Alle Beiträge von Ricarda

'85 geboren und im Herzen ein Spielkind. Angefangen mit dem alten ATARI 2600 habe ich schnell meine Leidenschaft für Computerspiele entdeckt. Ich liebte es den bunten Pixeln dabei zuzuschauen, wie sie über den Bildschirm hüpften. Jetzt spiele ich gern Aufbauspiele, Simulationen und RPGs. Neben Computerspielen mag ich Rollenspiele und bevorzuge hier "Call of Cthulhu".
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Hysterie der Aufgeregten – Wenn Computerspiele voller Männer sind

Ich würde gerne sagen, dass eine Sau durchs Dorf getrieben wird. Aber diese Sau ist eigentlich ein Eber und der wird auch nur durchs Dorf getrieben, weil er eigentlich eine Sau hätte sein sollen. Ihr könnt euch denken, was passiert ist. Wir haben die 100ste Sexismusdiskussion, seit der Pixel das Hüpfen lernte. Assassins Creed Unity in Paris hat im Multiplayer keine weiblichen Assassine. Den Berufsempörern stehen schon wieder die Haare zu Berge, denn der Untergang des Abendlandes wird vorausgesagt. Aber was genau empört? Oder wer? Oder warum?

Warum gibts eigentlich keine Frauen in dem Spiel? Auch wenn so getan wird, als sei es die klügste Frage der Welt – ist sie nicht. Sie wird bereits jetzt schon reflexartig bei jedem Spiel gestellt, in dem es sichtbare männliche Protagonisten gibt. Laut der Entwickler gibt es sie deswegen nicht, weil es zu aufwendig und teuer gewesen wäre, eine weibliche Rolle in das Spiel zu integrieren. Es geht in diesem (Überraschung) Business nämlich nicht um die Befriedigung persönlicher Befindlichkeiten, sondern tatsächlich um Zahlen und Deadlines. Wieso also Zeit für etwas aufwenden, was dem Spiel keinen messbaren Mehrwert bietet?

Frauen töten bestimmt schöner

Wieso ist es so wichtig, ob man sich als Mann oder Frau durch Frankreich metzelt? Können Frauen Kehlenschnitte, die den Gegner ausbluten lassen graziler vollführen? Man möchte sich besser mit dem Charakter identifizieren können? Wie sehr sollte man sich mit einem Charakter intensiv identifizieren, der quasi ununterbrochen (den Grund einmal außen vor gelassen) Leute tötet? Macht das Geschlecht es einfacher mit dem Charakter mitzufühlen? Ist Empathie denn von Genen abhängig?

Diese Debatte ist ausgelutscht. Sie kommt bei jedem Spiel, das einigermaßen kaufstark ist, wieder hoch. Man kann mit News keine Klicks mehr bekommen, also macht man es mit Hysterie und Empörung. Das bringt Aufmerksamkeit abseits der regulären Berichterstattung. Ich beobachte das Hochkochen angeblicher Skandale immer wieder und leider immer öfter. Einfach um im Gespräch zu bleiben. Das finde ich traurig, denn die Spiele selbst kommen hierbei viel zu kurz.

Frauen machen ein Spiel nicht automatisch besser

Wer noch nie Assassins Creed in irgendeiner Weise interessant fand, wird sicherlich nicht zum Fan, wenn er das Geschlecht seines Charakters ändern kann. Gute Spiele sind auch mit einem Geschlecht gut. Schlechte Spiele können so viele Geschlechter haben, wie sie wollen. Es macht sie nicht besser.

Wir sprechen Spielen immer wieder ab, Einfluss auf unser Leben und unsere Psyche zu nehmen. Wir bestehen darauf, dass Ego-Shooter harmlos sind und das töten virtueller Personen keinen Einfluss auf uns habe. Dann soll aber eine vergleichsweise Kleinigkeit wie das Geschlecht des Charakters mit dem wir andere Spieler oder NPCs töten einen riesigen Einfluss haben? Lügen wir uns da die Realität vielleicht ein bisschen so zurecht, wie wir sie gern hätten?

Man kann Frauen gar nicht RICHTIG in Computerspielen darstellen

Es ist ja nicht so, als hätte es keine weiblichen Hauptfiguren in Spielen gegeben. In Rollenspielen, in denen es tatsächlich darauf ankommt, mit dem Charakter möglichst überein zu stimmen, ist es keine Diskussion mehr ob es mehrere Geschlechter gibt. Da kann man sogar alles bis zur Nasenhaarlänge einstellen. Das erfordert aber auch einen gewissen Grad an Aufwand und selbst hier ist man nicht zufrieden.

In Rollenspielen würde die Kleidung der weiblichen Spieler zu knapp sein. Der lendenschutztragende Krieger mit gestählter nackter Brust wird sich verwirrt den Kopf kratzen, aber auch diese Darstellung ist nicht super. Wenn ein weiblicher Charakter zu tough ist, dann wird gleich vermutet, es sei einfach nur ein männlich-geplanter Charakter mit weiblichem Aussehen. Zeigt er Schwächen und wird wie bei Tomb Raider durch ein einschneidendes Erlebnis (versuchte Vergewaltigung) zum Killer, heißt es, Frauen bräuchten ja immer nur schlimme Erlebnisse, um außergewöhnliche Dinge zu vollbringen. (Weil es sehr viel besser wäre, wenn Frauen ohne Trauma in der Lage sind, sich durch die Welt zu metzeln.) Man kann Frauen nie so darstellen, dass die hysterischen Stimmen leiser werden. Irgendwas vergisst man immer zu beachten und landet in der Negativpresse.

Eigentlich wollen wir nur hübsche Frauen

Was wollen wir denn? Charakterrollen oder generische Stereoptypen? Sollen Frauen eiskalte Killer sein, denen es nichts ausmacht, hunderte Menschen abzumetzeln oder wollen wir Frauen mit Charakter, die einen Grund brauchen, wieso sie etwas machen? Die Frage wird man nie vollends beantworten können weil es in den Diskussionen immer Stimmen geben wird, die den Entwicklern vorwerfen, sexistisch zu sein.

Es geht nicht um Frauen in einem Spiel. Es geht um hübsche, heroische und perfekte Frauen. Sie sollen das Idealbild einer Frau darstellen. Alles andere zählt nicht – und das ist traurig. In Borderlands 2 ist beispielsweise Ellie eine meiner Lieblingsfiguren, doch sie erfuhr kaum Beachtung. Sie ist dabei alles, was die toughe Frau verkörpert. Sie hat eine große Klappe, ein eigenes Geschäft, das sie führt – sie ist Automechanikerin. Sie ist nicht auf der Suche oder Jagd nach einem Mann. Sie macht ihr Ding und lässt sich nichts sagen. Eigentlich die perfekte Spielefigur – doch leider wiegt sie an die 300 Kilo. Sie hat keine schlanke Wespentaille oder ein niedliches Gesichtchen. Sie ist dick. Wird sie deswegen nicht gefeiert? Stattdessen sind Maya und Lilith in allen Gesprächen und das obwohl sie nicht einmal halb so viel Charakter wie Ellie haben – dafür haben sie eine Wespentaille.

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Dann machs halt selbst

Ich kann verstehen, dass man irgendwann dazu geneigt ist zu sagen: Dann macht es doch selbst. Gründet selbst eine Spielefirma, nehmt Geld in die Hand und verbringt eure Zeit damit, das für euch perfekte Computerspiel zu machen., denn offensichtlich ist niemand anderes auf der Welt dazu in der Lage. Schaut man sich dann aber die Studiengänge an, dann sind Frauen immer noch in der Unterzahl. Neigen sie immer noch dazu lieber etwas “handfestes” und “sicheres” also “vernünftiges” zu lernen, statt sich einer Leidenschaft hinzugeben. Oder gibt es diese Leidenschaft erst gar nicht?

Ich gehe jetzt jedenfalls einen Beitrag vorbereiten. Ich habe gesehen, dass man in Barbiespielen keinen Mann spielen kann. Ich denke eine Online-Petition wäre hier genau das Richtige…

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Lootchest Unboxing und Statement zu zukünftigen Boxen

Ich hasse es wirklich, diesen Artikel schreiben zu müssen, aber nachdem ich Lootchest so fleißig weiterempfohlen habe, möchte ich nun ein kurzes Statement loswerden wieso das erste Unboxing auch mein letztes Unboxing sein wird. Vorab – es hat nichts mit dem Dienst Lootchest zu tun. Sowohl der Bestellvorgang war transparent, die gelieferten Goodies waren angemessen und einige gefielen mir auch. Allerdings gibt es einen kleinen Punkt, mit dem ich persönlich ein Problem habe und weswegen ich mich von dem Dienst distanzieren werde.

Ich möchte noch einmal klarstellen, dass es nichts mit dem Dienst zu tun hat. Mit diesem war ich nach der ersten Paketlieferung sehr zufrieden. Leider musste ich allerdings feststellen, dass einer der Betreiber des Dienstes ein leidenschaftlicher AfD-Anhänger ist. Jeder kann in seiner Freizeit als Privatmensch entscheiden, was er mit seiner Zeit macht. Da ich Lootchest aber auch auf eigene Kosten bestellt habe und es daher auch mein Privatvergnügen war, diese vorzustellen, entscheide ich mich, mein Abo nicht mehr zu verlängern oder weitere Pakete vorzustellen. Da ich von diesem Dienst in den höchsten Tönen schwärmte, denke ich, dass ich meinen Followern und Lesern dieses kleine Statement schuldig bin.

Sowohl die getätigten Aussagen der AfD, als auch die politische Einstellung dieser Partei widersprechen meiner persönlichen Einstellung und überschreiten auch meine Toleranzgrenze. Diese ziehe ich hier für mich persönlich und leider fällt auch der eigentlich sehr vielversprechende Dienst Lootchest für mich darunter. Als Seitenbetreiberin und Privatperson muss ich für mich selbst entscheiden ob und wo ich eine Grenze ziehen kann. Und ich ziehe meine Grenze jetzt und hier.

Meine zwei folgenden Pakete aus meinem 3-Monats-Abo werde ich selbstverständlich wie bestellt zahlen und empfangen. Danach war es das aber für mich. Den Betreibern des Dienstes Lootchest wünsche ich dennoch viel Erfolg mit ihrem Startup. Sie sind sehr engagiert und gewissenhaft und arbeiten professionell. Dass es mit uns nichts wird, finde ich schade, aber für mich funktioniert das leider nicht.

Edit:
Lootchest und ich sind, wie ich finde, zu einer sehr fairen Einigung gekommen. Danke noch einmal für die Email und die Worte zu dem Thema. Ich wünsche der Firma weiterhin alles Gute und viel Erfolg bei ihrem Geschäft.

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Earth: Year 2066 wird von Valve aus dem Steam Store gelöscht – Entwickler gebannt

Early Access Spiele und ihre Gefahren. Dazu könnte man viele, lange Worte verlieren. Das habe ich sogar schon getan. Ein neuer Fall macht es aber nötig, noch einmal darüber zu sprechen. Es geht um das Spiel Earth: Year 2066 von den Entwicklern des Killing Day Studios.

Wenn man Inhalte einfach mal so übernimmt und dann als eigene Schöpfung ausgibt, ist das keine schöne Sache, passiert allerdings gar nicht so selten. Erinnern wir uns einmal an The WarZ aka Infestation: Survivor Stories. Da war ja auch praktisch alles irgendwo her genommen worden. Auch hier beendete Steam den Verkauf der Beta, allerdings nur so lang, bis die Entwickler das “Problemchen” geklärt hatten. Es folgten einige Updates, ein Namenswechsel nach einer verlorenen Gerichtsstreitigkeit und irgendwann war das Spiel wieder bei Steam erhältlich.

Subtil klauen geht anders

Earth: Year 2066 soll das Ganze nicht ganz so subtil gemacht haben wie andere. Das Artwork war ohne Genehmigung gemopst. Der Gameplay-Trailer soll von einem ganz anderen Spiel gestammt haben. Die im Game eingefügten Inhalte sollen ebenfalls von anderen Entwicklern stammen. Negative Kommentare auf Steam sollen daraufhin vom Entwickler in positive Kommentare editiert worden sein. Nachdem herauskam, dass er auch noch seine Freunde ermutigte, das Spiel positiv zu rezensieren, wurde es zig Male bei Steam gemeldet. Steam reagierte darauf und und sperrte Spiel und Entwickler. Käufer bekommen das Geld zurückerstattet, wenn sie auf der Shopseite des Spiels eine Rückerstattung anfordern.

Augen auf beim Alpha- und Beta-Kauf

Auch wenn die Warnung von mir bereits ausgesprochen wurde, kann man es offensichtlich nicht oft genug sagen. Da Early Access Spiele allem Anschein nach keinerlei Überprüfung erfahren und mir schleierhaft ist, wie ein Spiel wie dieses durch den Greenlightprozess rutschen konnte, sollte jeder Käufer vorher schauen, ob ein Spiel von einem seriösen Entwickler kommt oder nicht. Das ist zwar nicht immer genaustens ersichtlich, aber mit ein bisschen Bauchgefühl hätte man schnell gemerkt, dass das von Steam nun gesperrte Spiel eher eine Totgeburt war, als ein aufstrebendes Indie-Game.

Alpha- bzw Early Access Spiele sind und bleiben ein Risiko für den Käufer, weil es keine Garantie dafür gibt, dass sie auch wirklich das finale Stadium erreichen. Das sollte man sich als Käufer immer wieder vor Augen halten.

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Die erste Runde Pen&Paper über Roll20

Am 27.04.2014 startet unser Versuch eine Pen&Paper-Runde über das Internet zu organisieren. Mit einigen kleinen Startschwierigkeiten brachten wir unsere erste Runde hinter uns. Genutzt haben wir den Online-Dienst roll20

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Vorbereitung

Machen wir uns nichts vor, roll20 erfordert Einarbeitung. Vor allem der Gamemaster/Spieleleiter sollte Ahnung davon haben, wie man das Tool benutzt. Das ist wichtig, wenn er geheime Botschaften und Nachrichten verschicken will, Musik und Soundeffekte einspielt oder Karten einbindet. Tyziel hat im Vorfeld eine Karte erstellt, die den Ort anzeigt, an dem unsere Gruppe startete. Jeder bekam seine direkte Vorgeschichte, basierend auf der Charaktergeschichte und musste dann in dieser Situation starten.

Da wir einige Anfänger in der Gruppe hatten, dauerte der Start etwas länger. Die Würfel mussten erklärt werden, wie man würfelt, welche Würfel man verwenden muss usw.

In der ersten Runde haben wir noch nicht sehr viel gespielt und die Story entwickelte sich nur langsam. Dafür wurden wir alle selbstsicherer beim Umgang mit Roll20.

Der Spielverlauf

Nachdem der Anfang gemacht war, konnten wir spielen, die Geschichte erleben und auch unsere eigene Story voranbringen.  Dadurch dass jeder einen eigenen Start und somit auch eine eigene Motivation hatte, seine Geschichte zu entdecken, handelten wir erst alle einzeln und hatten nicht viel miteinander zu tun.

In den nächsten Runden wird es sich vermutlich mehr zu einem Miteinander entwickeln und die Gruppe birgt vermutlich schon einiges an Konfliktpotential.

Zu schnell vorbei

Die erste Runde war für meinen Geschmack viel zu schnell vorbei. Meinetwegen hätte sie vermutlich auch noch ein Stündchen länger gehen können. Dadurch dass wir aber Sonntags spielten und einige Montagfrüh wieder arbeiten mussten, haben wir dann einen Cut gemacht.

Von Roll20 war ich nach der Spielrunde bereits sehr begeistert. Zur Verdeutlichung der Szenerie und vor allem zum Visualisieren und Einbeziehen der Spieler  ist es ideal.

 

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The Secret World ist vermutlich das beste MMO, das bislang entwickelt wurde

The Secret World ist bereits einige Jahre alt und leider etwas in den Hintergrund gerückt, schaut man sich einmal an, welche Aufmerksamkeit es in der Öffentlichkeit bekommt – oder eben nicht bekommt, aber ich habe es nun über 60 Stunden gespielt – was für mich tatsächlich eine große Überraschung ist, und ich muss einmal mein Loblied loswerden.

Meine MMO-Erfahrungen sind nicht sonderlich groß, dementsprechend ist meine These vermutlich sehr gewagt, doch von dem was ich nun mitbekomme, ist The Secret World schon sehr nah daran, das für mich perfekte MMO oder Spiel generell zu sein. Große Worte, ich weiß, aber ich kann sie auch begründen.

Fangen wir zuerst damit an, dass es in der Jetztzeit spielt und damit die Story zumindest für mich sehr viel greifbarer wird. Zu Beginn werden wir von einer seltsamen Macht ergriffen und die Geheimbünde buhlen mehr oder weniger um uns.

Als ich in meiner verwüsteten Wohnung stehe, die durch meine Kräfte, die ich in den letzten Wochen bekam, zerlegt wurde, klopft es an der Tür und eine Dame der Templer  - ja genau DER TEMPLER steht vor meiner Tür und fragt mich, ob ich diejenige sei, nach der sie suche. Ein Blick auf die Trümmer verrät ihr, dass sie richtig ist. Sie gibt mir einen Brief – meine Eintrittkarte zu den Templern, die mich gern in ihren Reihen haben wollen. Ich suche das Hauptquartier in London auf und werde von einem ruppigen General in die Kriegskunst eingeweiht.

Ich kann mir nun aussuchen, mit welcher Waffe ich zukünftig meine Aufgaben erledigen möchte. Die Faustwaffen sagen mir am meisten zu und so bekomme ich mein erstes Paar Faustklingen.  Ich sehe ein bisschen aus wie eine weibliche Version von Wolverine, aber die Waffen sind effektiv.

Mein erster Auftrag bringt mich für die Templer nach Kingsmouth. Dort haben sich die Bewohner nach einem seltsamen Vorfall verändert. Das kleine Küstenstädtchen wurde vom Meer aus mit einem Nebel überrollt, der viele Einwohner dazu brachte ins Meer zu gehen und dort zu ertrinken. Doch die Bewohner blieben nicht im Wasser sondern stiegen als Zombies, Kultisten und Fischmenschen aus den tiefen des Meeres und versuchen sich nun an den Lebenden zu laben.

Die verbleibenden Bewohner – Der Sheriff, der Arzt, der Priester und einige andere mutige Bewohner haben sich verbarrikadiert und verteidigen ihr Hab und Gut gegen die Zombies. Der Schrottplattbesitzer baut einen Bus, mit dem er von Kingsmouth flüchten will. Für ihn besorgen wir einige Ersatzteile, damit er seinen Bus fertigstellen kann.

Zwischendurch werden wir durch die Templer-Zentrale immer einmal wieder zurück nach London berufen und auch in die Städte der anderen beiden Charakterklassen geschickt. Wir erledigen Dinge für unseren Orden und steigen damit innerhalb dessen und gewinnen Ansehen.

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Mein Herz hüpft bei jeder Anspielung auf Lovecraft und das passiert ist dem Spiel ununterbrochen. Die Entwickler haben sich mit vollen Händen am Cthulhu-Mythos bedient und das Beste daraus gemacht, was man in einem MMO hätte machen können.

Die Stärke des Spiels liegen vor allem in einer Quest-Art. Den Rätselquests. Rätselspiele kennen wir alle, doch was Funcom hier abliefert ist Meisterklasse. Während viele Rätsel in Spielen nur auf die Spielinhalte beschränkt sind, bringt man bei The Secret World das Rätseln auf einen ganz neuen Level. Einige Beispiele gefällig?

In einer Rätselquest ging es darum versteckte Orte zu finden. Man bekommt einen kryptischen Text, der mit dem Zitat eines Mannes endet. Dieser Mann war ein niederländischer Portraitmaler – das weiß man entweder oder muss es durch den integrierten Browser im Spiel ergoogeln. Die Lösung ist, dass man irgendwo in der großen Stadt einen Ort finden muss, in dem ein Portrait hängt, das er gemalt hat. Interessanterweise findet sich das Portrait in einem Haus voller Bilder. Also muss man auch wissen, welche Art von Portraits er malte, um das Richtige zu finden. Auch hier hilft die Google-Bildersuche weiter.

Wer nun denkt, damit habe man das Rätsel komplett gelöst – nein, das ist nur ein Bruchteil der Lösung und an vielen Rätseln sitzt man – ohne die Lösung zu ergoogeln – viele Stunden.

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Ein anderes Beispiel: In einem Kellergeschoss möchte man den Zugang durch eine verschlossene Tür bekommen. Dazu muss man eine Melodie spielen, doch das Notenblatt hierzu ist verschmiert. Also macht man sich über Google auf die Suche nach den Noten zu diesem speziellen Lied – zur richtigen Passage – und spielt dann die Noten auf dem Instrument in der richtigen Reihenfolge. Und dazu sollte man Noten lesen können.

Das sind nur zwei von unzähligen Beispielen, in denen man bei den Rätseln nicht nur auf sich allein, aber vor allem auf Logik und Ideenreichtum zurückgreifen muss, um die Quests erledigen zu können. Ich gebe zu, dass ich auch einige Male zur Komplettlösung greifen musste, um weiterzukommen, jedoch sind die im Netz veröffentlichten Lösungen meist dennoch so kryptisch, dass sie einem nicht 1:1 vorsagen, was man machen muss.

Wieso mich dieses Spiel aber nun so begeistert? Dadurch dass die Quests knackig schwer sind, ist das Erfolgserlebnis nach Abschluss riesig. Das gute Gefühl, das ein abgeschlossenes Rätsel bei mir hinterlässt ist sehr viel intensiver, als wenn ich in einem Spiel 1000 Kröten für einen Alchemisten sammeln muss. Statt plumpen Farming und Grinding wird man hier herausgefordert – und das in meinem für mich geliebten Lovecraft-Umfeld.

The Secret World ist für mich eines der besten MMOs unserer Zeit weil es einfallsreich, detailverliebt und unglaublich gut durchdacht ist. (Und weil Tentakelmonster darin vorkommen).

Dass es so wenig mediale Aufmerksamkeit bekommen hat, ist schade. Dennoch hoffe ich, dass die Entwickler trotz gestrichener Abogebühren genug verdienen, um das Spiel MINDESTENS so lang wie WoW weiterführen zu können. The Secret World ist ein Spiel, auf das ich ewig lang wartete, ohne zu merken, dass es eigentlich schon lange da war. Funcom kann man hier nur ein großes Danke aussprechen. Das Spiel ist ein Meisterwerk.

The Secret World

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Tropes vs. Women in Video Games – Viel heiße Luft und Geld für nichts

Als Anita Sarkeesian vor 2 Jahren auf Kickstarter Geld sammelte, sah sie sich laut eigener Aussagen einer großen Hasswelle ausgesetzt. Ihren Aussagen nach hat sie das bekräftigt, mit dem weiterzumachen, was sie damals plante. Mit fast 160.000 US-Dollar, die sie sammelte, wollte sie mit einem riesigen, technischen Aufwand eine 12-teilige Videoserie zum Thema Sexismus in Videospielen machen.

Das Ergebnis nach 2 Jahren – 4 Videos, die sich größtenteils durch einfache Recherche aushebeln ließen. Alles in Allem ist das Tropes vs. Women Projekt nicht mehr als heiße Luft gewesen. Der Wirbel darum nicht berechtigt. Und die Aufregung kaum wert.

Dem erhobenen Zeigefinger folgte ein Mittelfinger

Sarkeesian wollte die Gamer-Community wachrütteln und wollte ihnen mit einem Spiegel vorhalten, was für moralisch schlechte und verwerfliche Menschen sie sind. Sie wollte zeigen, was für moralisch verwerfliche Individuen in der Spieleindustrie sitzen. Sie hat mit einem aber nicht gerechnet – Mit dem Zusammenhalt der Gaming-Community – und der Internetaffinität ihrer Anhänger.  So wurden ihre Videos mehrfach widerlegt, gröbste Recherchepatzer aufgedeckt. Ein Kanal hat dies sehr ausführlich gemacht.

Feminismus vs. Fakten

Ich behaupte von mir nicht, dass ich alles weiß, was das Gaming betrifft. Da ich spät hinzugestoßen bin, fehlt mir das, was viele Leute von ihrer Kindheit an erlebt haben. Ich hatte nie einen guten Computer oder Geld für eine tolle Konsole. Ich habe die ganzen Klassiker nie gespielt. Ich hole meine “Gaming-Kindheit” gerade Stück für Stück nach und erlebe das, was andere schon vor Jahrzehnten erlebt haben.

Ich sammle allerdings auch keine 160.000 Dollar, um Gamern eine Schulstunde darüber zu geben, was mir nicht an ihnen gefällt. Zurecht kann man sich nun fragen, was ist mit dem Geld passiert? Die Video- und Produktionsqualität der Videos ist kaum gestiegen. Schaut man sich den Kanal an, dann wurde seit November auch nicht mehr viel gemacht. Durch die Umstellung der Kommentarstruktur musste sie eine Fanseite für ihren YouTube-Kanal anlegen. Dieser war ihr aber nicht einmal einen eigenen Avatar wert. Die Seite wirkt, als würde sie brach liegen. Eine mindestens 160.000 Dollar teure Seite, denn auf ihrer Webseite sammelt sie immer noch Spenden für ihr Videoprojekt, um es ihrer Aussage nach Werbefrei zu halten. WAS VERFLUCHT NOCH MAL DREHT SIE DENN DA, WENN SIE ÜBER 10.000 DOLLAR FÜR EIN VIDEO VERSCHLEUDERT, IN DEM SIE NUR (!!!) IHR GESICHT IN DIE KAMERA HÄLT, DASS SIE SPENDEN BRAUCHT, DAMIT DIESE VIDEOS WERBEFREI BLEIBEN KÖNNEN??

Meine bescheidene Meinung

Mit Sarkeesian habe ich so meine ganz persönlichen Probleme. Ich glaube nicht, dass sie überhaupt weiß was sie da tut oder was sie überhaupt will. Ihr Frauenbild definiert sie krude. Starke Frauen würden nur versuchen Männer zu imitieren, deswegen dürften sie nicht als Vorbild zählen. Ein starker Charakter in einem Videospiel sei also nur eine Männerkopie.  Ihr nie veröffentlichtes Video “Man with Boobs” würde sicher genau davon handeln. Was ist dann ein männlicher, emotionaler und weicher Charakter? Man with Vagina?

Sie ist mit einem lauten Gebrüll nach vorn gestürmt und hat jeden vor den Kopf geschlagen, der auch nur einen Hauch an Leidenschaft fürs Gaming hatte. Sie hat jedem immer wieder erzählt, was IHR am Gaming nicht passt. In ihrer kleinen selbstzentrierten Welt hat das sicher alles Sinn ergeben – und für sie war es offensichtlich auch profitabel – in der Welt außerhalb ihrer Paranoia hielten ihre Vorwürfe aber kaum Stand.  Als sie Kritik erntete – Gegenwind bekam und sich Trollen ausgesetzt fühlte, nutzte sie dies als Bestätigung ihrer Vorwürfe und schaffte auch das wieder für ihre Selbstdarstellung zu nutzen und ihre auswendig gelernten Sätze in jede TV-Kamera zu sprechen, die noch ein Mittagsthema brauchte.

Copyright-Streits

Das letzte Mal war Sarkeesian mit Copyright-Verstößen in der Presse. Genauer gesagt, hatte sie Non-Commercial Fan-Art für ihr Logo verwendet, ohne den Urheber zu nennen. Die Künstlerin fand dies zwei Jahre nach dem Start der Kampagne heraus und stellte Sarkeesian zur Rede. 11 Tage danach war das Ergebnis, dass Sarkeesian auf das Artwork der Künstlerin verzichtete, weil sie nicht nachweisen konnte, dass ihre Firma/Organisation gemeinnützig arbeitet, so wie sie es angegeben hatte.

http://cowkitty.net/post/79912196471/update-3-you-stole-my-artwork-an-open-letter-to

Am Ende nicht mehr als heiße Luft

Nach zwei Jahren und vier von zwölf versprochenen Videos (den Outfits nach hat sie die ersten drei sowieso am gleichen Tag gedreht), ist nicht mehr viel übrig von der laut brüllenden Kämpferin Sarkeesian. Auf Twitter nögelt sie twitteresque wie eine Fensterrentnerin über Kleinigkeiten des Alltags. Sie tingelt von Veranstaltung zu Veranstaltung, sagt ihre Sprüche auf und tingelt weiter. Die Kickstarter-Backer werden das Ergebnis ihrer Finanzierung wohl nicht mehr sehen. Am Ende sind sie alle gleich. Wenn es um Geld geht, ist die Moral nicht mehr wichtig.

Funfact. Anita Sarkeesian verdient pro Video 13.166 Dollar. Das sind pro Minute 526 Dollar. Sie verdient damit alle zwei Minuten so viel, wie eine gut bezahlte Pornodarstellerin am Tag.

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Von der Idee, eine Pen&Paper-Runde über Teamspeak zu organisieren

Die meisten Pen&Paper-Runden sterben deswegen, weil die Mitglieder keine Zeit mehr haben, sich regelmäßig zu treffen. Das ist tatsächlich ein Problem, wenn man den Anspruch hat, sich zumindest einmal die Woche oder einmal im Monat zu einer Runde zu sehen.  Die meisten von uns haben das Problem, dass es in der Umgebung entweder keine festen Pen&Paper-Gruppen gibt, oder diese quasi nur aus Fremden bestehen. Sodass es eigentlich kaum Spaß machen würde, als Fremder in diese Gruppe hineinzustoßen.

Nichts läge näher, als die Idee, ein Pen&Paper über Teamspeak zu organisieren. Was sollte auch dagegen sprechen, denn gerade die Gespräche der Charaktere untereinander machen den Reiz des Spiels aus und das lässt sich hervorragend über Teamspeak realisieren.

Die Schwierigkeit besteht eigentlich in den Punkten, in denen auch Rollenspielgruppen, die sich physisch treffen, erst einmal ins Stocken geraten. Welches System wird gespielt, in welchem Setting findet man sich wieder und vor allem welche Klasse möchte man überhaupt spielen?

World of Darkness

Auch wenn ich mehr so den Rollenspielen zugetan bin, in denen man keine übernatürlichen Wesen spielt, sondern Menschen (Cthulhu Pen&Paper), haben wir uns auf World of Darkness geeinigt. Im Genaueren auf die neue Version von World of Darkness, oft nWoD abkürzt. Hier wird man gewungenermaßen mit dem Übernatürlichen konfrontiert, weil man sehr stark in der Fantasy-Schiene verwurzelt ist.

Was sollte ich nun also spielen? Welche Klasse passt zu mir und bei welcher Klasse traue ich mich zu, mich in den Charakter einzubringen? Mir war von Anfang an klar, dass ich Werwolf, Elfe oder auch Vampir nicht ohne satirischen Unterton hätte spielen können, deswegen fielen die für mich schon zu Beginn nach hinten rüber. Das Vampirthema ist so unglaublich ausgelutscht (tolles Wortspiel, nicht wahr?), dass ich vermutlich eine Edward-Kopie parodiert hätte.

Hui buh oder eher Frankenstein?

Interessanter waren für mich dann sowohl die Geister, als auch die Konstrukte. Konstrukte sind irgendwas zwischen Frankenstein, Golems oder Zombies – je nachdem in welche Richtung man gern gehen würde. Geister oder auch Gespenster sind eben das, was man sich drunter vorstellt. Auch wenn beides seine Reize hat, war ich dann dem menschlicheren von beidem zugetan. Also habe ich mich für die Konstrukte entschieden. Jetzt habe ich aber die große Auswahl zwischen den verschiedenen “Lineages”.  Lineages sind sogenannte Familien, die auf einen Ursprungscharakter zurückgehen, nach dem sie benannt wurden (die sogenannten Progenitor). Jeder von ihnen wurde von einem Menschen (Demiurges) erschaffen. Folgende Lineages gibt es.

Lineages

Frankensteins, Galateids, Osirans, Tammuz und Ulgan. Je nachdem in welche Richtung ich mit meinem Charakter gehen will, ist die ein oder andere Lineage passender.

Frankensteins gehen auf den Klassiker “Frankensteins Monster” zurück. Und so sind Frankensteins elektrizitätsaffin und eher ein Patchwork aus vielen Einzelteilen. Sie sind unglaublich stark, aber auch ungehalten.

Galateids werden auch die Musen genannt. Sie wollen jung und schön sein und sind immer wieder auf der Suche nach Teilen, die sie noch jünger und schöner erscheinen lassen. Sie suchen Anschluss zu anderen, betören mit ihrer Schönheit aber verschrecken andere oft durch ihre Art.

Osirians, auch die Kinder Gottes genannt, sind eine sehr dominante Gruppe. Sie erwarten, dass sich andere ihnen unterwerfen. Ihr Körper zeichnet sich dadurch aus, nicht vollkommen zu sein.

Tammuz sind Golems, die sich an jüdische Legenden anlehnen. Hier sind sie jedoch nicht aus Lehm gemacht, sondern aus… menschlichen Überresten. Ihre Leiche wird vergraben, nachdem sie mit dem göttlichen Feuer behandelt wurden. Danach müssen sie sich den Weg nach oben an die Erdoberfläche kämpfen und klarkommen. Die sind melancholisch, lehnen Sklaverei und Unterjochung ab. Sie streben wie alle Promethean Sterblichkeit an.

Die Ulgan, auch die Zerrissenen, sind durch ein fehlgeschlagenen shamanisches Experiment in viele verschiedene Teile zerrissen und anschließend wieder zusammengesetzt worden. Das war eigentlich nur mit dem spirituellen Körper geplant.  Leider ging dies nach hinten los und so erkennt man die Ulgar an ihren Narben und Nähten.

“Lebens”ziele

Promethean wollen sterblich – also Menschen – werden und streben dies durch bestimmte Richtungen an, die alle nach Metallen benannt wurden. Hier entscheidet sich, ob ein Promethean eher pazifistisch und sozial oder doch lieber herrscherisch und kriegerisch sein möchte.

Nun stehe ich also vor der großen Wahl. Was will ich eigentlich und wer bin ich eigentlich? Für mich heißt das nun in meiner Freizeit Regelbücher wälzen – die vor allem in Englisch verfasst und unglaublich langatmig sind und vieeeele Notizen machen.

Wie schauts bei euch aus, wollt ihr weiter Infos zu diesem Projekt habe, spielt ihr vielleicht selbst Pen&Paper und habt einige Tipps für mich? Die oben zusammengetragenen Infos müssen nicht ganz korrekt sein, ich habe sie auf die Schnell zusammengesammelt. Ich habe das Klassenbuch zu den Promethean nur angelesen und ein bisschen durchgeblättert, aber noch nicht komplett gelesen.

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Ich bin eine Ziege und das ist auch gut so

In meinem Ankündigungsbeitrag zum Goat Simulator habe ich bereits auf dieses Goldstück der Spieleentwicklung hingewiesen. Der Trailer versprach ja schon einiges an Action. Ich durfte das Game seit Freitag anspielen und habe bereits drei Videos hierzu erstellt und hochgeladen.

Der Goat Simulator ist sinnlos, das war uns aber auch schon vorher bewusst. Simulationen dieser Art sind meistens eher einfach gestrickt und haben keinen großen Wiederspielwert. Beim Goat Simulator ist es aber anders. Aus meinem “Mal 15 Minuten anspielen” wurde dann kurzerhand über eine Stunde, einfach deswegen, weil man so viel entdeckt, dass die Zeit wie im Flug vergeht.

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Der Goat Simulator ist allerdings nicht das einzige Spiel, das sich einer Ziege als Hauptdarsteller widmet. Escape Goat und Escape Goat 2 sind zwei Plattformer, in denen man die Rolle einer Ziege übernimmt, die mit einer kleinen Maus zusammen Rätsel lösen und sich durch verschiedene Level puzzlen muss.

Ziegen sind also auch im Gaming universell einsetzbar. Ab heute Abend bekommt ihr den Goat Simulator auf Steam. Wenn ihr spaßigen Nonsense mögt, dann wird dieses Spiel definitiv nach eurem Geschmack sein. Solltet ihr euch noch nicht sicher sein, schaut euch einfach meine drei Videos oben an. Diese sollten euch einen guten Einblick in das Spiel geben.

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Diablo 3: Reaper Of Souls: Dieser Comic-Trailer ist viel besser

Die etwas sehr teure Erweiterung zu Diablo 3 ist endlich da. Reaper Of Souls bringt ein bisschen neue Inhalte für einen stattlichen Preis. Darum soll es an dieser Stelle aber nur am Rande gehen, denn mit einem grandiosen Comic-Trailer wird der echte Trailer zum DLC ein bisschen auf die Schippe genommen. Tja und eigentlich gefällt der Comic-Trailer auch direkt viel besser. Sorry Blizzard.

Diablols: Reaper of souls (Comic Trailer)

Diablo 3: Reaper of souls (Original Trailer)