Alle Beiträge von Ricarda

'85 geboren und im Herzen ein Spielkind. Angefangen mit dem alten ATARI 2600 habe ich schnell meine Leidenschaft für Computerspiele entdeckt. Ich liebte es den bunten Pixeln dabei zuzuschauen, wie sie über den Bildschirm hüpften. Jetzt spiele ich gern Aufbauspiele, Simulationen und RPGs. Neben Computerspielen mag ich Rollenspiele und bevorzuge hier "Call of Cthulhu".
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“Mit so ‘nem Scheiß kann man Geld verdienen?” – Über YouTube, Geld und PewDiePie

Ich hatte diesen Artikel schon einmal angefangen zu schreiben, war aber nachträglich nicht so wirklich glücklich damit und deswegen – alles noch einmal auf Anfang. 

Es geht grob um PewDiePies Millionen und den Umgang der Medien damit. Vor allem aber auch um die Außensicht der Medien auf das Internet. Money makes the world go round. Das ist kein Geheimnis. Oft ist es so, dass Dinge erst dann beachtet werden, wenn es um Geld geht.  Und wenn es um viel Geld geht, dann sind die Reaktionen auch einmal eine Nummer extremer.

YouTube Deutschland – Sumpf der Marketing-Agenturen

Gerade YouTube Deutschland ist in den letzten Jahren zu einer einzigen Marketing-Plattform verkommen. “Schuld” daran sind Netzwerke wie Mediakraft, die “Stars” aus dem Boden stampfen und für die unkritische Zielgruppe ab 9 aufbereiten. Die Videos haben wenig Inhalte, die “Künstler” müssen möglichst wenig polarisieren und vor allem austauschbar sein, wenn es denn nicht mehr so läuft. Dann steht schon der nächste gecastete 20-jährige bereit, der die Träume minderjähriger Mädchen bereichert.

Es geht um Abonnentenzahlen, Vermarktung außerhalb von YouTube (CDs, Bücher), um nicht von Google abhängig zu sein. Touren, obwohl die Leute nicht einmal singen können und Merchandise. Was hier gemacht wird – Man nimmt oft marketingunerfahrene “Jungtalente” und lässt sie ausbluten, wie es bei den zahlreichen Casting-Shows im Fernsehen der Fall war.

Dieses Business da oben ist schwer. Mediakraft hat sich ordentlich finanzieren lassen, ist aber auch schon auf die Nase gefallen, nachdem Unge keinen Bock mehr auf die Arbeitsweise des Netzwerkes hatte.

Ihr seid nicht die Zielgruppe

Das Interessante ist, dass diese Stars da oben komplett unter dem Radar der Digital Natives schweben. Die hören höchstens von ihren Kindern die Namen dieser YouTuber, denken sich nicht viel dabei und sehen YouTube selbst noch als Plattform, auf der man vornehmlich Musikvideos schaut.  Sie werden aber dann hellhörig, wenn eine Meldung wie in den letzten Tagen kommt. 7 Millionen Dollar soll YouTuber PewDiePie machen. Das Doppelte vom letzten Jahr. Wer YouTube schon länger verfolgt, den wundern diese Zahlen nicht mehr. Die großen YouTuber sind sowieso schon Selfmade-Millionäre. Und aus dem Grund haben Netzwerke so einen Zulauf. Viele nehmen sich große YouTuber zum Vorbild, denken sich “Das kann ich doch auch” und wollen deswegen ebenso groß und vielleicht reich werden.

Aber genau wie bei den Goldwäschern, wo auch nicht alle am Ende Multimillionäre waren, hat der Zulauf an neuen YouTubern bewirkt, dass YouTube als Plattform zwar gewachsen ist, aber man auch versucht, durch billige, massenmediumkompatible Produktion, die “schnelle Mark” zu machen.  Quantität statt Qualität. Bullshit statt durchdachte Konzepte. Und in Deutschland dazu dann eben auch abgekupferte Konzepte statt eigener Ideen. Deutschland eben.

Seit Jahren im Geschäft

Wer schon vor dem Hype da war – wie zum Beispiel Gronkh und PewDiePie – hat jahrelange Arbeit hinter sich. Jahrelanges lernen, wie so ein Kanal funktioniert, was die Zuschauer mögen und wie man mit ihnen umgehen muss. Diese Kanäle sind – im Gegensatz zu den mit der heißen Nadel gestrickten Kanälen, die gerade hochgezogen werden – natürlich gewachsen. Die Fans haben ihre YouTuber kennen und lieben gelernt. Haben Jahre ihres Lebens mit diesen Entertainern verbracht.

Wer mit 13 sein erstes Gronkh-Video ganz am Anfang seiner Karriere geschaut hat, ist jetzt volljährig. Er hat quasi seine halbe Kindheit mit Gronkh verbracht – das verbindet und schafft Zuschauernähe.

Mit PewDiePie und auch mit Gronkh ist es kein Fall von “Über Nacht zum Millionär” sondern ein Fall von “Über viele Jahre eine Fanbase aufgebaut.”

Ich verstehe nicht, wie man Leuten beim Computerspielen zuschauen kann

Ein häufiger Einwand, dass Let’s Plays ja kein richtiges Konzept seien. Anderen beim Computerspielen zuschauen – wieso sollte man sowas wollen. Mit diesem Einwand klingt ihr ein bisschen wie eure Großeltern. Let’s Plays – also kommentierte Spielszenen zu schauen, ist nämlich keine neue Idee. Ihr schaut gern Bundesliga? Ist auch nichts Anderes. Die Wenigsten, die ins Stadion gehen, werden genauso oft selbst auf dem Platz stehen.

Die Idee ist also alt. Das Medium ist neu. Während einem Fußballspieler die Millionen zugestanden werden, weil sie ja auf dem Platz gute Arbeit machen und ja auch regelmäßig trainieren, sieht das bei Gamern anders aus.

Wie bewerte ich Leistung?

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Und damit kommen zum eigentlichen Punkt – wie bewerten wir Leistung und ab wann haben wir das Gefühl, Leute hätten ihre Entlohnung  “verdient”. Seien es nun Millionen Euros, Millionen Abonnenten in den sozialen Netzwerken und Plattformen oder weltweite Aufmerksamkeit.

In Deutschland ist das eine ziemlich groteske Sache, denn wir verbinden das “Verdienen” einer Belohnung oder Entlohnung mit Leiden. Man muss entweder große körperliche oder psychische Last auf sich nehmen, um eine Entlohnung zu verdienen. (Dass wir das in der Pflege nicht konsequent durchsetzen ist lustig, aber da ist der Geiz dann noch größer als unser Stockholmsyndrom)

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Regelmäßig jammern wir Montags darüber, dass wir unsere schreckliche Arbeit machen müssen, dass sie uns aus unserem Alltag reißt, dass unsere Kollegen furchtbar sind, die Kunden sind alle dumm und unser Chef rafft auch nichts. Wir werden zu Bürozeiten zu wahren Misanthropen. Wer am lautesten jammert, kann sicher sein, dass er sein Gehalt am meisten verdient hat. Als Entschädigung für seinen furchtbaren Job.  Auf Familienfeiern jammern wir uns gegenseitig vor, wie unfair unsere Arbeit ist, dass wir uns kaputt arbeiten. Wenn jemand einen härteren Job hat, jammern wir ein lautes “Ja aber” hinterher, um denjenigen zu übertreffen. Ja unser Leben ist scheiße und jeder soll es wissen. Niemand soll unser Gehalt hinterfragen.

Woanders ist das anders. Da wird Arbeit durchaus als Bereicherung des Lebens gesehen. Da versucht man statt auf Sicherheit durch Scheiß-Arbeit auf Spaß durch ungewöhnliche Arbeit zu setzen. PewDiePie hat sich seine Karriere durch Nebenjobs finanziert und muss nun nichts anderes mehr machen. Er lebt ein Leben in dem er Spaß hat und damit Geld verdient.

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Der jammernde Deutsche wird dem entgegnen. “Das ist keine richtige Arbeit. Der leistet ja gar nichts. Der hat ein Lotterleben. Computerspiele sind keine richtige Arbeit.” doch ich entgegne – Wer ist in dieser Rechnung der Dumme? Derjenige, der Spaß bei der Arbeit hat und damit Millionen macht oder derjenige der sich für 4€ netto die Stunde den Rücken krumm buckelt aus Angst, in dem System unterzugehen?

Denkt um

PewDiePie hat Spaß. Spaß steckt an und so schauen viele Leute seine Videos. Du vielleicht nicht, aber Millionen andere. Reichweite lässt sich in Geld umwandeln. Nicht erst seit dem Internet, aber jetzt wird vielen bewusst, dass das Internet ein ernstzunehmender Platz ist, an dem man neue Wege für seinen Lebensunterhalt gehen kann.

YouTube ist mehr als nur Musikvideos. YouTube ist mehr als die Lochis oder eine Bibi. YouTube ist auch mehr als PewDiePie. Das Internet ist mehr als PewDiePie. Er hat sich nur ein kleines Stück gesichert und ist damit Millionär geworden. Nicht weil er für das Geld angefangen hat, Videos zu machen, sondern aus Spaß und ohne Rücksicht darauf, dass sein Hobby zu Anfang nicht profitabel war und er Nebenjobs machen musste. Das kann man gut finden oder nicht. Die Millionen hat er sich verdient.

 

 

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#SupportOurBro – HelpDannyGetBack

Danny aka Eyjay kenne ich nun seit Januar 2014. Wir lernten uns damals durch eine Content-ID-Initiative kennen und hatten dann im Frühjahr-Sommer immer mehr Kontakt. Ich habe ihn als einen sehr besonnenen, manchmal etwas dickköpfigen Menschen kennengelernt, der aber dennoch das größte Herz besitzt, dass ich bei einem Menschen bisher kennengelernt habe.

Auf der Gamescom im letzten Jahr haben wir uns dann getroffen und den ganzen Tag zusammen verbracht. Zusammen haben wir Borderlands gezockt, über seltsame Aktionen von Firmen gelästert und im Biergarten mit schweizer Spieleredakteuren über den Sinn des Lebens philosophiert.

Danny hatte ein paar schwere Monate und das wird jeder mitbekommen haben, der ihn kennt. Das nun dieses Ereignis – Der Hausbrand am Samstag – eintrifft ist eigentlich ein sehr trauriger Höhepunkt und das hat Danny nicht verdient.

Aber eben weil er dieser herzensgute Mensch ist, der zwar gern etwas stänkert aber immer für einen da ist, wenn man ihn braucht, wird es Zeit etwas zurückzugeben denn Danny braucht uns jetzt.

Seine Wohnung ist verwüstet. Der Brand im Haus hat das komplette Wohnhaus unbewohnbar gemacht. Danny ist nicht schuld, dennoch stellt sich die Versicherung quer.

Was also tun? Wir sind irgendwo eine kleine Familie. Wir streamen, wir zocken und wir machen Videos. Dafür werden wir manchmal belächelt, aber es ist uns egal. Und wenn einem von uns sowas passiert, dann halten wir zusammen.

Volker hat die Webseite HelpDannyGetBack gestartet, wo über die Aktion zur Soforthilfe dokumentiert wird. Über Dannys Streamtip-Link könnt ihr ihm ein bisschen Kleingeld zukommen lassen, denn ALLES muss neu angeschafft werden – alles. Aus der Wohnung wird er kaum mehr was nutzen können. Alles ist verrußt und vom Löschwasser zerstört.

Streamer können sich bei Volker melden, wenn sie Charity-Streams machen wollen. Eine Liste, wer alles mitmacht, gibt es auch schon.

Wenn ihr kein Geld oder Sachspenden erübrigen könnt, dann macht etwas anderes – teilt den Link, damit möglichst viele Leute davon erfahren und helfen können, denn Reichweite ist hier alles.

Eyjay – komm wieder auf die Beine. Wir sind hier und warten auf dich. 

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Sag mal Tiia, wieso eigentlich hitbox?

Seit einigen Wochen streame ich auf Hitbox. Davor war ich, wie wohl jeder, der anfängt, auf Twitch unterwegs und bin dann, als ich circa 100 Follower hatte gewechselt. Diese Entscheidung habe ich mir nicht einfach gemacht aber ich bereue sie nicht. Seit dem werde ich immer wieder gefragt, wieso ich eigentlich nicht bei Twitch geblieben bin. Dieser Artikel hier dient in Zukunft des Verweises auf meine Gründe, dann muss ich mich nicht immer wiederholen.

Als ich bei Twitch anfing, war ich recht blauäugig, was Streaming anging und dachte, dass es relativ einfach ist, was zu reißen. Es ging mir hierbei nicht um Geld, sondern darum, dass ich nicht für mich allein streame. Zwar habe ich einige Stammzuschauer auf Twitch gehabt, aber diese fehlten nach einer Zeit immer häufiger.

Der Grund war, dass ich nicht nur häufig Probleme mit Twitch hatte, sondern auch dass die Videos bei kaum jemandem flüssig liefen. Selbst wenn sie eine gute Internetverbindung hatten, waren die Videos häufig matschig und laggten. Je weiter ich mit der Qualität herunterging, desto weniger Spiele kamen fürs Streaming in Frage. Das schränkte mich ein und flüssig liefen die Streams trotzdem nicht. Hier ein Beispiel.

Technische Probleme

Die Qualität ist okay, aber bei einem schnellen Spiel wie diesem, schaltet man schnell weg. Da ich mit der Zeit aber immer mehr eine Vorliebe hierfür entwickelte, wurde das für mich echt zu einem Problem.

Dazu führte der lange Delay von fast bis zu einer Minute dazu, dass ich kaum gut mit dem Chat interagieren konnte. Meine Antworten kamen bei den Zuschauern oft dann erst an, wenn sie schon andere Fragen gestellt hatten. Das führte schnell zu Missverständnissen.

Und dann das Gefühl mit seinem Stream ziemlich allein dazustehen. Das mag vielleicht eine subjektive Wahrnehmung sein, aber obwohl oder gerade weil Twitch so ein großer Anbieter ist, findet man kaum Kontakt zu anderen. Jeder macht sein Ding, alle sind irgendwie Konkurrenz. Ich mag aber lieber eine Community, in der man zusammen die Plattform stärkt, auf der man streamt statt eines ewigen Hahnenkampfes gegeneinander.

Skeptisch

Ich war dennoch skeptisch. Auch wenn Timm und Thomas regelmäßig schwärmten, wie toll hitbox nun sei, wollte ich es erst ausprobieren.
Ich streamte 4 Wochen lang parallel auf beiden Plattformen. Und irgendwann merkte ich, dass ich für meine Twitch-Streams nur noch Spiele plante, die mir nicht so wichtig waren, wo die Streams ruhig schief gehen konnten. Und das zeigte mir – eigentlich hänge ich gar nicht mehr an Twitch. Eigentlich will ich richtig streamen und das geht für mich eben nur auf hitbox.

Die Ankündigung und Durchführung des Wechsels verliefen ziemlich problemlos. Leider konnte ich nicht alle Abonnenten mitnehmen, aber dafür habe ich in der kurzen Zeit, in der ich nun streame, viele neue und interessante Menschen kennengelernt, mit denen ich sonst keine Bekanntschaft gemacht hätte. Die Followerzahl von Twitch hatte ich schnell überholt und ich hatte wieder den Spaß am Streamen zurückgewonnen.

Individuelle Entscheidung

Ich halte es für wichtig zu sagen, dass es eine individuelle Entscheidung ist, welche Plattform man letztendlich verwendet. Ich kann euch nicht sagen, welche für euch besser ist. Das müsst ihr für euch herausfinden. Aber vielleicht helfen euch meine Punkte weiter.

Meine Argumente für Hitbox auf einen Blick:

  • familiäre, enge Community
  • Unterstützung von größeren Streamern beim Aufbau des Kanals (Streamraids usw)
  • greifbarer Support – Hitbox Staff findet man sehr oft auch in den Streams und kann mit ihnen quatschen. Auf Wünsche und Fragen wird direkt und schnell eingegangen – deutschsprachiger Support!
  • Stabilere Server, bessere Videoqualität
  • niedrigere Voraussetzungen für Partnerschaft mit hitbox (Monetarisierung)
  • fast kein Delay
  • Bisher ein ordentlicher und vernünftiger Ton innerhalb der Chats und der Community
  • Hohe Chance mit einem gut besuchten Stream auch ohne Partnerschaft auf der Startseite zu landen

Wenn ich noch was wichtiges Vergessen habe – Mea Culpa. Aber das waren so in der Übersicht meine Hauptgründe für den Wechsel. Natürlich gibt es auch viele Gründe für Twitch (etabliertes Unternehmen, große Community) aber diese spielten für meine Wahl keine große Rolle. Lieber einen Ort, an dem ich mich wohl fühle, als einen, an dem ich das Gefühl habe nicht willkommen zu sein, weil ich eine von sehr vielen bin.

Wenn ihr meinen Stream schauen wollt, dann findet ihr mich unter  http://www.hitbox.tv/TiiaAurora

Unser großartiges Elvun-Team habt ihr in der Übersicht hier: http://www.hitbox.tv/team/elvungaming

 

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#sosehengameraus und das passt nicht jedem

Ich gebe zu, als ich das erste Mal diesen Hashtag #sosehengameraus gesehen habe, dachte ich “Okay, naja. Hatten wir ja schon mal. Nannte sich damals #notyourshield, sollte die Diversität von der Gaming-Community zeigen und endete darin, dass viele Frauen von sogenannten Aktivisten angegriffen wurden, dass sie ja nicht echt seien, dass sie Fake-Accounts seien und dass sie von pickligen Gamern in Kellern erstellt wurden, um den Eindruck zu erwecken, die Gaming-Community sei inklusiv.” 

Ich scrollte so durch die Timeline, um herauszufinden, woher dieser Hashtag nun kam. Quelle des Ganzen ist eine Frau, genauer gesagt eine Gamedesign-Professorin aus Trier. Prof. Dr. Linda Breitlauch der Name. Mir war die Dame bislang nicht bekannt und so scrollte ich weiter und fand zuerst den Artikel bei den Herren von Superlevel.  Marcus Dittmar beschreibt hier seine ganz persönlichen Probleme mit dem Hashtag und dass Gamer ja nun eher die Personen sind, die lieber Frauen hassen und generell eher böse Menschen sind – ohne dabei zu merken, dass er hier nicht nur eine Frau vor sich hat, sondern eine Frau aus der Branche mit leitender Position.  Dittmar schreibt aus seiner Filterblase heraus. Eine Filterblase in der Gamer Sexisten sind, in der bereits jeder Videospiele spielt und in der Videospiele etwas Normales sind. Ein normales Hobby, das keinen weiterführenden Begriff braucht – und wenn, dann doch bitte nicht Gamer. Videospieler zum Beispiel. Eine großartige Idee in einer internationalen Community, in der nicht jeder deutschsprachig ist.

Danach stieß ich auf den Insert Moin Podcast mit Dittmar und Breitlauch. Und jedem, der sich ein bisschen über das Thema informieren möchte, empfehle ich unbedingt, diesen Podcast anzuhören, denn er demonstriert mehr als gut den Stand den derzeit Gaming und Presse erleben und welch unterschiedliche Positionen sie eigentlich einnehmen.

Während Dittmar fast die komplette Sendung über versucht die Empfindungen, die er in seiner Filterblase gesammelt hat, als Tatsachen darzustellen, zu generalisieren, sich an einzelnen Beispielen festzubeißen und immer wieder schwammige Formulierungen wie “aber viele sind so.” und “es hat sich gezeigt, dass.”, bringt Breitlauch Beispiele aus ihrem Alltag, der ihr keine Filterblase erlaubt, denn sie kommt genauso, wie sie mit angehenden Gamedesignern in Kontakt ist, auch mit der Realität außerhalb der Gaming-Community in Berührung.

Sie sieht die ablehnende Haltung der Medien, Pädagogen, und Eltern Computerspielen gegenüber. Sie erzählt von Aufsätzen, die Schüler schreiben müssen “Wieso sind Videospiele gefährlich.” Vor allem beschreibt sie die Gaming-Community so, wie sie sie wahrnimmt und weswegen die den Hashtag überhaupt erst startete: Vielfältig, humorvoll und inkludierend. Für Dittmar beruht diese Wahrnehmung und Selbstidentifikation als Gamer auf Unwissenheit. Und vielleicht kann man die Einstellung “Wer nicht meiner Meinung ist, weiß es einfach nur noch nicht besser.” als anmaßend empfinden, aber trotz seiner Kritik an Breitlauch “dass er ja nicht gedacht hätte, dass so eine Aktion gerade von ihr käme.” bleibt sie im Gespräche souverän und führt Probleme an, die Videospiele in unserer Gesellschaft haben. Von fehlender Akzeptanz verschiedener Genres und Storylines bis hin über Förderungen für Spiele oder Arbeitschancen für angehende Spieledesigner.  “Videospiele müssen nicht die Realität widerspiegeln” sagt sie und spricht damit zum Beispiel die Ablehnung von Spielen an, die Gewaltszenen beinhalten. Videospiele müssen nicht den Regeln folgen, die uns der Alltag bietet. Das macht immerhin nicht einmal die Lebenssimulation “Die Sims.”

Ein Highlight des Gesprächs für mich war der Satz “Es ist gefährlich im Gaming mehr als ein Hobby zu sehen.”, denn soweit ich weiß, ist es das für Linda Breitlauch, denn ich hoffe, sie wird für die Professur im Bereich Gamedesign, bezahlt.

Games, Gaming und Gamer werden herabgewertet

Es ist akzeptiert, Games, Gamer und Gaming herabzuwerten. Ihr Hobby ist sinnlos, ihr Hobby ist Zeitverschwendung und ihr Hobby ist vor allem nichts anderes als nur ein dummes Hobby.

Gleichzeitig wird dann aber kritisiert, dass in der Gamingbranche, also in dem Bereich in dem Menschen im Gaming mehr als nur ihr Hobby sehen, zu wenig Frauen vorhanden seien. Grund hierfür sind natürlich auch die bösen Gamer, denn sie lassen die Frauen ja nicht mitmachen.

Davon abgesehen, dass Linda Breitlauch durchaus eine Frau ist, die man hat mitmachen lassen, sehe ich das Problem in den ersten beiden Absätzen über diesem. Wenn man in einer Gesellschaft aufwächst, in der man nicht nur gesagt bekommt, dass Computerspiele gefährlich, sondern auch noch sinnlos, nutzlos und Zeitverschwendung seien, ist die Wahrscheinlichkeit, später einmal beruflich in diese Richtung zu arbeiten, äußerst gering.

Menschen, die dann wirklich eine Leidenschaft für Games haben und sogar beim Hashtag #sosehengameraus mitmachen, müssen dann aber uninformiert sein, weil sie sich ja mit etwas identifizieren, das böse ist.

Linda Breitlauch hat es mit dem Hashtag und dem Podcast offiziell auf meine Liste der Lieblingsmenschen geschafft. Eine schöne Demonstration, was passiert, wenn eine emotional gebildete Meinung auf eine fachliche Meinung trifft.

So sieht Linda Breitlauch aus


So sehe ich aus

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 Die wichtigen Links in der Übersicht

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Ist #Freiheit wirklich relevant? Sind Netzwerke überflüssig?

Simon Unge will sich von seinem Netzwerk trennen. Einem Netzwerk, dass noch nie den allerbesten Ruf hatte. Einem Netzwerk das von einem Skandal in den nächsten schlittert. Mehrfach wegen Schleichwerbung, Kritik an der Akquisition minderjähriger Partner bis hin zu kleinen Skandälchen, die nie die Community verlassen haben – aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen. Manchmal wurden TV-Berichte gelöscht, weil sich das Netzwerk falsch dargestellt sah und dann verbreitet man seltsame Grafiken über Kritiker in internen Newslettern. Alles in allem fällt es schwer ein Fan der Firma zu sein.

Was sind eigentlich Netzwerke und braucht man sie?

Netzwerke haben eine ganz seltsame Stellung in der YouTube-Landschaft. Vorweg – Wir müssen uns davon lösen, YouTube nur als eine Plattform für Katzenvideos zu sehen. YouTube ist Business und das nicht nur für Google, die mittlerweile keine roten Zahlen mehr schreiben, sondern auch für die Ersteller der Videos. Zwar gibt es immer noch immens viele Mitglieder, die YouTube aus Hobbygründen nutzen oder gar nur passiv konsumieren, aber es gibt auch die anderen, die professionelle Inhalte erstellen und damit ihr Geld und ihren Lebensunterhalt verdienen. Simon Unge ist einer von ihnen.

Ein YouTube-Kanal macht in erster Linie eine Sache – er frisst Zeit. Er frisst sogar unheimlich viel Zeit. Wenn man allein einen Kanal bedient, dann ist das kein Fulltime-Job, es sind mindestens zwei. Man muss nicht nur die Videos planen und drehen, sondern auch schneiden, rendern, hochladen, benennen, Thumbnails gestalten. Danach folgt die “Vermarktung” über die verschiedenen Netzwerke, das moderieren der Kommentare und beantworten der Fragen. Danach vielleicht noch die Kommunikation mit Sponsoren und Werbekunden. Wenn es dann noch Probleme mit YouTube gibt (Copyright, Strikes oder was auch immer), dann steht meist alles still, was oben aufgezählt wurde, bis die Sache geklärt ist.

Hat man einen Kanal mit 100 Abonnenten und 10 Videos, dann hält sich die Arbeit in Grenzen. Hat man aber zwei Kanäle die zusammen monatlich 30 Millionen Views generieren, dann kann man sich vorstellen, in welche Größenordnung die Arbeitsstunden anwachsen.

Hier kommen Netzwerke ins Spiel – oder zumindest die Idee der Netzwerke. Netzwerke sollen dem YouTuber Arbeit abnehmen. Sie kümmern sich um die Vermarktung – das heißt um Sponsoren, Werbekunden. Sie kümmern sich manchmal auch um die Social Media Kanäle, indem sie eigene Teams abberufen. Das Einstellen der Videos auf YouTube kann auch zu ihrem Aufgabengebiet gehören. Manche Netzwerke schneiden sogar die Videos ihrer Partner.

Was genau ein Netzwerk macht ist immer eine Frage des Vertrags, den man bekommen hat und der Vertragsbedingungen, die man mit dem Netzwerk abgesprochen hat.

Google liebt und fördert Netzwerke. Am liebsten hätte man bei Google, dass alle Content-Ersteller in Netzwerken sind, denn Netzwerke nehmen Google Arbeit ab ohne dass Google die Netzwerke bezahlen muss, denn das Geld geben die Partner den Netzwerken. Zwischen 30 und 70 Prozent der Werbeeinahmen gehen an die Netzwerke. Häufig generieren die Netzwerke aber sowieso schon eine höhere Werbesumme, sodass es sich für die YouTuber trotz der hohen Abgaben lohnen kann.

So viel zur Theorie.

Die Realität hinter vielen Netzwerken sieht aber ganz anders aus. Um Werbekunden zu beeindrucken und Sponsoren sowie Investoren zu gewinnen, zählen vor allen Dingen Klickzahlen. Abonnenten sind gar nicht mehr so wichtig. Wichtig ist es zu zeigen “so oft wurden unsere Videos angeschaut”. Viele Klickzahlen mit wenig Aufwand erreicht man dann, wenn man viele Partner hat. Für ein Netzwerk ist es gefährlich, wenn es einige sehr starke Partner gibt, weil sie sich von diesen Partnern abhängig machen. Fällt einer weg, dann sinken auch deren Zahlen massiv. Das könnte Investoren verschrecken. Die Viewzahlen aber auf möglichst viele mittelgroße und kleine Kanäle aufzuteilen ist daher sicherer.

Mediakraft hat für diese mittelgroßen und kleinen Kanäle das “Talents”-Netzwerk gegründet. Aufnahmebedingungen gibt es keine – obwohl doch – man sollte einen Kanal haben. Der muss aber weder alt, noch erfolgreich sein. Genommen wird jeder und “Talents” impliziert, dass man jungen Künstlern die Chance auf die große Karriere gibt. Die Wahrheit sieht aber anders aus.

Früh kamen Beschwerden, dass man weder einen Support noch einen Ansprechpartner hätte und sich Mediakraft bei Anfragen tot stelle. Das war wohl personaltechnisch auch gar nicht zu stemmen, wenn man jeden aufnimmt. Man gelobte zwar Besserung, aber dass es hier nicht um die Partner ging, sollte spätestens zu dem Zeitpunkt klar gewesen sein.

Simon will aus seinem Vertrag heraus und das mit einem Knall

In seinem Video berichtet er über einen schon länger anhaltenden Rechtsstreit mit seinem Netzwerk. Darüber, dass Verträge von Seiten des Netzwerks nicht eingehalten wurden. In einem veröffentlichten Ausschnitt aus einem internen Mediakraft-Forum auf Facebook redete man Tacheles. Ausstehende Beträge in fünfstelliger Höhe und eine ominöse Strafanzeige stehen im Raum. Ein Statement gibt es dazu jedoch nicht. Gleichzeitig wird klar – der Ton ist angespannt und die Nerven liegen bei allen Beteiligten blank.

Simon spricht in seinem Video davon, dass man versucht habe ihn unter Druck zu setzen. Man wolle ihn in die Privatinsolvenz treiben. Wie genau sagt er zwar nicht, aber allein der Begriff dürfte bei einem jungen Menschen den kalten Angstschweiß auf den Rücken treiben.

Mit Drohungen ist das so eine Sache – entweder man gibt ihnen nach und hält die Klappe – und das haben bisher alle gemacht, die in einer ähnlich-unglücklichen Situation waren – oder man macht sich nicht erpressbar und legt ohne Rücksicht auf Verluste alle Karten auf den Tisch.

Simon hat letzteres gemacht und damit zwei Kanäle geopfert, um seine Geschichte publik zu machen. Mit den Kanälen 30 Millionen Views im Monat, die ihm als Werbefläche verloren gehen. Laut des internen Facebook-Auszugs ist das immerhin eine fünfstellige Summe im Monat.

Die Verhandlungen scheinen sich zu ziehen und so spielt er die einzige Karte, die er gegen sein Netzwerk in der Hand hat – seine Reichweite. Das Netzwerk hält sich bei den Kanälen oft lieber im Hintergrund und tritt nur so weit in Erscheinung wie es nötig ist. Die Authentizität der YouTuber soll nicht durch einen Vermarkter gestört werden. Und genau das ist Mediakrafts Schwachstelle, denn die Sympathien der Fans, die man gesammelt hat, sind beim YouTuber, der täglich sein Gesicht in die Kamera hält und nicht bei den Büromenschen, die im Hintergrund arbeiten – oder laut Simon eben nicht. Und so muss sich Mediakraft seit Tagen einen Shitstorm antun, der nicht nur auf YouTube und in den Netzwerken ´wütet, sondern auch in anerkannten Nachrichtenmedien auftaucht.

Kinder gegen das Major-Label

Und dieser Shitstorm wird nicht etwa von Medienleuten befeuert – diese haben sich kaum bis gar nicht mit YouTube befasst und erkennen den Wert jetzt erst langsam. Nein – befeuert wird er von der werberelevanten Zielgruppe zwischen 9 und 16. Auf welcher Höhe dieser Shitstorm stattfindet, ist vorstellbar.

Diese Zielguppe ist unkritisch, impulsiv und lässt sich leicht begeistern. Eine Zielgruppe die man gern auf seiner Seite hat, wenn man Vermarkter ist – eine Zielgruppe die Mediakraft nun aber gegen sich hat und die sie nicht verlieren dürfen, denn genau auf ihnen baut das Geschäftskonzept aller Kanäle auf. Während diverse Profile des Netzwerks und der Mitarbeiter nun mit Fäkalkommentaren, Drohungen und Beleidigungen gespammt werden, versucht Simon in einem Video auf seinem Facebook-Profil zu deeskalieren, aber das dürfte schwierig werden, denn diese Kinder und Teenager fühlen sich im Recht und man will ihnen gefühlt das wegnehmen, was ihnen sehr wichtig ist.

Endlich vs. Mach dass es vorbei geht

Die Unzufriedenheit gegenüber Mediakraft brodelte schon seit Monaten in der Community. Untereinander unterhielt man sich darüber, was passierte. Viele – auch bekannte YouTuber wie MrTrashpack reden davon, dass dort einiges falsch läuft, aber keiner wird konkret.

Es brauchte einen Stein, der die Geschichte zum Rollen bringt. Jemanden dessen Wut größer ist als seine Angst und derjenige ist nun gefunden und er bringt so viele Fans mit, dass sich Mediakraft diesmal nicht mehr herausreden kann.

Große YouTuber loben Simon für seinen Schritt. Allen voran Gronkh, dessen Stand zu dem Netzwerk am harmlosesten mit “Unterkühlt” beschrieben werden kann. In seinen Videos nahm er zu dem Thema oft kein Blatt vor den Mund.

Simon wusste mit seinem Video, dass er etwas lostreten würde, aber was genau, war ihm sicherlich nicht wirklich klar, bis es passierte. In seinem Podcast deutete er an, dass alle mal etwas runterfahren sollten und dass es etwas viel wird. Die Anspannung der letzten Wochen und Tage dürften auch ihm in den Knochen stecken. Was nun mit Mediakraft, Simon und seinen Kanälen passiert, werden die nächsten Tage zeigen.

Der Plan B steht mit dem neuen Kanal “Unge” schon. Ein Kanal, der laut seinen Aussagen nicht ihm, sondern einem Nicht-Mediakraft-Mitglied gehört, denn rechtlich darf er keinen neuen Kanal erstellen, ohne nicht Mediakraft zumindest die Erstoption auf den Content zu bieten.

Mediakraft wäre gut beraten, Simon aus seinem Vertrag zu entlassen, ihm seine Kanäle zu überstellen und die Sache möglichst schnell zu klären. Je länger der Streit öffentlich ausgetragen wird, desto größer ist der Schaden für den Ruf des Netzwerks. Auf der anderen Seite wäre Simon dann aber nicht der einzige, der aus seinem Vertrag raus will. Einige Mitglieder sitzen gegen Ende nur noch enttäuscht ihre Zeit ab und hoffen dann wieder auf eigenen Beinen zu stehen.

 #Freiheit betrifft nicht Simon, sondern eine ganze Generation

Wer denkt, es gehe bei #Freiheit um die Befindlichkeiten eines verwöhnten Jungen, der nicht genug bekommt, der hat die letzten Jahre unter einem Stein gelebt. Denn würde er nicht genug bekommen können, dann würde er bei Mediakraft bleiben und sich mit ihnen bestens verstehen.

Hier geht es um eine ganze Generation. Eine Generation, die man heutzutage sogar kaum mehr versteht, wenn man die 20 überschritten hat. Hier geht es um greifbare Idole, Ideale und der Tatsache, dass das Netz und ein YouTuber die wohl mächtigsten Signalverstärker der kommenden Online-Generation sind.

Man kann das Thema also humoristisch abwertend betrachten. Man kann sich aber auch Gedanken machen, was das über die eigene Medienkompetenz aussagt. Man kann aber vor allem in dieser Situation sehen, dass die Internetmedien mit den gleichen Problemen und Sorgen zu kämpfen haben, wie klassische Berufszweige. Nur da werden sie anerkannt.

YouTube unterscheidet sich damit mittlerweile kaum mehr von der restlichen Medienbranche, wo der Schein nach außen immer sauberer ist, als die Tatsachen hinter den Kulissen.

Mut für andere

Ich hoffe, dass sich durch Simons Video andere beflügelt fühlen, nicht nur selbst auszupacken, sondern sich auch den Schritt zu trauen, laut zu werden. Es ist wie das Bild mit einem Fischschwarm, der immer noch stärker ist als der einzelne Fisch im Wasser. Warten wir ab, wie viel Freiheit für deutsche YouTuber vorgesehen ist.

Titelbild: Rupert Ganzer  Some rights reserved

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FIREFALL: Das Sci-Fi-MMO im Endzeitszenario

Ab wann lohnt es sich, zu einem Spiel eine Review zu verfassen? Manchmal hat man nach einer Stunde schon alles gesehen, manchmal braucht es 10. Seit August habe ich in Firefall nun 236 Stunden gespielt und denke, dass ich mich über das Free To Play MMO äußern kann. Mit nun über 200 Stunden löst Firefall Borderlands 2 in meiner Steam Bibliothek als meistgespieltes Spiel ab. Der Free To Play Shooter ist dabei kein sonderlich neues Spiel, sondern bereits in vielen Alpha- und Beta-Phasen seit 2011 spielbar. In die finale Version kam der Shooter allerdings erst in diesem August.

“Vor 60 Jahren hat der Firefall alles verändert.” Mit diesen Worten beginnt das Intro des Spiels. Asteroiden stürzten auf die Erde und verwüsteten fast alles. In den Asteroiden fanden die verbleibenden Menschen aber das Crystite. Von ihm ging eine ungekannte Energie aus und mit diesen Kristallen konnten sie ihre Städte wieder aufbauen. Aber sie wollten mehr davon und fanden auf einem entfernten Planeten die Quelle des Crystite.

Mit einem riesigen Raumschiff, dem Archlight, wollte man auf diesen Planeten, um das Crystite zu farmen. Doch das riesige Raumschiff stürzte ab und verstrahlte die Welt mit dem Melding. Im Melding kann man nicht überleben und in der nähe des Meldings verändert man sich. Die Tier- und Pflanzenwelt mutiert und Menschen werden aggressiver. Das Melding kann durch die SIN-Tower zurückgedrängt werden, aber die Städte sind voneinander abgeschnitten. Wer sich außerhalb der SIN-Tower bewegt, stirbt.

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Bitte nicht am Melding schnüffeln

Die Armee der Welt – die “Accord” – sind absolut überfordert mit der Situation. Deswegen werden Die Ares-Piloten angeheuert. Dabei handelt es sich um spezialisierte Söldner-Truppen, die Aufgaben erledigen. Erst kleine Handlanger-Jobs und später auch Aufgaben im Namen der Accord. Die Söldner, das sind wir. Wir sind Ares 3-5.

Wir starten in Copacabana und die Endzeit-Stimmung wird hier irgendwie noch nicht so deutlich. Stattdessen finden wir uns in einem kleinen Touristen-Dörfchen wieder. Es gibt Bars, es gibt Musik und es gibt immer noch Touristen. In Copacabana hat man keine größeren Probleme. Ich meine, was gibt es Schöneres als zum Ende der Welt in einem Urlaubsgebiet festzustecken? Wir erledigen also zu Beginn einige kleinere Aufgaben, retten verloren gegangene Familienmitglieder, sammeln Essen für die Bevölkerung und holen Medikamente von bösen Banditen zurück.

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Devils Tusk

Je weiter das Spiel jedoch voranschreitet, desto düsterer wird die Landschaft. In Devils Tusk – dem letzten Gebiet – angekommen finden wir zwar auch Urwälder, aber gleichzeitig eine mit Lavaseen durchzogene Wüste, in der nichts mehr wächst. Darin feuerspuckende mutierte Tiere und Chosen-Deathsquads. Chosen sind eine Alienrasse die die Welt seit dem Absturz des Archlights immer wieder überfallen – als hätte die Welt mit dem Melding nicht schon genug Sorgen.

Für uns als Söldner ist das aber gut, denn so haben wir immer genug zu tun, und es kommt keine Langeweile auf. Eine Chosen-Bombe entschärfen? Kein Problem. Chosen-Vorräte mopsen? Auch das machen wir mit links – sofern wir den passenden Battleframe haben.

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Die verschiedenen Battleframes

In Firefall gibt es keine klassischen Rassen, wie in anderen MMOs. Wir haben hier Battleframes – das sind spezielle Kampfanzüge. Diese können wir aufleveln. Es gibt aber dann doch wieder klassische Kampfklassen. Ich habe mich in meinen vielen Stunden Firefall sowohl in der Biotech-Schiene (also Heiler, Giftangriffe) und in der Engineer-Schiene (Bastion, Elektron) aufgehalten und mir machen beide Bereiche sehr viel Spaß. Nach einiger Zeit hat man kein Problem damit, das Leveln innerhalb des Spieles so zu optimieren, dass man keine Storyquests machen muss, denn die sind – zugegebenermaßen sehr MMO-lastig: “Sammle Item von Person. Person ist schon tot. Bringe Item zu anderer Person. Gehe zu dritter Person um zu sagen, dass Person tot ist. Kehre zu Auftraggeber zurück, um Auftrag abzuschließen.” Nicht wirklich einfallsreich und kreativ. Aber man kann genau diesen Dingen aus dem Weg gehen indem man nur die Spontanevents auf der Karte erledigt.

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Der Urwald Brasiliens sieht nur friedlich aus

Wenn mich jemand fragen würde “Was ist eigentlich Firefall für ein Spiel?” dann würde ich sagen “Es ist das uneheliche Kind von Halo und Borderlands ohne Story und ohne schrullige Charaktere.” und ich denke, das fasst es gut zusammen. Die Story ist unglaublich flach. So flach, dass ich sie kaum als vorhanden empfinde. Das muss bei einem MMO nicht sein, aber in diesem Fall ist es nicht so schlimm, denn der Spielfluss ist so spaßig, dass ich auch ohne Story sehr gern durch die Landschaft laufe. Man will nicht immer einen Epos bekommen, sondern manchmal einfach nur Sachen kaputtschießen. Dafür eignet sich Firefall bestens.

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Hier leben nur Monster

Eine weitere Sache, die mir positiv aufgefallen ist; Firefall hat eine unglaublich freundliche Community. Spontane Random-Raids oder das Helfen fremder Spieler in Quests funktioniert richtig gut. Man postet einfach seine Koordinaten im Chat und sagt, dass man Hilfe braucht und schon stehen mindestens fünf andere Spieler da und machen mit. Genauso kann man noch so weit irgendwo halbtot in der Pampa liegen, irgendjemand dreht immer um, damit er dich wiederbeleben kann.

In die PVP-Karte habe ich noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt, denn hier sind größtenteils Sniper-Squads unterwegs und gegen die habe ich mit meinen Klassen kaum eine Chance. Zumal es auch einen Unterschied macht, ob man auf vorhersehbare KI ballert oder auf wild umherhüpfende PVP-Profis. Vielleicht schaue ich mir die PVP-Karte irgendwann einmal genauer an, aber derzeit ist sie eher frustrierend als dass sie Spaß macht.

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Tod im Meldingtornado

Nach über 200 Stunden, einigen Battleframes, die das Endlevel erreicht haben und vielen lustigen Abenden mit Freunden, kann ich sagen, dass Firefall vielleicht nicht die fesselndste Geschichte hat, dass es aber gut dazu geeignet ist, tolle Stunden mit der Zockergruppe zu verbringen. Gleichzeitig merkt man, dass die Entwickler sich immer wieder neue Events einfallen lassen, um die Spieler bei Laune zu halten. Da wäre zum Beispiel die Chosen Invasion zu erwähnen, bei der man drei Wochenenden hintereinander sogar gegen die Entwickler spielen konnte. Entwickler reagieren sogar auf YouTube-Videos und kommentieren bei ihren Spielern. So viel Nähe zu der Community ist man bei MMOs auch nicht gewohnt und ich bereue es nicht, dass ich so viele Stunden in das Spiel gesteckt haben und ich bereue auch nicht, dass ich ein wenig Geld in das Free To Play Spiel steckte.

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DRACULA UNTOLD – Ein Vampir und das halbe GoT-Cast

Was Vampirfilme betrifft, mussten wir in den letzten 20 Jahren einiges ertragen. Das meiste davon war wirklich grauenhaft, furchtbar. Nur wenige Filme schafften es, das Vampirgenre zu bereichern. Dementsprechend ging ich mit sehr gemischten Gefühlen in den Film Dracula Untold, denn jeder neue Dracula-Film hat Francis Ford Coppolas Dracula zur Konkurrenz und damit ist die Messlatte schon sehr hoch gesteckt. 

Vorab – die Macher von Dracula Untold sind wirklich auch Fans des Films und dementsprechend orientierten sie sich auch etwas an dieser Verfilmung. Allerdings nicht so stark wie man es befürchten könnte. Dracula Untold ist weder ein Abklatsch der Bram Stoker Verfilmung noch ein schleimiger Vampirfilm, sondern versucht auf der Originalgeschichte des Grafen Vlad aufbauend eine historische Vampirgeschichte zu erzählen, in der der Vampir wieder ein widerwilliges Monster ist, kein Jüngling, der Schulmädchen um den Finger wickelt. Allein dafür bekommt er schon einmal einen Extrapunkt.

Historisch aufgebaut – kein verführerischer Jüngling

Vlad III – auch unter dem Namen Vlad “Sohn des Drachens” bekannt, legte nach den Kriegen, die er als Kind und junger Mann für die Türkei führen musste, die Waffen nieder und führt mit Frau und Sohn ein ruhiges Leben als Fürst. In den Kriegen für die Türkei bekam er den Namen “Vlad der Pfähler”, denn niemand mordete so grausam Feinde, wie Unschuldige. Eine Zeit an die er ungern zurückerinnert werden will.

Nun ist sein Sohn im gleichen Alter, wie er damals war, als er für die Türken in den Krieg musste und promt steht der Sultan vor der Tür und will für seine Armee 1000 Kinder haben, die für ihn kämpfen, da Kinder, wenn sie von Anfang an das Töten lernen, keine Fragen stellen und somit besser für den Krieg geeignet seien.

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Krieg um ein Kind

Seiner Frau hatte er beim Hochzeitsschwur versprochen, dass es nie zu dieser Situation kommen würde. Und nun stand er da – abwägend ob ein Verstoß gegen den Hochzeitsschwur oder der Krieg gegen die Türken das kleinere Übel sei. Es kommt zum Krieg gegen die Türken die eine sehr viel größere Armee haben, als Vlad Untergebene hat. Es gibt nur eine Chance für ihn, den Krieg gewinnen zu können – Er muss ins Reißzahngebirge und das dort lebende Monster um Hilfe bitten. Einen Vampir.

Mehr will ich nun auch gar nicht von der Geschichte verraten, sonst schreit noch jemand “Spoiler!”.

Aufgrund der Geschichte, die ich kurz angerissen habe, ergibt sich hier die Situation des ehemaligen Kriegers Vlad, der nun sorgender Familienvater und Ehemann ist und nichts anderes tun will, als seine Familie zu beschützen. Sein Gegner – und ehemaliger Mitstreiter kennt seine Schwächen und nutzt diese schamlos aus.

Effekte fürs 3D – Nicht 3D für die Effekte

Wie bei allen Filmen, die auch in 3D produziert werden (ich hab ihn in 2D gesehen), beginnt der Film mit bildgewaltigen Szenen, die den “Wow-Effekt” auslösen sollen. Später lassen diese übertriebenen perspektivischen Szenen etwas nach. Der Film ist sehr düster gehalten, da die meiste Handlung aufgrund der Vampir-Sache meist nachts abspielt. Hin und wieder kommen ein paar Jumpscare-Momente, aber das war es dann auch. Ich bin eine Person, die Jumpscares in Filmen, die eigentlich eher stimmungvoll sein sollten, für schädlich hält – vor allem wenn man ganz genau weiß, dass ein Jumpscare folgen wird. Das sollte eher dem Horror-Genre vorbehalten sein.  Das ist wie, als würde jemand während eines romantischen Rendezvous über seine Steuererklärung sprechen. Geht nicht.

Die Spezialeffekte im Film habe ich als passend eingesetzt empfunden. Der Film ist sehr actionlastig und gewaltig, weswegen auch die Effekte nicht unbedingt dezent waren – aber sie passten zum Setting.

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Bildgewaltig und düster

60% der Szenen wurden in Nordirland gedreht, einiges mit Greenscreen. Laut der Hauptdarstellerin Sarah Gadon, waren dies aber nicht wirklich viele Szenen. Man sei also wirklich viel im Wald gewesen und habe auf Bergen gestanden. Die Stimmung war an vielen Drehorten und damit auch im Film authentisch.

Den Hauptdarsteller Luke Evans könnte man schon in dem ein oder anderen Film gesehen haben. Der aus Wales stammende Schauspieler hat unter anderem in “Der Hobbit” als Bard the Bowman gespielt, Bei den drei Musketieren spielte er den Aramis und in Fast & Furious 6 übernahm er die Rolle des Shaw. Er steht derzeit im Gespräch demnächst Eric Draven in einem The Crow Remake zu spielen.

Sarah Gadon dagegen ist ein relativ neues und unverbrauchtes Gesicht in der Filmwelt. Zwar hat sie in einigen Serien und Filmen mitgewirkt (ich kannte sie aus Being Erica), aber ihr steht sicherlich noch eine große Karriere bevor.

Dracula

Aber wie hat mir der Film gefallen?

An Bram Stokers Dracula kommt er in keinem Fall heran – so viel ist sicher. Aber er ist auch keine Schande für das Vampir-Genre.  Ich vermisse die Tiefe der Charaktäre außerhalb der Dreiergespanns Vlad, Mirena und Mehmets. Wenn Darsteller sterben und der Hauptcharakter überemotional reagiert, hat man als Zuschauer im Film selbst nicht einmal seinen Namen mitbekommen, kann diese Überemotionalität nur erahnen aber keinesfalls mitfühlen. Das macht es auch schwer, einige Handlungsweisen von Vlad nachzuvollziehen.

Zum anderen empfand ich es als etwas seltsam, wieso Vlad nach dem Erlangen seiner Kräfte wusste, wie er sie einsetzen konnte. Entdeckte er die Vorzüge zuerst nur stückchenweise, wurde er im Verlauf der Story zu einer Art Übervampir ohne dass man diese Entwicklung hätte nachvollziehen können.

Das sind aber auch eigentlich schon die einzigen Kritikpunkte, die mir einfallen würden. Die Wahl der Schauspieler hat mir ganz gut gefallen. Luke Evans ist charismatisch genug, einen Dracula zu spielen und Sarah Gadon verkörpert die angebetete Ehefrau des Fürsten auch in Perfektion.   Drei Schauspieler aus Game Of Thrones hat man für wichtige Rollen ebenfalls abgeknapst. Zum einen Art Parkinson, der den Sohn des Grafen verkörpert und Charles Dance, als das Monster vom Klauenberg – dem Vampir zum anderen Paul Kaye als Mönch.

Mit etwas mehr Tiefe bei den Charakteren und einem etwas weniger löchrigen Entwicklung wäre der Film sehr stark gewesen. Jetzt ist er gut, aber merklich eher auf Action als auf Geschichtstiefe ausgelegt.  Man kann ihn sich gut im Kino ansehen – Man ärgert sich nachher sicher nicht darüber, aber einen absoluten Blockbuster, der einen erst einmal sprachlos macht, wird man hier nicht bekommen.

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Gewalt gegen Frau vor laufendem Twitch-Stream – Mitarbeiter schaut zu

Twitch ist ein toller Dienst. Ich nutze ihn selbst regelmäßig und liebe den direkten Kontakt mit meinen Abonnenten und Zuschauern. Es ist kaum einfacher mit Menschen zu kommunizieren, während man spielt. Aber jeder tolle Dienst hat auch seine Schattenseiten. Erst recht dann, wenn Dinge passieren, die nicht passieren sollten. Vor laufender Kamera wird eine Frau immer wieder gewaltsam vor die Webcam gezerrt. Später angeschrien mit “Du kommst hier nicht raus, du bist in dem Haus eines Verrückten.” Wer diese Szenen sieht, bekommt eine Gänsehaut, denn sie sehen aus als entstammen sie einem schlechten Film. Doch leider sind sie real. 

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Der Streamer zerrt sie vor die Kamera, obwohl sie sich wehrt

Der Streamer Cro_ hat fast 70.000 Abonnenten. Black-Outs nach Stream-Nächten passieren ihm wohl häufiger, schaut man durch seinen Twitter-Stream, so ist er gespickt mit “What Happened last night” Bildern.

Seine Fans feiern ihn dafür. Vermutlich ist es weniger die Bewunderung für sein spielerisches Können, denn eigentlich öffnet er nur CS:GO Weapon Cases. Und die kosten richtig Geld. Vielmehr ist es die Schaulust, wie ein durchgedrehter Typ tausende von Dollar in ein Spiel steckt, das er nicht mal spielt.  Allein im Stream von Samstag (27. -28. September) kaufte er virtuelle Waffenkisten für fast 1000 Dollar. Grund: Er wollte seiner “Freundin” eine bestimmte Waffe besorgen. Seine Freundin – laut Chatteilnehmer angeblich eine Prostituierte, die er sich für den Abend bestellt hat, stand meist außerhalb einer der beiden Webcams neben dem Computer. Die zweite Webcam zeigte sie aber fast immer im Bild.

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Immer wieder zwingt er sie, die Kisten für ihn zu öffnen…

Während er Kisten öffnete und immer aggressiver wurde, weil die Waffe, die er gern haben wollte, nicht auftauchte und er stattdessen eher minderwertige Exemplare zog, zerrte er die Frau immer wieder vor die Kamera, obwohl sie sich wehrte. Er zog an ihrem Arm, damit sie die Kisten am Rechner auspackt.

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…und beschimpft sie, wenn das falsche Item erscheint.

Irgendwann, als er zu weit ging, ohrfeigte sie ihn, was bei ihm zu schallendem Gelächter führte.

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“Ich will schlafen”, sagt sie ihm mit zittriger Stimme. “Dann schlaf auf dem verdammten Boden” antwortet er

Der Stream ging über eine Stunde. In der Zeit war auch ein Twitch-Mitarbeiter im Chat anwesend und reagierte nicht. Obwohl mehrfach “Call the police” “Twitch ban this channel” oder “Someone rescue the woman” im Chat auftauchte – keine Reaktion.

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Während des ganzen Streams war auch ein Mitarbeiter anwesend.

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Dieser wird laut seines eigenen Channels aber von Cro_ finanziell unterstützt.

Auf dem Twitch-Channel des Mitarbeiters ist unter anderem vermerkt, dass Cro_ zu seinem Top-Donator gehört. Cro_ ihm also Geld zugesandt hat. Im Vergleich zu seinen Ausgaben sind 55$ nicht viel, aber genug um zu zeigen, dass da vermutlich eine freundschaftliche Verbindung besteht. Wurde deswegen über eine Stunde lang nicht eingegriffen?

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Während er schreiend durchdreht, springt sie erschrocken weg.

Welche Substanzen für diesen Ausfall verantwortlich waren, weiß man nicht. Sollte dieser Stream aber für ihn keine Konsequenzen haben, ist der Imageverlust für Twitch kaum einzuschätzen. Durch solche Aktionen könnte sich der Kauf des Streaming-Dienstes für Amazon als sehr faules Ei entpuppen. Will man sowas unterstützen?  Jetzt bleibt abzuwarten, wie Twitch auf diesen Vorfall reagiert.

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Only Lovers Left Alive – Vampire in Zeitlupe und ein “War Doctor”

Viele Filme sehe ich erst gar nicht wenn sie herausgekommen sind, weil ich meist später von ihnen erfahre. Wenn sie dann auch keinen großen Hype erfahren haben, kann es sogar viel später sein. Only Lovers Left Alone erschien im letzten Jahr und ist dieses Jahr bereits auf Netflix verfügbar und dementsprechend kam ich nun auch dazu, den Film mit Tom Hiddleston und Tilda Swinton zu sehen. In einer herausragenden Nebenrolle befand sich unter anderem auch der “War Doctor” John Hurt. 

Vorab – vergesst einfach alles, was ihr über Vampirfilme gelernt habt. Vergesst wirklich alles (es sei denn ihr habt “Die Weisheit der Krokodile” gesehen. Das braucht ihr nicht vergessen.), denn Only Lovers Left Alive ist kein klassischer Vampirfilm mit Gruselfaktor, anziehenden Frauenverführern und dämonischen Höllenweibern. Only Lovers Left Alive ist im Grunde die Geschichte zweier Vampire die bereits seit Jahrhunderten zusammen sind und sich nicht mehr viel mit Menschen beschäftigen möchten. Während Adam (Tom Hiddleston) zurückgezogen in seiner Retro-Welt lebt, alte Instrumente sammelt und sich an die Zeit mit Lord Byron und Mary Shelley zurückerinnert, lebt Eve (Tilda Swinton) im hier und jetzt – auch wenn sie von der westlichen Welt Abstand genommen hat und in Marokko residiert.

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Beide führen eine funktionierende Fernbeziehung, doch Adam wird immer depressiver. Je mehr er sich mit Menschen – er nennt sie Zombies – beschäftigen muss, desto größer wird sein Hass auf die Welt und die Menschheit. Seines Erachtens haben die Menschen alles mit Füßen getreten, was sie weiter gebracht hätte. Sie seien einfach hirnlose Zombies, die nicht wissen was gut für sie ist.

Eve ist nicht ganz so negativ. Sie umarmt die modernen Errungenschaften der Welt und zieht Adam mit seiner Retroleidenschaft hier und da sogar ein bisschen auf.

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Als sie in einem Gespräch bemerkt, dass er depressiver als sonst ist, macht sie sich auf die lange Reise ins halb verlassene Detroit, wo Adam zurückgezogen lebt und seine depressive Musik macht. Von ihrem Freund und Mitvampir Christopher Marlowe wird sie noch gewarnt, dass er einen schlimmen Traum hatte, dass ihre Schwester Ava zurückkehren wird und dass er Angst um sie habe. Auch wenn Eve ihn zu beruhigen versucht, Ava taucht wirklich auf und bringt das Leben der beiden entschleunigten Liebenden gehörig durcheinander.

Eindrücke aus dem Film

Der Film ist in seiner Erzählweise sehr langsam. Die Macher haben sich eher an effektvollen Szenenbildern festgehalten, als die Erzählgeschwindigkeit voranzutreiben. Eigentlich passiert in dem Film nämlich nicht besonders viel. Jedoch wird durch die langsame Erzählgeschwindigkeit, die zudem durch zahlreiche depressive Musikeinlagen und Zeitlupenaufnahmen verstärkt wird, eine sehr bedrückende Stimmung aufgebaut. Auch wenn beide Vampire in einer gewissen Weise außerordentlich schön wirken, ist an ihnen nichts Anziehendes. Sie wirken interessant in ihrer menschlichen Ferne und dem gegenüber steht ihre ganze menschliche Verletzlichkeit, Depressionen, Selbsthass aber auch Liebe und Freude.

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 Yay oder Nej?

Wie soll man einen Film wie diesen einschätzen? Für wen ist er geeignet. Wer einen spannenden und unterhaltsamen Filmeabend haben will, sollte diesen Film von seiner Liste streichen, denn er wird die Stimmung schon in den ersten 10 Minuten herunterziehen. Wer aber in der Stimmung ist, sich in einen Film hineinsaugen zu lassen, der vornehmlich Emotionen und Bilder statt einer Story vermittelt – so wie es instrumentale Musik – nur eben für die Augen – macht, der sollte sich für Only Lovers Left Alive die Zeit und vor allem die Ruhe nehmen.

Mir persönlich lief er ein wenig zu langsam und ich hätte gern noch mehr Erzähldichte gehabt. Dennoch habe ich den Film von der ersten bis zur letzten Minute genossen.

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Microsoft kauft Minecraft – “It’s not about the money. It’s about my sanity.”

Schaut man sich Dokumentationen und “Homestorys” mit Notch und Mojang an, könnte man denken, dass er den geilsten Job der Welt hat, mit dem man vermutlich gern alt werden würde. Aber um ein Milliarden-Unternehmen zu führen, braucht es einen bestimmten Charakter und viel dickes Fell. Notch wollte raus da und das hatte Konsequenzen. 

Die Gerüchte dazu gab es schon einige Tage lang. Gestern dann die Bestätigung. Microsoft kauft Mojang und damit auch Minecraft für 2,5 Milliarden US-Dollar.

Die Meldung wurde in der Community mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen. Zuerst war die Ablehnung vorherrschend. Notch wurde als geldgeil betitelt, als Verräter und viele sahen den Tod von Minecraft voraus.

Notch möchte ein ruhiges Leben

Nach einer Stellungnahme von Notch selbst – die sein Blog zeitweise zusammenbrechen ließ – erklärte er sich. Er selbst habe sich nie als Spieleentwickler gesehen, sondern habe das alles nur aus Spaß gemacht. Er habe in den letzten Monaten selbst nur noch im Büro gesessen und herumexperimentiert, während andere wirklich gearbeitet haben. Die Leitung von Minecraft hatte sowieso schon länger Jeb und nicht mehr Notch selbst.  Für ihn ist der Verkauf und das Verlassen der Firma ein Neuanfang. Die Verantwortung abgeben und wieder leben.

Schon in der Reportage über Minecraft konnte man sehen, dass Notch eher introvertiert ist und mit der Aufmerksamkeit, die seine Person erregt, kaum umgehen kann. Er ist zu einer Ikone der Indie-Spielebewegung emporgestiegen und er fühlte sich in dieser Rolle nicht sonderlich wohl.

Unklare Zukunft

Sich komplett aus der Branche zurückzuziehen und wieder in den Hintergrund zu verschwinden ist in meinen Augen das Beste, das er für sich und seine Gesundheit tun kann. Finanziell sollte er ausgesorgt haben und kann sich nun ein ruhiges Leben fernab irgendwelcher Verpflichtungen machen. Dazu kann er weiter herumexperimentieren und Programmieren wie er lustig ist.

Wie es jetzt mit Minecraft und den anderen Mojang-Projekten weitergeht, bleibt abzuwarten. Trotz allem bleibt nur eine Sache zu sagen.

Danke Notch und danke Mojang.