bisschen auf.

a_4x-horizontal

Als sie in einem Gespräch bemerkt, dass er depressiver als sonst ist, macht sie sich auf die lange Reise ins halb verlassene Detroit, wo Adam zurückgezogen lebt und seine depressive Musik macht. Von ihrem Freund und Mitvampir Christopher Marlowe wird sie noch gewarnt, dass er einen schlimmen Traum hatte, dass ihre Schwester Ava zurückkehren wird und dass er Angst um sie habe. Auch wenn Eve ihn zu beruhigen versucht, Ava taucht wirklich auf und bringt das Leben der beiden entschleunigten Liebenden gehörig durcheinander.

Eindrücke aus dem Film

Der Film ist in seiner Erzählweise sehr langsam. Die Macher haben sich eher an effektvollen Szenenbildern festgehalten, als die Erzählgeschwindigkeit voranzutreiben. Eigentlich passiert in dem Film nämlich nicht besonders viel. Jedoch wird durch die langsame Erzählgeschwindigkeit, die zudem durch zahlreiche depressive Musikeinlagen und Zeitlupenaufnahmen verstärkt wird, eine sehr bedrückende Stimmung aufgebaut. Auch wenn beide Vampire in einer gewissen Weise außerordentlich schön wirken, ist an ihnen nichts Anziehendes. Sie wirken interessant in ihrer menschlichen Ferne und dem gegenüber steht ihre ganze menschliche Verletzlichkeit, Depressionen, Selbsthass aber auch Liebe und Freude.

thumb

 Yay oder Nej?

Wie soll man einen Film wie diesen einschätzen? Für wen ist er geeignet. Wer einen spannenden und unterhaltsamen Filmeabend haben will, sollte diesen Film von seiner Liste streichen, denn er wird die Stimmung schon in den ersten 10 Minuten herunterziehen. Wer aber in der Stimmung ist, sich in einen Film hineinsaugen zu lassen, der vornehmlich Emotionen und Bilder statt einer Story vermittelt – so wie es instrumentale Musik – nur eben für die Augen – macht, der sollte sich für Only Lovers Left Alive die Zeit und vor allem die Ruhe nehmen.

Mir persönlich lief er ein wenig zu langsam und ich hätte gern noch mehr Erzähldichte gehabt. Dennoch habe ich den Film von der ersten bis zur letzten Minute genossen.

2014-07-20_14.55.32

Microsoft kauft Minecraft – “It’s not about the money. It’s about my sanity.”

Schaut man sich Dokumentationen und “Homestorys” mit Notch und Mojang an, könnte man denken, dass er den geilsten Job der Welt hat, mit dem man vermutlich gern alt werden würde. Aber um ein Milliarden-Unternehmen zu führen, braucht es einen bestimmten Charakter und viel dickes Fell. Notch wollte raus da und das hatte Konsequenzen. 

Die Gerüchte dazu gab es schon einige Tage lang. Gestern dann die Bestätigung. Microsoft kauft Mojang und damit auch Minecraft für 2,5 Milliarden US-Dollar.

Die Meldung wurde in der Community mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen. Zuerst war die Ablehnung vorherrschend. Notch wurde als geldgeil betitelt, als Verräter und viele sahen den Tod von Minecraft voraus.

Notch möchte ein ruhiges Leben

Nach einer Stellungnahme von Notch selbst – die sein Blog zeitweise zusammenbrechen ließ – erklärte er sich. Er selbst habe sich nie als Spieleentwickler gesehen, sondern habe das alles nur aus Spaß gemacht. Er habe in den letzten Monaten selbst nur noch im Büro gesessen und herumexperimentiert, während andere wirklich gearbeitet haben. Die Leitung von Minecraft hatte sowieso schon länger Jeb und nicht mehr Notch selbst.  Für ihn ist der Verkauf und das Verlassen der Firma ein Neuanfang. Die Verantwortung abgeben und wieder leben.

Schon in der Reportage über Minecraft konnte man sehen, dass Notch eher introvertiert ist und mit der Aufmerksamkeit, die seine Person erregt, kaum umgehen kann. Er ist zu einer Ikone der Indie-Spielebewegung emporgestiegen und er fühlte sich in dieser Rolle nicht sonderlich wohl.

Unklare Zukunft

Sich komplett aus der Branche zurückzuziehen und wieder in den Hintergrund zu verschwinden ist in meinen Augen das Beste, das er für sich und seine Gesundheit tun kann. Finanziell sollte er ausgesorgt haben und kann sich nun ein ruhiges Leben fernab irgendwelcher Verpflichtungen machen. Dazu kann er weiter herumexperimentieren und Programmieren wie er lustig ist.

Wie es jetzt mit Minecraft und den anderen Mojang-Projekten weitergeht, bleibt abzuwarten. Trotz allem bleibt nur eine Sache zu sagen.

Danke Notch und danke Mojang.

11.09.14_04-51-2

Die Sims 4 – Lasst uns mal ganz unaufgeregt sprechen

Im Vorfeld zur Veröffentlichung von Sims 4 wurde ja schon gepoltert und sich geärgert, wie fürchterlich doch dieser Teil sein müsste. Wie wenig er an die vorherigen Teile anknüpfen würde und es wurde bereits das 890574320ste Mal EA für tot erklärt. Aber wie würde ich das Spiel nun nach gut 20 Stunden Spielzeit bewerten? Eine etwas unaufgeregtere Sichtweise. 

Ich gehe nicht mit einem romantisch – verklärten Blick an die Sims. Ich habe jeden Teil für den PC gespielt und habe mich sogar einige Stunden durch die Playstation 2 Version gequält. Ich erinnere mich an Bugs, Ladezeiten, bei denen man sich schnell noch einen Kaffee kochen konnte und viele Spielabstürze und verlorene Spielstände. Mit jedem Add-On verschlimmerte sich dies und wer jetzt die kostenlose Sims 2 Version inklusive aller Add Ons von Origins geschenkt bekommen hat,  steht einem kaputten und langsamen Spiel gegenüber, das zur heutigen Zeit verrissen werden würde.

Sims 4 hingegen läuft. Ich entdecke zwar dennoch ab und an ein paar Ungereimtheiten, Feinheiten, die ausgebügelt werden müssten – aber im Großen und Ganzen ist die Performance viel besser als bei den Vorgängern.

11.09.14_04-52-3

EA or not EA that is not the question

Ich bin keine EA-Haterin oder -Fangirl. Ich denke man muss die Spiele fernab einer Firmenpolitik betrachten können. EA hat einige gute Titel und einige nicht so gute. Aber um ein Spiel zu bewerten, sollte man schon auf das Spiel schauen und nicht auf den, der das Spiel herausgebracht hat.

Die Erstellung

Die Erstellung des Sims wirkt weniger komplex als bei den Vorgängern. Vermutlich weil die Fülle an Schiebereglern fehlt und man stattdessen an den Sims selbst herumzieht und zerrt. Die Idee dahinter habe ich begriffen. Nur irgendwie fehlen mir die Regler von Zeit zu Zeit schon, denn das Rumgezerre ist perspektivisch abhängig und ich empfinde es nicht ganz so intuitiv, wie es vermutlich gedacht war.

Die Auswahl der Kleidung empfinde ich als etwas knapp. Nicht wegen der Menge an sich, sondern wegen der vorhandenen Auswahl. Während in den anderen Teilen die Kleidung für die typischsten Subkulturen vorhanden waren, findet man diese jetzt kaum wieder. Stattdessen gibts eine Reihe aktueller Mode und lustige “Funklamotten”, die im Alltag vermutlich doch eher ungeeignet sind.

07.09.14_19-09

Genauso sieht es mit den Frisuren aus. Da man selbst nicht dran herumwerkeln kann, sind die Frisuren an sich etwas knapp bemessen – Besonders ungünstig – für Männer gibt es exakt eine Langhaarfrisur. Mehrere Charaktere mit der gleichen Frisur sehen zwangsläufig wie Zwillinge aus.  Hier hätte ich mir schon im Basis-Spiel eine bessere Auswahl gewünscht.

Ich vermute sehr viel wird man nachmodden können – den entsprechenden Punkt habe ich im Menü schon gefunden. Man muss den Moddern aber auch noch die Zeit geben, sich einzuarbeiten und Inhalte zu erstellen.

11.09.14_04-52

Große Emotionen

Die Emotionen sind es aber, die Sims 4 von Sims 3 und den Vorgängern unterscheidet. Zwar konnten sich die Sims schon immer gut und schlecht fühlen, aber das war eher in den Abstufungen eines Schadensmodells eines Autorennspiels. Jetzt können die Sims verschiedene Gefühlsregungen haben und danach dann Dinge besser oder schlechter verrichten.

Ziel ist es – so banal es klingt – die Gefühle der Sims so zu manipulieren, dass sie das, was sie erledigen sollen, schneller schaffen. Inspirierte Sims können zum Beispiel schneller kreative Arbeiten erledigen, während kokette Sims besser flirten und verspielte Sims soziale Kontakte spielend leicht aufbauen können. Man kann seinen Sims durch die Charaktererstellung aber auch gleichzeitig Neigungen zu bestimmten Gefühlsregungen geben. So sind romatische Sims, wenn sie glücklich sind, öfter kokett als andere. Musiker und Autoren fühlen sich häufiger inspiriert.

Die Manipulation der Emotionen ist aber nicht so komplex, wie man vielleicht vermuten würde. Eine nachdenkliche Dusche reicht schon, um inspiriert zu werden. Ein Schaumbad und der Sim zeigt sich als besonders verspielt. Zu beachten ist, dass gerade alltägliche und wichtige Aufgaben die Laune des Sims schnell nach unten ziehen. Von daher sollte man immer für genug Action sorgen.

07.09.14_05-10

 

Pseudo-Open World, Sammelkram

Auf die Open World vom dritten Teil hat man verzichtet – Gott sei dank. Durch die Stadt zu reisen – ohne Auto. Konnte man sich nur an einem freien Tag leisten, weil man erstmal 5 Minuten unterwegs war und dann am Ziel angekommen alle Bedürfnisse wieder auf dunkelorange vorfand. Davon abgesehen – Wenn das Spiel denn dann endlich lud, fand man sich 5 Minuten auf den Bildschirm starrend wieder, ging alte Kassenbons durch, schrieb ein paar Geburtstagskarten, prüfte das Haushaltsbuch…. bis das Spiel dann endlich einmal spielbar war. Stattdessen hat man nun eine Kombination aus frei begehbarem Stadtviertel, bereisbaren Nachbarvierteln und Nachbarhäusern. So geht man also nicht mehr zu den Nachbarn und klopft einfach, sondern man reist zum Haus nebenan und bekommt sogar angezeigt, ob diese zuhaus sind oder nicht.

Etwas, das für mich in gewisser Weise wieder sehr obsolet ist – genau wie in Sims 3 – ist das Gärtner und das Sammeln von Gegenständen und Tieren in der Welt. Zum einen  – wer hat dafür denn bitte die Zeit? Ich rekapituliere ja meist schon wenn ich meine Sims gut genährt, geduscht und halbwegs sozialkompatibel halten will. Aber offensichtlich mochten die Spieler dieses Feature im dritten Teil so gern, dass man darauf nicht verzichten konnte.

07.09.14_17-31

Sims 4 ist der Anfang

EAs Strategie, Spiele als erweiterbare Basisspiele auszuliefern, die nach und nach erweitert werden, setzt sich hier konsequent fort. Sims 4 ist kein schlechtes Spiel und macht auch ohne irgendwelche Add Ons furchtbar viel Spaß. Sims 4 ist aber auch nicht so umfangreich wie die Vorgänger und macht das nachträgliche Modden beinahe schon zur Pflicht.

Ohne die Möglichkeit zur Erweiterung des Spiels – und momentan fehlt es noch an diesen Mods – kann man eigentlich kaum ein wirklich objektives Urteil abgeben. Mein Urteil würde also eher in die Richtung “I see what you did there” fallen. Ich habe also begriffen, was EA mit Sims 4 vor hat. Ich werde aber abwarten müssen, inwiefern die Mods die Kritikpunkte, die ich oben angeführt habe, ausmerzen können.

Wenn ihr euch selbst ein Urteil zum Spiel machen möchtet, schaut doch in mein Let’s Play zu “Die Sims 4″ rein. Hier veröffentliche ich pro Tag eine neue Folge aus dem Leben meines Sims, ihrer Freunde und Nachbarn. Zuschauerkommentare und Vorschläge nehm ich sehr gern entgegen. 

TeamSpeak 3 09.09.2014 100852.bmp

Jahrelang nicht mehr als ‘ne Klickstrecke wert – Über Frauen in der Gaming-Presse

Nach meinem letzten Artikel meldeten sich viele Leute zu Wort. 99% davon Männer, die der Meinung waren, mich zurechtweisen zu müssen, wie ich als Frau eine bestimmte Situation zu werten hätte. Danke dafür – das zeigt, dass Sarkeesian nicht mit allem Unrecht hatte. Davon abgesehen fand ich mich in vielen Diskussionen wieder, die versuchten die Fragen zu beantworten, wieso Frauen in der Branche eigentlich so selten sind und wieso sie so labil sind, die Branche zu verlassen, wenn sie eine polarisierende Meinung vertreten. Das fragt ihr euch wirklich? 

Ich bin in einem reinen Frauenhaushalt groß geworden. Das bedeutet, ich habe ziemlich gute Nerven. Ich habe in der Vergangenheit in meiner “Bloggerkarriere” schon so einiges mitbekommen. Drohungen, meine Tiere zu vergiften, Drohungen, mir aufzulauern, Beleidigungen gegen mich, meine Freunde, meine Familie und gegen so ziemlich jeden der mich kennt. Ich hätte 1000 Gründe gehabt, das Ganze hier an den Nagel zu hängen, aber ich habs nicht gemacht, weil ich was zu sagen habe und das ist wichtiger als ich und meine Befindlichkeiten. Das ist vor allem wichtiger als die Alleingänge irgendwelcher asozialen Egogänger.

Gewalt, Trolling = keine Argumente

Sie wollen psychische Gewalt ausüben, weil sie keine Argumente haben. Sie wollen Menschen einschüchtern, weil sie keine Argumente haben. Für sie ist die Macht über einen anderen Menschen wichtiger als das Thema, um das es geht. Das Ganze funktioniert aber nur dann, wenn man es zulässt. Wenn ich zulasse dass jemand Macht über mich hat. Und das lasse ich nicht. Wie gesagt, ich bin in einem Frauenhaushalt groß geworden und kein Mann kann schlimmer sein, als ein kompletter Haushalt voller PMS.

Immer wenn ich eine polarisierende Meinung vertrete und diese in einem Artikel veröffentliche, bekomme ich ungefähr diese Reaktionen. Am ersten Tag gibt es eigentlich nur Zustimmung. Diese kommt meist aber nicht direkt. Ich bekomme sie als DM. als Mail und selten über soziale Netzwerke als Kommentar. Zustimmung gibt es meistens nicht öffentlich. In vielen Fällen aus Angst. 2-3 Tage später (wenn der Artikel vermutlich ausgedruckt und verteilt wurde, denn anders kann ich mir diese starke Verzögerung nicht erklären) kommen die Leute, die nicht nur den Artikel, sondern meine komplette Existenz in Frage stellen. In ihren kleinen Büros sitzend (in denen sie eigentlich arbeiten müssten), wettern sie einige Stunden darüber, wie dumm, krank oder beeinflusst ich sein muss, um diese Meinung zu vertreten, die ich vertrete. (Lustigerweise meistens Männer) Einen Tag drauf ist der Spuk wieder vorbei. Alle gehen ihrer Wege und an den Artikel erinnert sich kaum einer mehr.

Du dumme Feministin, du dumme Antifeministin, du dumme…. was warst du noch gleich?

Interessanterweise habe ich mit meinem letzten Artikel nicht nur Feministinnen vor den Kopf geschlagen, sondern gleichzeitig diejenigen, die Feminismus ablehnen. Keine Ahnung ob ich damit jetzt ein Archievement unlocked habe, aber wenn dem so ist, dann war das eines von denen, die man wirklich nur sehr selten bekommt.

Gleichzeitig habe ich noch mit Menschen geredet, die die Sache sehr ähnlich wie ich sehen – und das sind eigentlich die erfreulichsten Momente überhaupt, denn das zeigt mir, dass nicht jeder blind irgendeiner Ideologie hinterher rennt, sondern versuchen sich überall das herauszupicken, von dem sie denken, dass es sie irgendwie weiterbringt – und genauso sehe ich das.

“Wieso bist du eigentlich keine Feministin” – “Wieso nennst du dich nicht gleich Antifeministin?” sind beides Fragen, die immer wieder kommen. Ich werde mich in keine Schublade stecken, weil ich mich nicht damit wohlfühle. Ich habe bei jeder Bewegung mehr Kritikpunkte als Zustimmung. Ich will meine Meinung nicht von einer Bewegung abhängig machen. Ich bin keine Feministin, weil “Feminismus” ein Sammelbegriff für viele unterschiedliche Strömungen ist. Einige finde ich, sind eine gute Idee. Einige lehne ich sogar komplett ab. Einige haben zwar ein paar gute Ideen, versuchen diese aber für meinen Geschmack zu radikal durchzusetzen. Daher betrachte ich jede Idee und jede Lösung losgelöst von ihrer Strömung und bewerte sie danach. Das ist langfristig viel verständlicher für alle, die sich nicht in die Feminismustheorien einlesen wollen und können. Kurz: Nur weil ich Karnickel mag muss ich keinem Karnickelverein beitreten.

Frauen im Gaming != Frauen in der Gaming-Branche

Wenn ich darüber rede, wie Frauen in der Gaming-Community angenommen werden, dann kann ich dies nicht nur aus eigener Erfahrung tun, sondern auch aus Gesprächen mit anderen Gamerinnen. Vor allem sehe ich starke Unterschiede darin, ob man als Frau hobbymäßig mit dem Gaming zu tun hat oder ob Frauen in der Branche – also da wo es um Geld geht – sind.

Ich sehe da schon sehr starke Unterschiede. In der Gaming-Presse waren Frauen jahrelang nicht mehr wert als die Klickstrecken, der heißesten Gamerin, der heißesten Cosplayerin oder der heißesten Whatever. Frauen als Redakteurinnen haben es deswegen vor allem im Gaming umso schwerer. Wie soll man sich in dieser Umgebung wohl und respektiert fühlen? Selbst heute schafft ein Großteil der Presse nicht, normal über zockende Frauen zu berichten, obwohl es das normalste der Welt ist.

Bei den Technikblogs wars damals das “Gina Lisa Phänomen”. Als sie bei ihrem Walk bei Germanys Next Top Model mehr sehen ließ, als sie sollte, berichteten viele Techblogs darüber und bekamen an dem Tag ziemlich viele Klicks. Monatelang war genau dieser Suchbegriff immer noch der meistgesuchte in den Blogs.

Während gerade in der Gaming Community Frauen auch über MMOs hinaus anerkannt sind, berichtet die Presse darüber immer noch, als sei es ein Phänomen, wie eine Ufo-Sichtung oder ein Einhorn. Ich kenne hingegen fast keine Zockergruppe, in denen keine Frauen sind. Bei uns sind es drei Frauen, die sowohl gern Shooter, als auch gern MMOs spielen. Frauen sind keine Ufo-Sichtungen und Einhörner. Sie sind normal.

Vielleicht ist es für die Presse genau deswegen ein Phänomen, weil SIE es jahrzehntelang ausgeblendet haben. Die Presse dachte, wenn sie über etwas nicht berichten, dann gibt es das auch nicht und jetzt sehen sie sich einer heterogenen Community gegenüber, die sich nicht skandalisieren lassen will. Und was passiert? Es wird die Echtheit der zockenden Frauen bezweifelt. Ganz groß.

Keine Ahnung, aber ne Meinung

Eine Diskussion mit Anke Domscheit-Berg auf Twitter empfand ich hierbei sehr aufschlussreich. Meine Meinung zu ihr als Person hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark gewandelt. Bevor sie zu den Piraten ging, habe ich sie als sehr meinungsstarke und vor allem geerdete Frau erlebt, die nur über Dinge redet, von denen sie auch weiß, dass sie Ahnung hat. Seit den Piraten hat sich das geändert und ich habe mittlerweile große Probleme mich mit ihr zu identifizieren. Sie wirkt ausgebrannt und gebrochen. Ich weiß nicht ob die Politik oder die Partei das mit ihr gemacht hat, aber es ist traurig sie so zu sehen. Ich möchte an meiner Meinung über sie nicht das Gesagte bewerten, sondern nur erklären, wieso ich denke, dass sie genau das macht, was der Gaming-Community schadet.

Ihrer Meinung nach sind die übersexualisierten und männerzentrierten Spiele das Problem. Sie vertritt hier eine ähnliche Meinung wie Sarkeesian. Sie ist leider auch der Meinung dass es wichtiger sei, derzeit das “Problem” anzuprangern statt Alternativen zu fördern. Ihrer Meinung nach müsse man das Problem erst in der Tiefe diskutieren, bevor man eine Lösung suchen kann. (sucht einfach mal in ihrem und meinem Twitter-Verlauf nach dem Gespräch, das wir am 7. September führten)

Diese Einstellung vertritt nicht nur sie, sondern viele die derzeit Games kritisieren. Und wenn ihr diese Argumentation einseitig findet, dann bin ich ganz bei euch, denn genauso geht es mir ebenfalls.

Es ist nicht so, als seien Games an sich ein frauenverachtendes Medium. Keineswegs. Aber hier kommen wir wieder auf die Arbeitsweise von Sarkeesian zurück. Sie hatte schon vor ihrer Videoreihe eine Meinung über Videospiele. Zum einen mochte sie Gaming nicht und zum anderen hielt sie Gaming für eine frauenverachtende Männerdomäne. Als sie ihre Videoreihe machte, war das Ziel nicht “Ich schaue mir Videogames an und bilde mir dann eine Meinung” sondern “Ich habe eine Meinung und suche nun so lang nach Beweisen, bis ich diese Meinung belegen kann.” Bei der Fülle an Videospielen, kann man allerdings so gut wie jede These, die man mitbringt belegen.

Übertragen wir diese Arbeitsweise einmal auf Filme, so könnte Sarkeesian Pornofilme dazu nutzen, um zu beweisen, dass die Filmindustrie als Ganzes übersexualisiert sei. Doch was sagt ein Pornofilm über die Qualität einer Dokumentation über Eichhörnchen aus?

– Genauso könnte sie Rap-Musik als Beweis nehmen, wieso Musik immer gewaltintensivere Texte habe. Doch was sagt Rap-Musik über die Qualität seichter Popmusik aus.

Genauso könnte sie den Hustler als Beweis dafür nehmen, dass uns das Lesen zu frauenfeindlichen Monstern macht. Aber was sagt der Inhalt des Hustlers darüber aus, was in einem Kinderbuch steht?

Um Gaming in seiner Fülle bewerten zu können braucht es eben mehr als nur ein paar Filmausschnitte, die man sich von YouTubern zusammenstibitzt hat. Es braucht Jahre, um überhaupt die Spielelandschaft als Ganzes zu erfahren und zu bewerten. Auch wenn ich mit Konsolenspiele groß geworden bin und erst seit 3-4 Jahren wieder aktiv spiele, fühle ich mich häufig immer noch nicht wirklich in der Lage über Computerspiele angemessen zu sprechen oder zu urteilen, weil ich eben sehr wenig gespielt habe, bevor ich wieder aktiv anfing.

Und hier kommen wir zu dem großen Problem. Die Leute, die derzeit Gaming verurteilen, haben ihr Wissen von denen, die darüber urteilen ohne jemals wirklich aktiv gespielt zu haben oder ohne mit anderen zusammen gezockt zu haben. Wissen aus 2., 3. oder 4. Hand ist nie gut, vor allem wenn man danach nicht selbst recherchierend tätig wird.

Das Gespräch mit Anke Domscheit-Berg hat mir gezeigt – hier reden Leute über ein Medium, für die Gaming selbst ein Buch mit sieben Siegeln ist. Sie kennen die Feminist Frequency Videos. Sie kennen die herausgepickten Szenen, aber sie haben selbst nie eines dieser Spiele gespielt. Sie haben vermutlich auch nie die positiven Gefühle erlebt, wenn man sich mit einer Gruppe Freunde durch eine Horde virtueller Monster prügelt. Sie haben es nie erlebt, wenn sie in einem Adventure die seltsamsten Dinge kombinieren und nach stundenlangem Gefluche in der Geschichte weiterkommen, weil sie für sowas einfach keine Zeit hatten. Sie haben andere Dinge gemacht. Dinge, die in ihren Augen sinnvoller waren. Und jetzt stehen sie hier und wollen uns erzählen, dass unsere Interessen und Leidenschaften falsch sind.

In der Presse sind Spiele ein Geschäft – keine Leidenschaft

Die Presse macht mit, weil man auch in der Gamingpresse kaum mehr dazu kommt die Spiele zu spielen über die man redet oder schreibt. Zwar gibt es vorab oft Presseexemplare der Spiele, aber die Leser wollen die Artikel noch vor Release lesen – spätestens aber zum Release. Wie sollen Redakteure eine differenzierte Meinung abgeben? Wenn es um Spieletests geht, so wird die Zeit in der die Spiele gespielt werden, oft nicht bezahlt. Das heißt Redakteure quälen sich in ihrer Freizeit schnell durch die Spiele durch (wenn überhaupt) und hoffen dann noch genug Zeit zu haben, über diese Spiele angemessen zu schreiben.

Meistens werden die Artikel dann mit technischen Beschreibungen gefüllt statt mit Bewertungen der Storytiefe. Es wird die Grafik gelobt, die Synchronsprecher, die detaillierten Figuren, der Soundtrack. Über all die Dinge kann man seitenfüllend schreiben, ohne das Spiel nur eine Stunde gespielt zu haben.  Wenn Spielen zum Geschäft wird, dann wird kostensparend gehandelt. Und Zeit ist Geld.

Es gibt natürlich auch positive Beispiele. Publikationen im Print-Bereich haben häufig mehr Zeit – aber auch hier merkt man langsam, dass diese der Aktualität des Online-Mediums nicht gewachsen sind. Man muss über die großen, gehypten Spiele berichten, weil man sonst keine Exemplare mehr verkaufen kann.

Frauen sind mehr als eine Klickstrecke wert

Unter #notyourshield meldeten sich viele Frauen aus der Community. Die Reaktion darauf war, dass von allen Seiten behauptet wurde, dass sie nicht existieren. Dass sie nicht echt sein können und dass es vermutlich Fake-Accounts irgendwelcher Männer seien.

Und genau so hat uns die Presse jahrelang dargestellt. Nichtexistent als Gamer – Nur existent als leichtbekleidete Models für eine Klickstrecke. Klickstrecken, die viel Geld von Werbekunden abknöpften.

Aber es gibt uns. Ob ihr das nun sehen wollt oder nicht. Ihr könnt weiterhin unsere Existenz leugnen und uns als gut gemachte “Sockenpuppen” irgendwelcher 4Chan-User bezeichnen, aber das ändert nichts daran, dass wir trotzdem hier sind und auch weiter darauf hinweisen werden. Gamerinnen sind mehr als nur eine Klickstrecke wert. In der Community sind sie schon lang existent und schon lang anerkannt. Im E-Sport gibt es schon seit Ewigkeiten Frauenteams. Und wenn ihr Frauen in der Community fördern wollt, dann tut das. Fördert nicht nur Frauen, die das sagen, was ihr hören wollt – die euch angenehm sind. Fördert Frauen in ihrer Gesamtheit – steht für Meinungsfreiheit und eine angstfreie Umgebung ein. Nur dann kann ich euch auch abkaufen, dass ihr es ernst meint und nicht nur Feminismus vorschiebt, um euch in einem besseren Licht darstehen zu lassen.

 (Die Videos im Artikel vereinen verschiedene Meinungen zum Feminismus von Frauen aus der Gaming-Branche oder auch aus der Gaming-Community. Ich habe hier absichtlich einmal keine männlichen Protagonisten gewählt, da ich dem Vorurteil entgegen wirken wollte, es würde keine Frauen geben, die widersprechen – oder sie seien alle Fake oder Sockenpuppen. Ich stimme nicht mit allen Videos überein, denke aber, jedem sollte Gehör geschenkt werden.)