Alle Beiträge von Ricarda

'85 geboren und im Herzen ein Spielkind. Angefangen mit dem alten ATARI 2600 habe ich schnell meine Leidenschaft für Computerspiele entdeckt. Ich liebte es den bunten Pixeln dabei zuzuschauen, wie sie über den Bildschirm hüpften. Jetzt spiele ich gern Aufbauspiele, Simulationen und RPGs. Neben Computerspielen mag ich Rollenspiele und bevorzuge hier "Call of Cthulhu".
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Der Fall Zoe – Wir müssen alle noch viel lernen

Das Internet diskutiert über das Ende einer Beziehung zweier Menschen, die sie vermutlich vorher nicht einmal kannten. Im Netz landeten persönliche Nachrichten, Ängste, Träume und Fehler sowie eine Debatte darüber, wie korrupt der Spielejournalismus ist, wenn er gegen sexuelle Gefälligkeiten Vorzugsbehandlung walten lässt. Aber wie viel davon geht uns eigentlich was an? 

Ich habe mich die komplette letzte Nacht und davor mehrere Stunden durch Meinungen gelesen. Ich habe mich auch durch die vom Exfreund aufgesetzte Website und seinen Tumblr gelesen. Ich habe verschiedene Reaktionen der Gaming-Magazine gelesen und auch welche Konsequenzen sie ziehen.

Die meiste Zeit, als ich las hatte ich nur das Gefühl von Mitleid mit beiden. Beide haben sich kennengelernt, ihrerseits viele Hoffnungen in ihre Beziehung gesteckt. Da beide aber wohl Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehungen haben (wer hat die nicht? Nur manche trifft es härter als andere) funktionierte es nicht, obwohl sie es mehrfach versuchten – gegen Ende sogar herbeizwingen wollten.

Ich habe in meinem persönlichen Blog einmal einen Leitfaden geschrieben wie man mit Trennungen umgeht, wenn man im Internet gut vernetzt ist – wenn man also viele gemeinsame Freunde hat. Ich glaube die beiden haben so ziemlich alles falsch gemacht und das ist nun das womit wir umgehen müssen. Tausende Menschen mischen sich nun in ihre verlorene Beziehung ein und am Ende ist der menschliche Schaden größer als der einer Trennung je hätte sein können.

Ich hatte gleichzeitig aber auch das Gefühl, dass viele dieser Dinge nicht in die Öffentlichkeit gehörten. Er wollte seinem Frust Luft machen… Ich verstehe das. Er wollte den Leuten zeigen mit was er zu kämpfen hat. Auch das verstehe ich… Aber am Ende wird es weder ihm, noch ihr noch sonst jemandem besser gehen. Die Welt wird voller Scherben liegen und niemand wird sie aufheben. Stattdessen wird jeder durch diese Scherben hindurchlaufen und immer wieder daran erinnert werden, dass sie existieren und warum.

Persönliche Dinge sind persönlich – Geschäftliche Dinge geschäftlich

Lassen wir die persönlichen Probleme, die das ehemalige Paar hatte einmal beiseite, stehen wir vor einem weiteren Problem, das uns alle etwas angeht, sofern wir unabhängige Berichterstattung über Spiele als wichtig empfinden.  Jobs vor allem über persönliche Beziehungen zu bekommen ist etwas, das in fast jedem Zweig äußerst üblich ist. Bevor ein Job ausgeschrieben wird, überlegen viele Firmen, ob sie nicht schon jemanden haben oder kennen, der diese Stelle ausfüllen könnte.

Wenn zu diesen Vorgesetzten vorher Beziehungen bestanden haben, dann ist das unschön und kann vor allem das Arbeitsklima beträchtlich stören, vor allem dann wenn es einseitig auseinander ging. Aber da die involvierten Personen erwachsen sind, sollten sie das auch wie Erwachsene ertragen.

Wenn diese Beziehungen aber nur deswegen bestanden haben WEIL ein Job oder eine Berichterstattung gewollt war, dann sehe ich durchaus ein sehr viel größeres Problem, denn unabhängige Presse sollte eben das sein – unabhängig. Persönliche Beziehungen haben in der Arbeit nichts verloren.

Viele Seiten untersagen nun ihren Redakteuren viele Arten des Entgegenkommens von Spielefirmen oder Entwicklern. Bei Joystiq sollen sie nicht einmal mehr die Erlaubnis haben am Crowdfunding von Indie-Games mitzuwirken. Muss das aber wirklich so weit gehen? Hinter den meisten großen Seiten steckt entweder eine Firma oder ein Verlag, die in erster Linie an ihren Wert denken müssen. Der wird durch fehlende Glaubwürdigkeit geschmälert. Wenn man seinen Autoren aber so sehr vertraut, dass man sie mit Verbote belegen muss, dann hat man schon etwas grundlegendes falsch gemacht.

Auch Spieleredakteure sind in erster Linie Menschen. Menschen, die eine Leidenschaft für Spiele haben und gute Spiele ermöglichen wollen. Genauso geht es mir auch. Auch ich finde Spiele persönlich gut und schreibe darüber. Allerdings bleibe ich meiner Meinung treu und schreibe nichts gut, das ich selbst nicht gut finde.

Diesen Menschen nun aber genau das zu verbieten, was ein normaler spieleliebender Gamer tun würde, ist großer Unsinn. Vielleicht sollte man in den Fällen ein Auge mehr drauf werfen als sonst, aber das Verbot schadet nur.

Drama in the internetz

Wir haben einen Mann und eine Frau, die nicht mehr miteinander auskamen. Wir haben einen Mann, der darüber sehr verletzt ist und wir haben eine Frau die sich nun Hetze und Häme des Netzes ausgesetzt fühlt, weil sie eine Reihe von Fehlern gemacht hat, vor denen jeder Angst hat, dass irgendwer sie ihnen antut. Jeder wird emotional und Emotionalität tötet jede Sachlichkeit.

Muss man 100% hinter Zoe stehen, weil man sonst ein Frauenhasser ist? Nein. Muss man 100% hinter ihrem Exfreund stehen, weil man sonst kein Moralempfinden hat? Nein. Man sollte sich aber fragen wie die Industrie und Presse miteinander umgehen sollten und man sollte sich vor allem fragen wie viel Recht man selbst hat, jemanden zu verurteilen, der offensichtlich sehr viele Dinge in seinem Leben nicht im Griff hat.

Ich nehme sie nicht in Schutz, aber ich glaube, das was auf sie niederprasselt steht in keinem Verhältnis zu dem, was sie angestellt hat. Und für ihn tut es mir leid, dass er so eine traumatische Beziehung durchmachen musste. Von so etwas erholt man sich nur schwer.

Ich persönlich hoffe nur, dass sich beide in irgendeiner Art und Weise professionelle Hilfe suchen und sich auch helfen lassen, denn mit so einer Situation, wie sie jetzt gerade herrscht, wird man nicht allein fertig. Erst recht nicht, wenn man bereits mit vielen Problemen in die Situation hineingekommen ist.

Und liebe Internetzhetzer und -kommentierer. Sucht euch doch bitte ein anderes Thema und tretet nicht nach. Ich denke der Schaden ist schon groß genug.

 

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Musik hören während man zockt? Das sind meine Favoriten

Wenn ich zocke höre ich oft die normale Gaming-Musik. Aber ihr kennt das sicher auch – ihr habt ein Spiel nun schon so lang gespielt, dass euch die Musik des Games ziemlich auf den Senkel geht. So geht es mir auch häufig und so habe ich verschiedene Playlisten für verschiedene Spiele, die ich dann währenddessen höre. Ihr könnt auf diese Playlisten zugreifen, wenn ihr einen Account bei Spotify habt.

Guns Of Icarus oder jedes andere Steampunk-Angehauchte Spiel

Für Games mit Steampunk-Bezug wie zum Beispiel Guns Of Icarus verwende ich eine eigens angelegte Steampunk Playlist. Die habe ich passenderweise “Dampf und Monokel” genannt. Darin befinden sich Bands wie Abney Park und The Cog Is Dead sowie The Men That Will Not Be Blamed For Nothing. Letztere haben einen grandiosen Cthulhu-Song geschrieben.

Shooter

Viele würden Shooter jetzt im Prinzip erst einmal mit aggressiver Musik in Verbindung bringen. Ich höre dabei aber etwas ganz anderes und zwar eine Elektroswing-Playlist, die Spotify selbst angelegt hat und regelmäßig auf der Startseite präsentiert. Ich habe sie abonniert und sie eignet sich wundervoll. Es ist ein bisschen wie ein Zombiefilm, den man mit Richard Cheese unterlegt.

Minecraft

Minecraft ist mein Entspannungspiel. Wenn ich entspanne, dann brauche ich wirklich ruhige Musik. Oder zumindest beruhigende Hintergrundgeräusche. Für sowas habe ich dann die Playlist “Ohrenurlaub“. Darin befindet sich viel Ambient, zum Beispiel Biosphere.

Und während ich arbeite?

Das ganze kann man natürlich auch umkehren, denn Computerspiele bringen auch Musik mit, die sich durchaus hören lassen kann. Saints Row IV bringt einige lustige Radiosender mit. Und wenn man knapp 40h immer wieder den gleichen Radiosender gehört hat, dann vermisst man im Alltag seine Playlist. Aber das ist auch gar kein Problem, denn es gibt die bevorzugte Playlist auch bei Spotify zu abonnieren. Hier ist “The Mix 107.77

Und ihr so?

Welche Musik hört ihr beim Zocken? Was muss unbedingt dabei sein? Oder zockt ihr dann doch lieber mit der Ingame-Musik oder vielleicht sogar ganz ohne Musik?

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gamescom 2014 – Eindrücke, Momente und Meinungen

Zur gamescom geht man, weil man Menschen treffen will, die sonst das ganze Jahr über in der ganzen Welt verteilt sind. So oder so ähnlich gehe ich in jedem Jahr die gamescom an.  Sie ist mein Urlaub. Meine Tage an denen ich mir Auszeit nehme und einfach die Messe genieße. Genießen? Was? Ja genießen. 

Seit meinem ersten Besuch der gamescom in Köln 2011, bin ich jedes Jahr erneut hingefahren. Ich habe normalerweise zweimal die Fahrt nach Köln auf mich genommen. Dieses Jahr – weil ich nun ja näher dran wohne (und mit dem Auto mitgenommen wurde) – sogar dreimal. Nicht einmal habe ich den Besuch bereut und das obwohl ich so meine ein oder anderen Problemchen mit der Organisation der Messe habe.

In gewisser Weise ist eine Messe auch für mich “Arbeit”. Ich treffe Entwickler. Ich treffe Blogger und in diesem Jahr auch einige YouTuber. Aber das ist etwas, dass ich gern mache. Ich freue mich darauf, die Menschen zu treffen und mit ihnen zu reden, denn sie sind in den meisten Fällen so passioniert in dem was sie tun, dass es eine wahre Freude ist, sich mit ihnen zu umgeben.  Es ist die Zeit im Jahr in der man hinter den Namen der Emails, die täglich in den Briefkasten flattern, die Gesichter sieht – den Menschen. Das macht die gamescom für mich zu einem unverzichtbaren Event.

Voll – ja es war ausverkauft

Dass die gamescom voll war, ist kein großes Wunder. Sie war immerhin ausverkauft. Nichts anderes habe ich erwartet- Sie war aber nicht übervoll, denn die Veranstalter haben seit zwei Jahren ein (etwas improvisiertes, aber funktionierendes Konzept, die Besucherströme in den Griff zu bekommen. Die Besucher werden über Umwege zwischen den Hallen umgeleitet. Man kann zu den Hallen also nicht mehr den direkten Weg gehen, sondern man wird durch Ordner angewiesen einen anderen Weg zu gehen. Und hier sind die Ordner auch sehr streng und machen keine Ausnahmen.

Dementsprechend war es von Mittwoch bis Freitag angenehm gefüllt. Menschenansammlungen gab es nur an den Rolltreppen (die Treppe in der Mitte war zumindest soweit ich es mitbekommen habe, fast immer recht leer) Die einzige wirklich volle Halle war die mit dem Merchandise, weil die Leute dort nicht einfach dran vorbeigehen, sondern auch stehenbleiben und kaufen.

Temporär voller wurde es auch an den einzelnen Bühnen, aber selbst wenn man in der Menge stand, kam man immer auch wieder aus der Menge heraus. Die Ränder der Hallen waren immer leer, deswegen konnte man auch gut, schnell durch die Hallen gehen, wenn man zu einer anderen Halle musste.

Ich hatte aber schon beim Besuch das Gefühl, dass es wirklich leerer als die Jahre davor war. Als ich nach Hause kam und die Bilder einiger Journalisten sah, wunderte ich mich in jedem Fall, ob sie auf der gleichen gamescom wie ich waren.

Die Veränderungen

In diesem Jahr haben Hardware-Hersteller wohl weniger Geld in die Hand genommen, um ihre Stände zu präsentieren und generell war die Gestaltung der Hallen sehr viel liebloser. Im letzten Jahr konnte man noch einen riesigen Titanen aus Titanfall bewundern – in diesem Jahr wirkten die Stände alle etwas abgegrenzt zueinander.

Auch hat sich die Art und Weise der Präsentation bei vielen geändert. Die vergleichsweise kleine Präsentation von 2k wurde von Wargaming getoppt. Im letzten Jahr spielten wir noch am Stand und bekamen dafür allerlei Goodies. In diesem Jahr setzten sie eher die Show und nicht die Spiele in den Vordergrund. Man konnte sich mit allerlei Mädels fotografieren lassen und Freitags gab es dann auch noch eine Musikshow. In großen Wasserbehältern über der Bühne performten Mädels zur Musik und auf der Bühne gab es eine Pin-Up 60s Musikshow.

Auch wenn mir die Musik gefiel. Dass die Mädels im Wasser so oft ihren Hintern dem Publikum entgegen strecken mussten, fand ich als Frau dann doch etwas irritierend.

Danach wurden eine handvoll nicht so hübsche Shirts in die Menge geworfen, als wäre es das höchste Gut auf der Welt. Eine groteske Show.

Positives

Es gab aber auch positive Veränderungen. Zwar war das Essen wie immer auf Messen ziemlich teuer, aber dafür war die Auswahl ziemlich okay.

Ich konnte mich zudem auch für mehrere Spiele anstellen und war innerhalb von maximal 30 Minuten durch und konnte es anzocken. Wer sich über zu lange Schlangen bei Spielen beschwert, wollte sich vermutlich bei den 5 gehyptesten Spielen der Gamescom anstellen. Dass da mehr Leute auf genau die gleiche Idee kommen, ist irgendwie kein Wunder. Rundherum gab es aber noch viele großartige Spiele ohne viel Wartezeit.

Meet and Greet mit großen YouTubern

Ein Grund, wieso viele vor allem jüngere Gamer auf die Messe fahren, ist die Wahrscheinlichkeit einen YouTuber treffen zu können. Das sind die Leute, die ihr nicht kennt, aber die auf YouTube Millionen Abonnenten haben und für die YouTube zu ihrem Hauptverdienst geworden ist.

Am Mittwoch lief mir zuerst Peter von Pietsmiet über den Weg – aber ich hab mich nicht getraut ihn anzusprechen. Auch wenn das wohl tausende Leute gemacht haben, finde ich es immer ein bisschen awkward Leute einfach so anzusprechen, die einen nicht kennen. Ich hab mich also einfach gefreut ihn zu sehen.

Für mich eines der Highlights war es aber das Moonlight7-Team und vor allem Daniel zu treffen. Ich hatte mir schon im Vorfeld Gedanken dazu gemacht und hätte mich NIE im Leben getraut ihn anzusprechen, hätte ich ihn gesehen. Aber stattdessen sprachen er und Tobi mich an, weil sie mich aus den Kommentaren wiedererkannt hatten. So konnte man die seltsame Situation umgehen und am Donnerstag konnten wir sogar ein bisschen länger reden und ich hab ein Foto mit Daniel bekommen. Da schlug mein Fangirlherz ein bisschen höher.

Für Leute die YouTube nicht verfolgen und die sich dem Medium bislang völlig verweigert haben, ist das vermutlich fremd, aber es gibt dort Leute, die mehr Zugriffszahlen haben, als Fernsehsendungen Zuschauer. Sie spielen die Spiele, die man gern selbst spielt. Man bekommt Tipps und lernt eine ganze Menge dabei.

Ich habe dank der Moondye7-Videos extrem viel übers Shooter-Spielen gelernt, weil er es schafft hektische Spiele in einer ruhigen aber amüsanten Art zu zeigen. Ich erinnere mich an meine erste DayZ-Runde, in der ich panisch wie ein Huhn herumgelaufen bin, Mitspieler versehentlich angeschossen habe und am Ende (also so nach 5 Minuten Spielzeit) tot war.

Mittlerweile würde ich mich nicht als gute, aber ruhigere Spielerin bezeichnen und ich habe sogar wirklich Spaß an diesen Spielen statt wie vorher das Spiel einfach frustriert wegzulegen.

Für mich sind diese Videos Tagesabschluss. Vorm Schlafengehen noch 2-3 Videos über den Chromecast geschaut – so wie manche es mit Vorabendserien machen und ich bin glücklich.

gamescom 2014 war besser als alle anderen davor

Ich habe auf der gamescom unglaublich viele nette Menschen getroffen. Ich würde sie jetzt gern alle aufzählen, aber mein Kopf ist so doof, dass ich bestimmt irgendjemanden vergessen würde. Und bevor deswegen Unmut aufkommt, ich habe mich über jeden einzelnen sehr gefreut, ihn oder sie getroffen zu haben. Ihr habt die gamescom für mich zu einer grandiosen Veranstaltung gemacht.

Ein großes Danke noch mal an Danny von Eyjay Gaming, der vermutlich geahnt hat, dass ich eigentlich viel zu schüchtern bin um Leute um Fotos zu bitten und deswegen eigentlich immer vorgeschlagen hat, ob ich nicht ein Foto mit den Leuten möchte. ?

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Wenn die Medien zockende Frauen für sich entdecken, geht’s nicht um die Spiele

Gestern habe ich ja über meinen ersten Monat Twitch geschrieben, welche Erfahrungen ich gemacht habe und wie es für mich weitergeht. Dann wurde mir gestern ein Link zugeschickt, wo die Top 10 der Twitch-Frauen gesammelt wurden und ich fand es so lang interessant, bis ich ihn klickte. Die Überschrift:

“Twitch: Diese heißen Babes zocken Ihre Lieblingsspiele!”

Keine Ahnung ob mit nach Lachen oder Weinen zumute war. Dahinter verbarg sich sich eine Klickstrecke mit Fotos. Entweder vom Stream (wenn Frau Ausschnitt zeigte) oder Archivfotos oder von Facebook gemopste Urlaubs- oder Strandfotos. Hauptsache genug Brust ist zu sehen.

Vorab – Ja es ist ein Beitrag von der Springerpresse gewesen und dass die trotz des großen Aufrufs in diesem Jahr Qualitätsjournalismus bringen zu wollen, nichts liefern, sehe ich das trotzdem problematisch, denn dieses Medium hat Reichweite und genug Leser.

Leser, die nach diesem Artikel potentielle Twitch-Zuschauer werden könnten und die Art von Zuschauer werden, die man als Frau schnell blockieren sollte.

Aber die zeigen doch ihre Titten, dann wollen die das nicht anders

Viele Leute machen Twitch hauptberuflich. Es ist ihr Job, Spiele fürs Publikum zu spielen. Man verdient aber nur, indem man viele Zuschauer hat und auch aktiv im Stream hält. Zum einen für Werbeeinnahmen und zum anderen für Donations, die von den Zuschauern freiwillig gegeben werden.

Genau wie sich Bücher nach ihrem Aussehen verkaufen, geht der Blick in einem Twitch-Stream zuerst auf den Twitcher. Ist er sympathisch, mag man seine Art zu spielen, dann bleibt man da und abonniert sogar. Womit lässt sich denn der durchschnittlich pubertierende Junge so ködern? Richtig. Ein hübsches Mädel mit tiefem Ausschnitt. Dann ist auch egal was sie spielt und wie gut sie ist.

Hinter dem Ganzen steckt teils ein knallhartes Marketing-Konzept. Genau wie bei YouTube, wo einige Netzwerke Newsletter herumschicken und den Mitgliedern sagen, sie sollten mehr nackte Frauen in die Thumbnails einbauen, weil dies die Klickrate steigert. Für einige ist das der persönliche Stil, für andere ist es eine Werbe- und Marketingmasche.

Herabwertung ist okay

Das Problem ist, dass das allein der Grund ist, dass es okay erscheint, Frauen zu beleidigen und dann in den Streams mit eindeutigen Angeboten zu bombardieren. Ich bin häufiger als Gast bei einer Freundin im Stream und 30% ihrer Zeit im Spiel muss sie Typen zurechtweisen, die denken, sie könnten ihr eindeutige Angebote machen. Spätestens wenn sie sich “ziert” dann werden sie aggressiv und dann auch direkt gebannt. Dabei sieht sie sich keinesfalls aufreizend an, aber sie trägt  Make-Up. Überlebt mal. Da wird Make-Up bereits als Rechtfertigung gesehen, sich wie die Axt im Wald aufzuführen-

Die Herabwertung einer Frau scheint ab dem Zeitpunkt für die Öffentlichkeit also okay zu sein, wenn sie sich nicht wie eine graue Maus anzieht. “Sie will es doch nicht anders”, “Wenn sie sich so anzieht, hat sie es nicht besser verdient”, “Vermutlich hat sie im Hintergrund einen Kerl für den sie arbeitet.”. Alles das sind reale Kommentarfetzen aus der Artikeldiskussion.

Das Problem liegt weder bei Twitch, noch bei der Bild

Das Problem liegt weder bei der Bild, bei Twitch, bei den Streamern oder bei den Zuschauern. Das Problem gibt es deswegen, weil unsere Gesellschaft es so als okay ansieht. Es ist gesellschaftlich anerkannt, Menschen nach ihrem Aussehen zu bewerten und dementsprechend zu behandeln. Es ist anerkannt, dass Frauen, die sich aufreizend kleiden, jeglichen Anspruch verlieren, wie ein Mensch behandelt zu werden.

Die Bild bedient sich nur bestehender Mechanismen. Und die Bildleser sind die, die am wenigsten hinterfragen und die Parolen schreien, die sie vielleicht schon von ihren, vom Leben gefrusteten Eltern mitbekommen haben.

Zum Glück sind Gamer anders

Wenn es ums Gaming geht, sind die Leute zum Glück anders. Man kann aufgereizt gekleidet über die Gamescom gehen, ohne dumm angemacht zu werden. Cosplayerinnen können sich dort bewegen und ernten eher Bewunderung darüber, wie viel Mühe sie sich mit ihrem Kostüm gegeben haben, statt darüber wie viel Haut man sieht.

Selbst, wenn viele Frauen erst über ihre Freunde in Gaminggruppen hineinfinden – ich habe bislang och nicht gehört, dass sie in dieser Gruppe zurückgestellt werden oder nicht zu sagen hätten. Equal Gamers.

Was lehrt uns dieser Artikel aber nun? Was lernen wir von der Bildzeitung? (Ja wir können was lernen.) 

Wir lernen, dass Frauen im Gaming nur dann in den Fokus der medialen Aufmerksamkeit gelenkt werden, wenn sie hübsch sind oder aufreizende Kleidung tragen. Frauen als wirkliche Gamer sind in der Mainstream-Medienwelt noch nicht angekommen. Wir lernen daraus auch, dass eine Frau kaum eine andere Option hat, wenn sie in der Gaming-Szene bekannt werden will, als wirklich WIRKLICH gut zu sein (und damit wirtschaftlich relevant, weil sie Geld verdient) oder eben sich diesem Schema hübsch und halbnackt hinzugeben. Es geht in diesem Konstrukt kaum darum, dass Frauen Spaß am zocken haben.

Ich kann sehr gut verstehen, dass viele Frauen sich unter den Umständen gar nicht mehr trauen, überhaupt im Gaming-Bereich an die Öffentlichkeit zu gehen. Selbst in Deutschland sind die größten Let’s Player eben Männer. Es gibt zwar einige mittelgroße Let’s Playerinnen, aber die werden nie an die Zahlen der Männer heranreichen.

Und wie lösen wir das Problemchen?

Wäre ich jetzt Feministin würde ich einen Shitstorm gegen die Bild starten, würde sie alle Sexisten nennen und Galle spucken. Ich denke aber das würde gar nichts bringen, außer dass ich mich selbst zum Gespött mache.

So ein Marionettenspiel wie die Bild es veranstaltet, funktioniert nur so lang wie es Marionetten gibt, mit denen sie spielen können. Unser Ziel sollte es sein, langfristig die Menschen von dieser Art zu denken abzubringen. Wir sollten also schon unseren Kindern beibringen, wie man Menschen behandelt. Wir sollten Kinder nicht zu Bildlesern erziehen.

Da nun aber auch Bildleser Kinder bekommen, wird dies ein langer Weg sein, aber es ist machbar. Tiefe Einschnitte in das Wertedenken der Gesellschaft passieren nicht von heute auf morgen, aber man kann sie heute anfangen, dann ist es morgen zumindest schon ein bisschen besser.

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Der erste Monat Twitch mit dem EGO-Team

Wir sind relativ spät zu YouTube gestoßen. Wir sind nun auch relativ spät zu Twitch gestoßen. Seit knapp einem Monat senden wir allabendlich – je nach Lust und Laune – unsere Stream-Sessions. Nicht ganz fehlerfrei, aber immerhin lernt man ja am besten, indem man es einfach ausprobiert.

Die Suche nach der richtigen Software

Nach ersten Runden über die Twitch-Integration verschiedener Spiele, habe ich schnell festgestellt, dass ich etwas brauche, mit dem ich mehr Kontrolle über das Stream-Ergebnis habe. Mit der Open Broadcaster Software habe ich dieses Tool gefunden. Es ist kostenlos und bietet sehr viele Möglichkeiten. Dummerweise hat es aber auch einige Bugs und ist nicht unbedingt sehr einsteigerfreundlich. Aber man fuchst sich rein und nach einigen Sessions bekommt man ein Gefühl dafür, wie man das Programm einsetzen kann.

Keine Musik, (fast) keine Probleme

Die Frage ob Musik oder nicht, hat sich mir erst gar nicht gestellt. Da ich geplant habe, die Videos auch für Youtube zu nutzen, war es gar nicht möglich, auch Musik einzusetzen. Dazu hat Twitch mir diese Entscheidung zusätzlich schnell abgenommen, nachdem sie durch die neuen Nutzungsbedingungen für jeden Urheberrechtsverstoß 30 Minuten des Streams muten. Streamt man dann dazu nur eine Stunde, ist der Stream fast unbrauchbar.

Nachteile von Livestreaming

Während man bei Aufnahmen Dinge herausschneiden kann oder vielleicht auch Aufnahmen verwerfen kann, wenn sie schlecht geworden sind. Geht beim Streaming alles direkt live. Man sollte deswegen nur mit Leuten zusammen streamen, die sich der Verantwortung bewusst sind. Man streamt für den Zuschauer und möchte ihn unterhalten. Selbstzentrierte Menschen, die einen Stream crashen lassen könnten, sollte man direkt außen vor lassen, denn so macht Streaming keinen Spaß, wenn man immer Angst haben muss, dass jemand etwas tut, dass die Sendung komplett zerstört.

Vorteile von Livestreaming

Es entfällt Aufnahme, Schnitt, rendern. Alles das was beim Gaming mit der Community am meisten Zeit frisst und meist auch nicht wirklich delegiert werden kann. Dazu kann man direkt mit seiner Community interagieren und auf Fragen und Vorschläge direkt eingehen. Diese Vorteile überwiegen für mich in ihrer Priorität so sehr, dass ich die Nachteile gern in Kauf nehme.

Elvuns [EGO] – Zukunft auf Twitch

Solang Twitch den Dienst nicht durch irgendwelche halbgaren Lösungen weiter kastriert, werde ich auch weiterhin streamen, weil es mir sehr viel Spaß macht. Ihr könnt uns besuchen und uns folgen, indem ihr hier klickt und abonniert. 

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The Inner World – Zum Heulen schön

The Inner World war schon lange auf meiner Bildfläche. Auf der Gamescom 2013 habe ich dann die Entwickler getroffen, nett gequatscht und mir von ihnen  das Spiel zeigen lassen. Kurz drauf kaufte ich mir das Spiel in einem Bundle und es lag erst einmal ein wenig auf meiner Platte. In meiner Offlinezeit nach dem Umzug hatte ich aber endlich einmal Zeit es anzuspielen.

Robert und Laura

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The Inner World ist ein Point and Click Adventure aus dem Hause Studio Fizbin aus Ludwigsburg. Im niedlich-verspielten Zeichentrick-Look begleitet man Robert durch die kreisrunde Welt Asposien. Robert, der statt einer gekringelten Nase, wie sie jeder hat, eine Flöte besitzt, wird von seiner späteren Begleiterin Laura nur Flötennase genannt.

Robert macht das nichts aus, denn er ist unsterblich in Laura verliebt und würde sich von ihr vermutlich jeden Namen geben lassen. Sowohl Laura als auch Robert wollen die Asposien retten. Diese befindet sich in der eisernen Hand vom ehemaligen Windmönch Conroy. Die Windmönche beschützten einst die Windbrunnen, die Asposien am Leben hielten. Aber seit die Windbrunnen fast alle still stehen, sind sie arbeitslos und nur Conroy verspricht Asposien Rettung, wenn sie sich demütig seinen Wünschen hingeben.

Der böse Conroy

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Das Conroy eigentlich der Böse ist, findet man schnell heraus. Und Robert, der bei Conroy aufgewachsen ist, muss sich überwinden, gegen seinen eigenen Pflegevater zu vorzugehen. Als er aber herausfindet wer er eigentlich ist, fällt es ihm gar nicht mehr schwer. Wie sich herausstellt ist seine Flötennase nämlich kein Makel sondern ein sehr besonderes Geburtsmerkmal.

Asposien

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Auch wenn Conroy Erlösung verspricht – Asposien leidet unter seiner Schreckensherrschaft. Regelmäßig erscheinen die Basylen – große drachenähnliche “Windgötter” und versteinern die sündigen Bewohner Asposiens. Viele haben so ihre Familienmitglieder verloren. In Asposien herrscht Mangel an allem. Die Häuser sind kaputt und viele erliegen dem Alkohol.

Das Gameplay

Das Gameplay ist an einigen Stellen recht knifflig. Ich gebe zu, dass ich Point & Click Abenteuer nie ohne eine Komplettlösung an meiner Seite spiele, weil mich alle Rätselsequenzen, die länger als 5 Minuten dauern, frustrieren. Das ist bei diesem Spiel aber auch gar nicht so furchtbar schlimm, denn nicht das Gameplay oder die Rätsel stehen hier im Vordergrund, sondern die Geschichte.

Die Welt rund um Asposien, Robert, Laura und Conroy ist komplex genug um ihr eine solche Tiefe zu verleihen, dass man sich schon nach kurzer Zeit emotional mit den Charakteren verbunden fühlt. Der kleine schüchterne und etwas naive Robert. Die toughe Laura. Beide schließt man schnell ins Herz. So sehr, dass ich beim Ende der Geschichte in paar Tränchen verdrücken musste. Die Entwickler haben bei The Inner World wirklich alles richtig gemacht. Das Spiel hat genau die richtige Mischung an derben und leichten Humor um von Kindern gespielt und auch von Erwachsenen verstanden zu werden.

Nicht umsonst hat The Inner World bereits einige Preise abgeräumt. Ich kann euch das Spiel wärmstens weiterempfehlen. Spielt es auch dann wenn ihr Adventure eigentlich doof findet. Die Story ist es allein schon wert.

The Inner World Webseite | The Inner World auf Steam

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Die Indie-Arena auf der Gamescom 2014 #03 : The Masterplan, The Last Tinker, Paperbound, Jarg, Darkfield VR

Im dritten und letzten Teil zur Indie-Arena auf der Gamescom, befassen wir uns noch einmal mit 5 (eigentlich vier) Spielen, die dort nicht nur antestbar waren, sondern teils zu langen Schlangen geführt haben. Den ersten Teil zur Indie-Arena finder ihr hier. Den zweiten Artikel zur Arena findet ihr hier. Und los gehts.

The Masterplan

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The Materplan von Shark Punch sah von Beginn an extrem interessant aus. Seit Splatter habe ich ja eine Vorliebe für Top Down Games entwickelt und The Masterplan ist eben genau das. Ein Top-Down Strategie und Action-Game. Ihr gründet eine Gang und baut euch euer eigenes, kriminelles Unternehmen auf. Mafiagleich ballert ihr euch durch die Straßen, taucht unter und plant euer nächstes Verbrechen. Das ganze in einer ansprechenden Cell-Shading-Comic-Optik. Im Juni wurde das Spiel durch Greenlight freigegeben, das heißt, The Masterplan dürfte dann auch regulär über den Steamshop zu erwerben sein. Bis dahin – geiles Game.

The Masterplan auf Steam Greenlight

The Last Tinker – City of Colors

In The Last Tinker müsst ihr die Welt vor der Farblosigkeit retten. Das Spiel haben wir euch auch schon im letzten Jahr vorgestellt und daher verweise ich einmal ganz frech – ähnlich wie bei Team Indie – auf den letztjährigen Beitrag zur Indie-Arena.

The Last Tinker Website | Mimimi Productions

Paperbound

Paperbound ist ein sehr interessantes PVP-Konzept für bis zu 4 Spieler. Zusammen findet man sich in einer durch Geschichtenbücher inspirierte Map wieder, in der das eigene Verständnis von Erdanziehungskraft keinerlei Bedeutung mehr hat. Man läuft und spingt die Wände und Decke entlang und versucht so gegen seine Mitspieler zu kämpfen und einen Vorteil zu erringen.

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Das Gameplay ist extrem schnell und damit vermutlich nichts für langsame und reaktionsschwache Menschen, aber durch das wundervolle Design und

 J.A.R.G.

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Ein Autorennspiel ohne Zombies, Stars, Karriere oder Bananen? Habt ihr darauf gewartet? Hier könnter haben. Die Strecken werden realen Orten nachempfunden.

Geplant sind laut der Greenlight-Seite für Konzepte

  • Kesselberg in Bavaria, Germany
  • Rendezvous course in Paris, France
  • Ringstrasse in Vienna, Austria
  • Mittlerer Ring in Munich, Germany

Ihr bekommt einen Splitscreen zum Koop-Spiel mit Freunden. Wenn das Spiel auf den Markt kommt, wird es euch also grundlegenden Autorennspaß ohne fancy Extras bringen, die eigentlich keiner braucht.

Steam Greenlight

Darkfield (Virtual Reality)

Für dieses Spiel haben viele Leute angestanden. Für dieses Spiel haben sich sogar lange Schlangen gebildet. Am Stand von Darkfield, der logistisch taktisch außen positioniert war, konnte man nämlich die Oculus Rift zusammen mit dem Weltraum-Shooter antesten. PVP Spiele machen mir immer nur mit Freunden Spaß. Nur da kann man ohne schlechtes Gewissen gehässig sein und hinterher wieder zusammen lachen.

Das Spiel wurde von drei Freunden entwickelt und entpuppt sich als kleines Schmuckstück. Wenn ihr euch selbst eine Meinung bilden wollt, dann schaut ich mal diesen Trailer an.

Darkfield VR Webseite

FAZIT ZUR INDIE-ARENA 2014

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Es hat mir auch in diesem Jahr unglaublich viel Spaß gemacht die Jungs an der Indie-Arena zu besuchen, einige Worte wechseln zu können und mit ihnen zusammen über ihre zukünftigen Pläne zu quatschen. Bis zur nächsten Gamescom dürfte der deutschprachige Indie-Raum spannende Projekte hervorbringen. Wenn die Indie-Arena auch im nächsten Jahr wieder mit dabei ist, bin ich es auch.

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Die Indie-Arena auf der Gamescom 2014 #02 : Planetoid Pioneers, Mercury Shift 3D, Team Indie, Splee & Glob

Da die Indie-Arena auf der Gamescom in diesem Jahr umfangreich war und wir jedem Spiel die angemessene Aufmerksamkeit zukommen lassen wollen, haben wir die Vorstellung der Titel in mehrere Artikel unterteilt. Den ersten Artikel findet ihr hier. Der Indie-Arena Stand war nach dem erfolgreichen Jahr 2013 nun das zweite Mal vor Ort und konnte der jüngeren Generation zeigen, woran Indie-Entwickler aus Deutschland und dem Umland arbeiten. 

Planetoid Pioneers

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Ihr seid auf einem Asteroiden gestrandet. Als wäre das nicht schlimm genug, gibt es dort draußen jemanden, der eure Flucht von diesem fliegenden Steinbrocken verhindern möchte. Ihr müsst euch jetzt aus dem umliegenden Schrottteilen ein neues Gefährt basteln, um zu entkommen. Das ist aber nicht so einfach.

Planetoid ist ein 2D Sidescroller und befindet sich derzeit noch in der frühen Entwicklungsphase. Entwickler DataRealms bieter sehr häufig einen Einblick in die Arbeit an dem Spiel, zeigt, mit welcher Engine gearbeitet wird und welchen Fokus man auf das Spiel setzt.

Entwicklerwebseite

Mercury Shift 3D

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Aus dem Hause Klonk Games stammt Mercury Shift 3D. Ein Plattformer, der die bewährten Techniken der 2D Plattformer aufgreift und in ein Koop-Game umsetzt. Die Charaktere Bismo und Plom müssen sich gegenseitig helfen, die Level zu durchqueren. Geschicklichkeite, Knifflige Rätsel und eingespieltes Teamplay sind beinahe schon Pflicht.

Mercury Shift 3D ist niedlich animiert. Gegenseitig können sich die Monster über Hindernisse werfen und landen nicht nur in Naturleveln, sondern auch in Sci-Fi-Leveln, die beinahe schon einen Portal-Charakter aufweisen.

Entwicklerwebseite

Team Indie

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Team Indie haben wir bereits im letzten Jahr schon vorgestellt. Ich verweise damit einfach einmal auf unseren älteren Artikel hierzu. Kurz hat man einen Plattformer, in dem die Hauptpersonen verschiedener Indie-Spiele auftauchen. Team Indie ist ein Indie-Allstar-Game.

Webseite Team Indie | Trailer

Splee & Glob


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In einem kleinen, friedlichen Wald tauchen auf einmal Roboterhorden auf und greifen die Bewohner und ihre Unterkünfte an. Gemeinsam versuchen diese sich gegen die Roboter durchzusetzen und ihrem Wald zu beschützen. So grob kann man die Geschichte von Splee & Glob zusammenfassen. Das Spiel stammt von einem kleinen Start-Up in Düsseldorf und war dieses Jahr auf der Gamescom zu sehen.

Splee & Glob ist ein Strategie-Spiel das sogar ein wenig an Strategie-Brettspiele erinnert, dass nicht nur im Singleplayer sondern auch im Koop- und auch Multiplayermodus gegen fremde Spieler funktionieren soll. Derzeit befindet man sich in Greenlight in der Votingphase. Ihr könnt also dafür sorgen, dass das Spiel der Newcomer auch auf Steam erhältlich sein wird.

Entwicklerwebseite | Steam Greenlight

 

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Borderlands The Pre-Sequel: Einmal mit und einmal ohne Skill

Das Borderlands Pre-Sequel wird diesen Herbst erscheinen. Geschichtlich zwischen dem ersten und zweiten Teil, erzählt es die Geschichte von Handsome Jack. Es erzählt, wieso es alles erst so weit kommen konnte, wie es im zweiten Teil kam. Auf dem Mond von Pandora schlüpfen wir in die Rolle des ein oder anderen bekannten oder unbekannten Charakters und schießen uns durch den Schwerelos-Shooter.

Wenn man eine dicke Wumme benutzt um seine Gegner zu erschießen, hat man bei Schwerelosigkeit das ein oder andere Problem. Rückstoß! Und auch das hat man bei Borderlands The Pre-Sequel nicht nur bedacht, sondern sogar zu einem Spielelement gemacht.  Fällt man einen Abgrund hinunter, kann man sich durch seine Jetpacks und den Rückstoßantrieb seiner Waffe wieder nach oben bringen.

Gamepad oder Tastatur, das ist die Frage

Auf der Gamescom 2014 habe ich das Borderlands Pre-Sequel zweimal anspielen können. Mittwoch konnte ich es mit Skill – also an der Tastatur und mit Maus spielen und Freitag in der VIP-Kabine von 2k. Dazu gabs gratis-Getränke und gratis-T-Shirts.

Dummerweise lief die Steuerung dort nur über das Gamepad und während ich kaum einen Gegner getroffen habe und generell die Steuerung wenig intuitiv fand, wusste ich ab dem Zeitpunkt – ich werde nie wieder einen Shooter mit Gamepad spielen, es sei denn man zwingt mich.

Das Spiel selbst ist sehr nah an Borderlands 2. An der UI und der Steuerung hat sich praktisch gar nichts verändert. Die Charaktere sind neu – also fast neu, denn Wilhelm (oh Gott, ich hoffe Handsome Jack hat nicht Wilhelm geschickt) und Claptrap (ja der ist eine spielbare Klasse) kennt man ja bereits. Die anderen beiden heißen

Nisha und Athena sind die beiden weiblichen Klassen im Spiel. Athena könnte man aus einem DLC von Borderlands 1 kennen und Nisha ist der Sheriff den man in Borderlands 2 als optionalen Boss bekämpfen muss.

Kurzer Einblick, aber nicht genug

Ich durfte mich zwei Mal mit Wilhelm durch die Massen kämpfen und er gefällt mir ziemlich gut. Problematisch ist natürlich, wenn man sich zwei mal mit einem bereits aufgelevelten Charakter halbstündig durch die Gegner schlägt, dass man keine Ahnung hat, welche Fähigkeiten er mit sich bringt. So hatte ich nicht das Gefühl, seine Fähigkeiten richtig ausgenutzt haben zu können.

Borderlands The Pre-Sequel spielt sich wie ein großes DLC. Aber sowohl Gearbox als auch 2k haben darum kein Geheimnis gemacht. Genauso soll es sich auch spielen. Es soll mit bekannten Charakteren die Geschichte von Pandora erklären und die Lücke füllen, die zwischen dem ersten und zweiten Teil entstanden ist. Der Release des Spiels ist am 14. Oktober. Ich kanns kaum erwarten.

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Die Indie-Arena auf der Gamescom 2014 #01 : Oh My Gore, Splatter Blood Red Edition, Nelly Cootalot und Schein

Nachdem die Indie Arena auf der Gamescom im letzten Jahr fast die einzige Anlaufstelle war, an der man neuste Indie-Titel erblicken konnte, waren dieses Jahr gleich zwei Stände anwesend. Der riesige Indie-Mega-Booth, die vorher durch die USA tingelte und dann die sympatische Indie-Arena, auf der sich Fans mit einem Edding verewigen durften. Wir haben die Indie-Arena besucht und konnten auch kurz mit Entwicklern ins Gespräch kommen.

In mehreren Teilen stelle ich euch die einzelnen Spiele hier vor.

Oh My Gore!Oh-my-gore_announce_screen002-1024x708

Die Gamescom begann für Elvun mit einem Pressetermin bei Tassilo Rau für sein neues Spiel Oh My Gore. Dies befindet sich gerade in einer sehr frühen Entwicklungsphase und wird durch den Publisher Daedalic vertrieben werden. Bei Oh My Gore erwartet uns ein Battle-Arena Game, in dem wir viele Spieleelemente auch aus Tower-Defense-Spielen wiederfinden.

Es geht um die Schlacht Böse gegen Gut. Ihr müsst mit euren Höllenhorden versuchen das Gute aufzuhalten. Sollte alles so klappen, wie geplant ist auch ein Multiplayer-Modus geplant. Ähnlich wie bei League of Legends könnten dann zwei oder mehr Spieler gegeneinander kämpfen.

Website Bumblebee 

Splatter Blood Red Edition

 

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Splatter kennen wir ja schon bereits aus dem letzten Jahr. Der Top-Down-Zombie-Shooter hat in den letzten 12 Monaten eine starke Überarbeitung erfahren. Sie auch von uns bemängelte fehlende Sprachausgabe wurde gefixt. Nun sind die Personen synchronisiert. Sehr viel wurde auch an der Story verbessert, das Balancing innerhalb des Spiels wurde auch verbessert. Die Blood Red Edition ist also eine stark verbesserte Version dessen, was es im letzten Jahr zu bestaunen gab. Am Indie-Arena-Stand konnte ich einige Worte mit Entwickler Thomas Ziegenhagen wechseln. Man merkte ihm direkt an, dass er nicht nur das Feedback der Community sehr ernst nimmt und als hilfreich empfindet, sondern auch mit wie viel Herzblut er dieses Spiel entwickelt. Genau wegen solcher Treffen, ist die Gamescom auch für Blogger ein Segen.

Splatter bei Steam | Splatter bei Desura

Nelly Cootalot

cootalot

Ein wundervolles Point & Click Abenteuer mit einer weiblichen Hauptfigure (Dinge die immer wieder bemängelt werden) erwartet uns im Spiel Nelly Cootalot. Aus der Feder von Comedian und Filmemacher Alasdair Beckett-King, der selbst ausschaut, als habe er lang auf einem Piratenschiff gelebt, sehen wir nicht nur wunderbar gezeichnete und aninmierte Spielszenen, sondern auch eine hervorragende Synchro und viele sehr einzigartige Charaktere. In dem Abenteuer muss Nelly die von Baron Widebeard hypnotisierten Wasservögel retten und gleichzeitig herausfinden, wieso er sie hypnotisiert hat. Das Spiel wurde gerade in das Greenlight-Programm von Steam aufgenommen. Ihr könnt dafür abstimmen (und das solltet ihr).

Nelly Cootalot bei Greenlight | Nelly Cootalot Preorder

Schein

Schein_Logo

Auch wenn ich Plattformer eigentlich gar nicht so gern mag, der Stand von Schein hat mich direkt magisch angezogen. Das Artwork, der simple Titel – beides in Kombination hat mich neugierig gemacht. Ich konnte die Demo anspielen und direkt sehen, dass der Name Spielprogramm ist. Schein ist knifflig. In zwei Spielmodi – im düsteren Sumpf und in einer Grünen Landschaft, schaltet man zwischen beiden mittels einer Lampe hin und her. So lassen sich Hindernisse überwinden.

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In der Geschichte sucht der Vater seinen Sohn und immer wieder hören wir Soundfiles, wie der Vater Fremde danach fragt, ob sie seinen Sohn gesehen haben. Die phantasievolle Welt, das stimmige Design und die passende Musik machen Schein zu einem Must-Have Plattformer. Langsam sollte ich mir wirklich mal ein vernünftiges Gamepad zulegen, so viele schöne Games gibt es mittlerweile.

Schein auf der Entwicklerseite

Im nächsten Teil der Indie-Serie widmen wir uns weiteren Entwicklern auf der Messe, die am Indie-Arena-Stand ausgestellt haben.