Alle Beiträge von Ricarda

'85 geboren und im Herzen ein Spielkind. Angefangen mit dem alten ATARI 2600 habe ich schnell meine Leidenschaft für Computerspiele entdeckt. Ich liebte es den bunten Pixeln dabei zuzuschauen, wie sie über den Bildschirm hüpften. Jetzt spiele ich gern Aufbauspiele, Simulationen und RPGs. Neben Computerspielen mag ich Rollenspiele und bevorzuge hier "Call of Cthulhu".
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Tropes vs. Women in Video Games – Viel heiße Luft und Geld für nichts

Als Anita Sarkeesian vor 2 Jahren auf Kickstarter Geld sammelte, sah sie sich laut eigener Aussagen einer großen Hasswelle ausgesetzt. Ihren Aussagen nach hat sie das bekräftigt, mit dem weiterzumachen, was sie damals plante. Mit fast 160.000 US-Dollar, die sie sammelte, wollte sie mit einem riesigen, technischen Aufwand eine 12-teilige Videoserie zum Thema Sexismus in Videospielen machen.

Das Ergebnis nach 2 Jahren – 4 Videos, die sich größtenteils durch einfache Recherche aushebeln ließen. Alles in Allem ist das Tropes vs. Women Projekt nicht mehr als heiße Luft gewesen. Der Wirbel darum nicht berechtigt. Und die Aufregung kaum wert.

Dem erhobenen Zeigefinger folgte ein Mittelfinger

Sarkeesian wollte die Gamer-Community wachrütteln und wollte ihnen mit einem Spiegel vorhalten, was für moralisch schlechte und verwerfliche Menschen sie sind. Sie wollte zeigen, was für moralisch verwerfliche Individuen in der Spieleindustrie sitzen. Sie hat mit einem aber nicht gerechnet – Mit dem Zusammenhalt der Gaming-Community – und der Internetaffinität ihrer Anhänger.  So wurden ihre Videos mehrfach widerlegt, gröbste Recherchepatzer aufgedeckt. Ein Kanal hat dies sehr ausführlich gemacht.

Feminismus vs. Fakten

Ich behaupte von mir nicht, dass ich alles weiß, was das Gaming betrifft. Da ich spät hinzugestoßen bin, fehlt mir das, was viele Leute von ihrer Kindheit an erlebt haben. Ich hatte nie einen guten Computer oder Geld für eine tolle Konsole. Ich habe die ganzen Klassiker nie gespielt. Ich hole meine “Gaming-Kindheit” gerade Stück für Stück nach und erlebe das, was andere schon vor Jahrzehnten erlebt haben.

Ich sammle allerdings auch keine 160.000 Dollar, um Gamern eine Schulstunde darüber zu geben, was mir nicht an ihnen gefällt. Zurecht kann man sich nun fragen, was ist mit dem Geld passiert? Die Video- und Produktionsqualität der Videos ist kaum gestiegen. Schaut man sich den Kanal an, dann wurde seit November auch nicht mehr viel gemacht. Durch die Umstellung der Kommentarstruktur musste sie eine Fanseite für ihren YouTube-Kanal anlegen. Dieser war ihr aber nicht einmal einen eigenen Avatar wert. Die Seite wirkt, als würde sie brach liegen. Eine mindestens 160.000 Dollar teure Seite, denn auf ihrer Webseite sammelt sie immer noch Spenden für ihr Videoprojekt, um es ihrer Aussage nach Werbefrei zu halten. WAS VERFLUCHT NOCH MAL DREHT SIE DENN DA, WENN SIE ÜBER 10.000 DOLLAR FÜR EIN VIDEO VERSCHLEUDERT, IN DEM SIE NUR (!!!) IHR GESICHT IN DIE KAMERA HÄLT, DASS SIE SPENDEN BRAUCHT, DAMIT DIESE VIDEOS WERBEFREI BLEIBEN KÖNNEN??

Meine bescheidene Meinung

Mit Sarkeesian habe ich so meine ganz persönlichen Probleme. Ich glaube nicht, dass sie überhaupt weiß was sie da tut oder was sie überhaupt will. Ihr Frauenbild definiert sie krude. Starke Frauen würden nur versuchen Männer zu imitieren, deswegen dürften sie nicht als Vorbild zählen. Ein starker Charakter in einem Videospiel sei also nur eine Männerkopie.  Ihr nie veröffentlichtes Video “Man with Boobs” würde sicher genau davon handeln. Was ist dann ein männlicher, emotionaler und weicher Charakter? Man with Vagina?

Sie ist mit einem lauten Gebrüll nach vorn gestürmt und hat jeden vor den Kopf geschlagen, der auch nur einen Hauch an Leidenschaft fürs Gaming hatte. Sie hat jedem immer wieder erzählt, was IHR am Gaming nicht passt. In ihrer kleinen selbstzentrierten Welt hat das sicher alles Sinn ergeben – und für sie war es offensichtlich auch profitabel – in der Welt außerhalb ihrer Paranoia hielten ihre Vorwürfe aber kaum Stand.  Als sie Kritik erntete – Gegenwind bekam und sich Trollen ausgesetzt fühlte, nutzte sie dies als Bestätigung ihrer Vorwürfe und schaffte auch das wieder für ihre Selbstdarstellung zu nutzen und ihre auswendig gelernten Sätze in jede TV-Kamera zu sprechen, die noch ein Mittagsthema brauchte.

Copyright-Streits

Das letzte Mal war Sarkeesian mit Copyright-Verstößen in der Presse. Genauer gesagt, hatte sie Non-Commercial Fan-Art für ihr Logo verwendet, ohne den Urheber zu nennen. Die Künstlerin fand dies zwei Jahre nach dem Start der Kampagne heraus und stellte Sarkeesian zur Rede. 11 Tage danach war das Ergebnis, dass Sarkeesian auf das Artwork der Künstlerin verzichtete, weil sie nicht nachweisen konnte, dass ihre Firma/Organisation gemeinnützig arbeitet, so wie sie es angegeben hatte.

http://cowkitty.net/post/79912196471/update-3-you-stole-my-artwork-an-open-letter-to

Am Ende nicht mehr als heiße Luft

Nach zwei Jahren und vier von zwölf versprochenen Videos (den Outfits nach hat sie die ersten drei sowieso am gleichen Tag gedreht), ist nicht mehr viel übrig von der laut brüllenden Kämpferin Sarkeesian. Auf Twitter nögelt sie twitteresque wie eine Fensterrentnerin über Kleinigkeiten des Alltags. Sie tingelt von Veranstaltung zu Veranstaltung, sagt ihre Sprüche auf und tingelt weiter. Die Kickstarter-Backer werden das Ergebnis ihrer Finanzierung wohl nicht mehr sehen. Am Ende sind sie alle gleich. Wenn es um Geld geht, ist die Moral nicht mehr wichtig.

Funfact. Anita Sarkeesian verdient pro Video 13.166 Dollar. Das sind pro Minute 526 Dollar. Sie verdient damit alle zwei Minuten so viel, wie eine gut bezahlte Pornodarstellerin am Tag.

promethean

Von der Idee, eine Pen&Paper-Runde über Teamspeak zu organisieren

Die meisten Pen&Paper-Runden sterben deswegen, weil die Mitglieder keine Zeit mehr haben, sich regelmäßig zu treffen. Das ist tatsächlich ein Problem, wenn man den Anspruch hat, sich zumindest einmal die Woche oder einmal im Monat zu einer Runde zu sehen.  Die meisten von uns haben das Problem, dass es in der Umgebung entweder keine festen Pen&Paper-Gruppen gibt, oder diese quasi nur aus Fremden bestehen. Sodass es eigentlich kaum Spaß machen würde, als Fremder in diese Gruppe hineinzustoßen.

Nichts läge näher, als die Idee, ein Pen&Paper über Teamspeak zu organisieren. Was sollte auch dagegen sprechen, denn gerade die Gespräche der Charaktere untereinander machen den Reiz des Spiels aus und das lässt sich hervorragend über Teamspeak realisieren.

Die Schwierigkeit besteht eigentlich in den Punkten, in denen auch Rollenspielgruppen, die sich physisch treffen, erst einmal ins Stocken geraten. Welches System wird gespielt, in welchem Setting findet man sich wieder und vor allem welche Klasse möchte man überhaupt spielen?

World of Darkness

Auch wenn ich mehr so den Rollenspielen zugetan bin, in denen man keine übernatürlichen Wesen spielt, sondern Menschen (Cthulhu Pen&Paper), haben wir uns auf World of Darkness geeinigt. Im Genaueren auf die neue Version von World of Darkness, oft nWoD abkürzt. Hier wird man gewungenermaßen mit dem Übernatürlichen konfrontiert, weil man sehr stark in der Fantasy-Schiene verwurzelt ist.

Was sollte ich nun also spielen? Welche Klasse passt zu mir und bei welcher Klasse traue ich mich zu, mich in den Charakter einzubringen? Mir war von Anfang an klar, dass ich Werwolf, Elfe oder auch Vampir nicht ohne satirischen Unterton hätte spielen können, deswegen fielen die für mich schon zu Beginn nach hinten rüber. Das Vampirthema ist so unglaublich ausgelutscht (tolles Wortspiel, nicht wahr?), dass ich vermutlich eine Edward-Kopie parodiert hätte.

Hui buh oder eher Frankenstein?

Interessanter waren für mich dann sowohl die Geister, als auch die Konstrukte. Konstrukte sind irgendwas zwischen Frankenstein, Golems oder Zombies – je nachdem in welche Richtung man gern gehen würde. Geister oder auch Gespenster sind eben das, was man sich drunter vorstellt. Auch wenn beides seine Reize hat, war ich dann dem menschlicheren von beidem zugetan. Also habe ich mich für die Konstrukte entschieden. Jetzt habe ich aber die große Auswahl zwischen den verschiedenen “Lineages”.  Lineages sind sogenannte Familien, die auf einen Ursprungscharakter zurückgehen, nach dem sie benannt wurden (die sogenannten Progenitor). Jeder von ihnen wurde von einem Menschen (Demiurges) erschaffen. Folgende Lineages gibt es.

Lineages

Frankensteins, Galateids, Osirans, Tammuz und Ulgan. Je nachdem in welche Richtung ich mit meinem Charakter gehen will, ist die ein oder andere Lineage passender.

Frankensteins gehen auf den Klassiker “Frankensteins Monster” zurück. Und so sind Frankensteins elektrizitätsaffin und eher ein Patchwork aus vielen Einzelteilen. Sie sind unglaublich stark, aber auch ungehalten.

Galateids werden auch die Musen genannt. Sie wollen jung und schön sein und sind immer wieder auf der Suche nach Teilen, die sie noch jünger und schöner erscheinen lassen. Sie suchen Anschluss zu anderen, betören mit ihrer Schönheit aber verschrecken andere oft durch ihre Art.

Osirians, auch die Kinder Gottes genannt, sind eine sehr dominante Gruppe. Sie erwarten, dass sich andere ihnen unterwerfen. Ihr Körper zeichnet sich dadurch aus, nicht vollkommen zu sein.

Tammuz sind Golems, die sich an jüdische Legenden anlehnen. Hier sind sie jedoch nicht aus Lehm gemacht, sondern aus… menschlichen Überresten. Ihre Leiche wird vergraben, nachdem sie mit dem göttlichen Feuer behandelt wurden. Danach müssen sie sich den Weg nach oben an die Erdoberfläche kämpfen und klarkommen. Die sind melancholisch, lehnen Sklaverei und Unterjochung ab. Sie streben wie alle Promethean Sterblichkeit an.

Die Ulgan, auch die Zerrissenen, sind durch ein fehlgeschlagenen shamanisches Experiment in viele verschiedene Teile zerrissen und anschließend wieder zusammengesetzt worden. Das war eigentlich nur mit dem spirituellen Körper geplant.  Leider ging dies nach hinten los und so erkennt man die Ulgar an ihren Narben und Nähten.

“Lebens”ziele

Promethean wollen sterblich – also Menschen – werden und streben dies durch bestimmte Richtungen an, die alle nach Metallen benannt wurden. Hier entscheidet sich, ob ein Promethean eher pazifistisch und sozial oder doch lieber herrscherisch und kriegerisch sein möchte.

Nun stehe ich also vor der großen Wahl. Was will ich eigentlich und wer bin ich eigentlich? Für mich heißt das nun in meiner Freizeit Regelbücher wälzen – die vor allem in Englisch verfasst und unglaublich langatmig sind und vieeeele Notizen machen.

Wie schauts bei euch aus, wollt ihr weiter Infos zu diesem Projekt habe, spielt ihr vielleicht selbst Pen&Paper und habt einige Tipps für mich? Die oben zusammengetragenen Infos müssen nicht ganz korrekt sein, ich habe sie auf die Schnell zusammengesammelt. Ich habe das Klassenbuch zu den Promethean nur angelesen und ein bisschen durchgeblättert, aber noch nicht komplett gelesen.

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Ich bin eine Ziege und das ist auch gut so

In meinem Ankündigungsbeitrag zum Goat Simulator habe ich bereits auf dieses Goldstück der Spieleentwicklung hingewiesen. Der Trailer versprach ja schon einiges an Action. Ich durfte das Game seit Freitag anspielen und habe bereits drei Videos hierzu erstellt und hochgeladen.

Der Goat Simulator ist sinnlos, das war uns aber auch schon vorher bewusst. Simulationen dieser Art sind meistens eher einfach gestrickt und haben keinen großen Wiederspielwert. Beim Goat Simulator ist es aber anders. Aus meinem “Mal 15 Minuten anspielen” wurde dann kurzerhand über eine Stunde, einfach deswegen, weil man so viel entdeckt, dass die Zeit wie im Flug vergeht.

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Der Goat Simulator ist allerdings nicht das einzige Spiel, das sich einer Ziege als Hauptdarsteller widmet. Escape Goat und Escape Goat 2 sind zwei Plattformer, in denen man die Rolle einer Ziege übernimmt, die mit einer kleinen Maus zusammen Rätsel lösen und sich durch verschiedene Level puzzlen muss.

Ziegen sind also auch im Gaming universell einsetzbar. Ab heute Abend bekommt ihr den Goat Simulator auf Steam. Wenn ihr spaßigen Nonsense mögt, dann wird dieses Spiel definitiv nach eurem Geschmack sein. Solltet ihr euch noch nicht sicher sein, schaut euch einfach meine drei Videos oben an. Diese sollten euch einen guten Einblick in das Spiel geben.

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Diablo 3: Reaper Of Souls: Dieser Comic-Trailer ist viel besser

Die etwas sehr teure Erweiterung zu Diablo 3 ist endlich da. Reaper Of Souls bringt ein bisschen neue Inhalte für einen stattlichen Preis. Darum soll es an dieser Stelle aber nur am Rande gehen, denn mit einem grandiosen Comic-Trailer wird der echte Trailer zum DLC ein bisschen auf die Schippe genommen. Tja und eigentlich gefällt der Comic-Trailer auch direkt viel besser. Sorry Blizzard.

Diablols: Reaper of souls (Comic Trailer)

Diablo 3: Reaper of souls (Original Trailer)

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DEUS EX: HUMAN REVOLUTION: Fan-Shortfilm ist grandios

Deus Ex: Human Revolution wurde 2012 veröffentlicht und gehört seit dem zu einem der ganz großen Games der Spielegeschichte. Wie würde das Spiel als Film aussehen? Mit einem Fan-Kurzfilm bekommen wir einen Vorgeschmack. Dieser Film ist grandios. Sowohl die Leistung der Schauspieler, als auch die Inszenierung wecken Gänsehautstimmung. Aber genug geredet. Schaut ihn euch selbst an.

CAST
MOE CHARIF ADAM JENSEN
LIANNET BORREGO MEGAN REED
SHAYNA NICOLE E’ORIO YELENA FEDOROVA
ANTONY CORONE BOB PAGE
JUAN C. BOFILL
KEVIN HUMES
CHRIS AALLEN DARSOW
SEAN HAMLIN
CHRISTOPHER ANTHONY LLORCA
ERIC MAINADE
WALTER GARCIA
GREG REMENTER
KEIL ZEPERNICK
PAUL O’CONNOR
BAYARDO CESAR AMPIE
LOIUS LAHERA
OLIVER VAQUER

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GOAT SIMULATOR: Das Leben als Ziege ist hart [Trailer]

Habt ihr eine Ahnung, was daqs mit Goat-Simulator eigentlich soll? Ich nicht wirklich. Die Entwickler vermutlich auch nicht, aber in der Reihe der wilden und verrückten Simulatoren ist Goat Simulator auf jeden Fall weit auf dem ersten Platz.

In einem Trailer haben die Entwickler des Games nun gezeigt, welch cineastisches Talent in ihnen steckt. Das Video zeigt, wie hart das Leben als Ziege doch sein muss. In dramatischen Zeitlupen und schnellen Actionszenen bekommen wir bereits jetzt einen Vorgeschmack auf den ersten April, wenn das Spiel über Steam released wird.

In Goat Simulator bekommt man Punkte dafür, wenn man völlig verrückte Dinge macht. Nur rumstechen, meckern und Gras fressen ist langweilig, also klettert die abenteuerliche Ziege von heute Leitern hoch, lässt sich von Autos durch die Luft schleudern und stößt mit ihrem Kopf Gegenstände gegen Menschen. Sei eine Ziege, sei eine wilde Ziege, sei eine gemeingefährliche, wilde Ziege!

Den Goat Simulator gibt es ab dem ersten April für 9,99$. Die deutschen Preise wurden noch nicht veröffentlicht, aber man kann davon ausgehen, dass Steam hier 1:1 umrechnen wird.

titanfall

TITANFALL: Es gibt eine besondere Hölle für Cheater

Machen wir uns nichts vor, in jedem Multiplayerspiel gibt es Leute, die Cheats benutzen, um besser zu sein, als die anderen. Benutzt werden sie von Menschen, die normalerweise nicht besser als die anderen wären. Das Überlegenheitsgefühl über die anderen Spieler wird aber bald ein Ende finden, denn bei Titanfall hat man eine ganz besondere Lösung für Cheater.

Wer beim Cheaten erwischt wird, kann ab dem Zeitpunkt nur noch mit anderen Cheatern zusammen spielen. Er wird nicht mehr in die normalen Spiele gelassen. Respawn Entertainment dazu “Wir hoffen, ihr habt euch wenigstens einen guten Aim-Bot besorgt, denn wenn es um die Liga der Cheater geht, könntet ihr ein bisschen frustriert sein.”

Wichtig für Nicht-Cheater: Wenn ihr mit jemandem zusammen in einer Party seid, der bereits beim Cheaten erwischt wurde, solltet ihr euch darauf gefasst machen, dass ihr auch nur in Cheater-Games spielen könnt. Erst wenn ihr die Party verlasst und mit Nicht-Cheatern zusammen spielt, könnt ihr wieder in normale Spiele joinen. So können sich Cheater auch nicht durch Tricks in die cheatfreien Spiele schmuggeln.

Die Lösung ist meines Erachtens gut, denn so wird den Cheatern nicht nur ihr Vorteil genommen, den sie den anderen Spielern gegenüber haben, sondern sie werden auch aus den normalen Spielen aussortiert. Als Spieler muss man sich aber darauf verlassen können, dass der Mechanismus, mit dem die Cheater gefunden werden, funktioniert und genau ist.

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Elvun Lovecraft-Woche im Rückblick

Wer mich kennt weiß, dass ich eine riesige Lovecraft-Anhängerin bin. Ein Projekt zu dem Thema schwirrte mir schon länger im Kopf herum, aber es brauchte ein wenig Vorbereitungszeit. Nach ungefähr zwei Wochen aktiver Produktion konnte ich meine Idee aber endlich veröffentlichen. In der letzten Woche ging über unseren YouTube-Kanal die “Lovecraft-Woche” online. Jeden Tag habe ich euch ein Spiel vorgestellt, das in irgendeiner Art und Weise mit Lovecraft zu tun hatte. Sei es nun, weil dort Figuren vorkamen, die Lovecraft in seinen Geschichten behandelt hat oder weil es sogar im Lovecraft-Universum spielt.

Wenn ihr dieses Video klickt, dann könnt ihr euch durch die komplette Playlist der Lovecraft-Woche schauen. Es sind ungefähr 4 Stunden Videomaterial zusammengekommen.

Welches Spiel hat euch aus der Lovecraft-Woche am Besten gefallen? Hier noch mal alle im Überblick:

Tag 1: The Secret World
Tag 2: Magrunner
Tag 3: Sherlock Holmes: The Awakened
Tag 4: Call of Cthulhu: Dark corners of the earth
Tag 5: Scribblenauts Unlimited
Tag 6: Call of Cthulhu: The Wasted Land
Tag 7: Elder Sign: Omens

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Das Spiel ist scheiße. Wenn du es magst, bist du auch scheiße

Kleinkriege gibt es in jedem Lebensbereich und oft werden sie unglaublich unsachlich und emotional geführt. Genauso oft sind sie überflüssig, weil es um verschiedene Geschmäcker und Meinungen geht. Und die hat nun mal jeder nur für sich selbst. Vor einigen Tagen twitterte ich:

Worum ging es? Wir redeten über Titanfall – dem neuen EA-Shooter. Es fing schon an, als ich ihn vorbestellt hatte und dies verkündete. Ich wurde – wenn auch eher neckisch – ausgelacht und mir wurde gesagt, ich solle ihn bitte wieder abbestellen und er sei gar nichts für mich. Viel zu schnell, viel zu stressig. Meine Reaktion war sehr erwachsen – trotzig.

Die Diskussion ging weiter. Das Spiel sei scheiße und deswegen sind die Menschen, die es gut finden auch scheiße und haben keine Ahnung. Der Moment, in dem ich mich aus Unterhaltungen ausklinke. Ich weiß, es gibt zum Beispiel diese zwei Fronten: Die einen mögen Battlefield, die anderen Call of Duty. Ich stichel gern gegen beide. Nicht weil ich eines der Spiele scheiße finde oder Leute, die es spielen – vielleicht um ein bisschen zu trollen und Leuten aufzuzeigen, wie lächerlich es ist, sich und andere allein über ein Spiel zu definieren. Titanfall ist nun auch in diese Schusslinie geraten. Entweder man mag Battlefield oder man mag Titanfall. Ich stehe nun in der Mitte und denke mir nur “WTF, die sind doch sogar vom gleichen Publisher.” Beides sind für sich gesehen ordentliche Spiele, haben ihre Anhänger und Fans und ihre Stärken und Schwächen. Wieso sich also so furchtbar hineinsteigern und reagieren wie eine Mädchenklasse auf PMS?

Ich werde mich in sowas nicht reinziehen lassen und das sollte niemand. Spielt die Spiele die ihr mögt und die euch Spaß machen. Wenn jemand das scheiße findet, dann ist das sein Problem und nicht euers.

Achso. Titanfall ist klasse ;)

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Fast nackte Frauen auf Messen – Booth Babes verbieten!

Was ist ein Booth Babe?

Ein Booth Babe kann mehrere Aufgaben haben. Zum einen kann es das Produkt präsentieren, dann auch erklären oder es ist lediglich als “Dekoration” am Messestand um die Besucher mit einem Lächeln zu begrüßen.

Booth Babes sind nach jeder Messe im Zentrum der Diskussionen rund um die Männerdomäne Technik. Sie stehen an den Messeständen und tragen wenig bis sehr wenig, haben eine gute Figur, sind sportlich und hübsch. Sollten Frauen als Booth Babe arbeiten? Ist diese Arbeit erniedrigend? Welche Qualifikationen muss so ein Booth Babe denn haben?

Booth Babes sind hübsch, aber dumm

Ich stolperte eben über den Bericht des Techblogs ChipChick mit der provokativen Überschrift “CES Booth Babes Return for 2014 With More Clothes and Less Brains”.

Zur Vorgeschichte: 2013 gab es einen Eklat, weil auf der CES Frauen fast nackt an einem Messestand auftraten. Mimik-los, ausdruckslos wie lebende Statuen ließen sie sich fotografieren und von Besuchern anstarren. Es gab viele negative Reaktionen und sogar Petitionen für den Verbot von Booth Babes auf Messen.

2014 schickten sie also eine Reporterin los, den Frauen mal auf den Zahn zu fühlen, um zu sehen wie viel Ahnung sie denn zu den Produkten und zum Thema Technik haben. Das Ergebnis – nur wenige waren wirklich tief im Thema, das meiste wirkte auswendig gelernt. Die Reporterinnen freuten sich. Man konnte die “dummen” Booth Babes entlarven. Am Ende pochte auf meiner Stirn allerdings eine Wutader.

So viele Vorurteile, Bevormundungen und unterschwelliger Sexismus von Frauen aus der Techszene habe ich noch nie erlebt und ich schäme mich geradezu mit diesen Frauen im gleichen Berufszweig zu arbeiten.

Wieso das so ist, versuche ich jetzt einmal etwas konzentrierter zusammenzufassen. Wenn es etwas chaotisch wirkt, dann bitte ich dies zu entschuldigen.

Das Märchen, dass Frauen nur einer gesellschaftlich akzeptierten Arbeit nachgehen dürften

Frauen haben das Recht, selbst entscheiden zu können wo sie arbeiten und unter welchen Bedingungen sie es tun. Dazu gehört nicht nur die Wahl Studienrätin zu werden, sondern auch die Wahl, das Studium mit einem Einsatz als Booth Babe zu finanzieren. Dazu gehört auch die Wahl – so weh es Moralpredigern tut – seinen Lebensunterhalt beispielsweise als Prostituierte zu verdienen. Ich stelle Booth Babes hier ganz klar nicht mit Prostitution auf eine Stufe, weil beides noch einmal ein großer Unterschied ist, aber Booth Babes werden – vor allem von Frauen – oft als solche gesehen und so behandelt. Sie verkaufen jedoch nicht ihren Körper für Sex, sondern ihre Erscheinung, ihr Auftreten und ihre Sympathie. Das, was jeder Angestellte mit Kundenkontakt auch macht.

Booth Babes werden zu der Arbeit, die sie machen, nicht gezwungen, sondern sie machen sie aus dem gleichen Grund, weswegen die meisten von uns arbeiten – weil es Geld gibt, und man sich mit Geld sein Leben finanzieren kann. Sie haben kein Problem damit ihren Körper zu zeigen, bewerben sich sogar auf diese Stellen hin.

Booth Babes sind Menschen – Echt jetzt!

Booth Babes sind Frauen, Booth Babes sind Menschen mit einer Geschichte, einem Leben. So sehr öffentlich angeprangert wird, dass Booth Babes von den Ausstellern als Objekte dargestellt werden, so abstoßend ist die Vorverurteilung, die sie aufgrund ihrer Jobwahl oder ihrer Arbeitskleidung oder ihres Aussehens erfahren.

Da sind hübsche, leicht bekleidete Mädchen auf einer Messe, die freiwillig so ihr Geld verdienen. Verbieten!! (Oder eben diskreditieren…)

In dem Video wurden die Mädchen dann ausgefragt, wie viel Ahnung sie denn von Technik hätten. Viele Mädchen bestanden den Test nicht, stammelten etwas herum oder gaben offen zu, dass sie in dem Thema nicht drinstecken oder dass sie nur als Model für den Stand gebucht wurden, um die Produkte zu präsentieren oder als Fotomodell herzuhalten. Viele von ihnen standen sicher schon viele Stunden auf der Messe und waren aufgeregt, als die Kamera auf sie zeigte. Und das war der Punkt an dem mir die Hutschnur endgültig platzte.

“Ich bin viel klügerer als du” – Mentalität stinkt

Keines dieser Mädchen wird ein technisches Studium in Angriff nehmen, um genug fachliche Qualifikationen als Booth Babe zu bekommen. Brauchen sie auch nicht. Sie werden angelernt, um Endverbrauchern, die meist noch weniger Ahnung haben, einfach zu vermitteln, worum es bei einem Gerät geht und was sie damit machen können. Dadurch dass sie selbst nicht extrem tief in dem Thema stecken, können sie ihr einfaches Wissen genauso einfach weitergeben. Dem Messebesucher reicht das. Der hochdatierten Technikbloggerin vielleicht nicht, aber vielleicht ist sie auch nicht die kaufkräftige Zielgruppe der Messe.

Wissenslücke bedeutet nicht, dass eine Person dumm ist – nur dass sie etwas noch nicht gelernt hat

Was aber klar gestellt werden muss: Man darf niemanden als “dumm” darstellen, nur weil er in einem Themenbereich weniger Kenntnisse hat, als andere oder als man selbst, denn mit dem Folgeschluss sind alle Menschen dumm und man könnte jeden auflaufen lassen, wenn man nur die passenden Themen findet.

Einige Techbloggerinnen fühlen sich also angegriffen, wenn Frauen, die gut aussehen Geld damit verdienen, dass sie gut aussehen. Und deswegen machen sie ein Video, in dem sie diese Frauen interviewen und bewusst bloßstellen, obwohl die vielleicht einmal im Jahr mit dem Thema Technik zu tun haben, wenn sie auf einer Messe arbeiten. Und wieso? Um die Vorurteile zu bestärkten, dass Frauen, die gut aussehen, offensichtlich nichts im Kopf haben können – vor allem dann, wenn sie bei ihrer Arbeit sexy Kleidung tragen. Dieser Plan hätte statt von überengagierten Techbloggerinnen auch von einem extremen Macho kommen können. Statt sich aber angegriffen zu fühlen, hätte er vielleicht ein bisschen geifernd gesabbert. Der Rest der Story bliebe aber der Gleiche. Das ist in meinen Augen schon ein starkes Stück.

Wieso fühlt man sich durch Booth Babes angegriffen?

Ich frage mich, wie man programmiert sein muss, um sich von der Anwesenheit von leichtbekleideten Frauen angegriffen zu fühlen. Vor allem wieso macht man diese Frauen für die Wahrnehmung der eigenen Person verantwortlich? Wieso fühlt man sich herabgesetzt, weil eine leichtbekleidete junge Frau im gleichen Raum ist? Das kann doch nur bedeuten, dass man Booth Babes bereits selbst herabsetzt und sich dann mit ihnen vergleicht. Das wäre aber ein höchstpersönliches Problem und weder das Problem der Booth Babes, noch der Aussteller.

Man bezeichnete Messen als frauenfeindliche Umgebung, weil Booth Babes anwesend wären. Als würden sie die Ehre der Frau durch das Zeigen ihres Körpers herabsetzen. Als wäre die Ehre einer Frau von ihrem Körper oder ihrer Kleidung abhängig. Ich stelle mal eine steile These auf. Auf Technikmessen sind so wenig Frauen vertreten, weil sie sich für den Kram da nicht interessieren. Denen sind Booth Babes völlig schnuppe. Fragt doch mal Freundinnen, die nicht im Techthema sind, wieso sie sich nicht schon auf die CES freuen. Die werden nicht sagen: “Weil wegen Booth Babes und bla.” sondern “Was soll ich da? Interessiert mich doch nicht.”

Eigentlich wollen wir nur mehr nackte Jungs

Das Ende des Videos ließ dann noch einmal durchblicken worum es wirklich geht. Es sollten mehr Booth Boys gezeigt werden, dann wären Messen auch für Frauen interessant. Da haben wir also wieder die Doppelmoral, dass wenn Frauen etwas machen, es diskriminierend ist. Wenn Männer etwas machen, dann ist es nur fair. Ist das wirklich das Niveau auf dem wir dieses Thema diskutieren sollten?

Es gibt Frauen auf Messen, die hübsch aussehen und damit ihr Geld verdienen. Das macht sie nicht zu schlechten Menschen. Liebe empörte Techbloggerinnen, macht das wozu ihr auf der Messe seid. Berichtet über die Produkte und vergleicht euch nicht mit den Models, die diese präsentieren. Unterstellt ihnen nicht, sie würden die Wahrnehmung eurer Person beschädigen. Das könnt ihr schon ganz allein. Versucht nicht den Klugscheißer-Wettbewerb zu gewinnen, nur weil ihr neben einer Person, die in eurem Fachgebiet keine Ahnung hat, besser ausseht. Das ist nämlich gar nicht schwer.

Startet den Klugscheißer-Wettbewerb nicht mit jemandem, von dem ihr sowieso wisst, dass er verliert

Ich gebe euch mal eine Aufgabe. Behandelt auf zukünftigen Messen die Booth Babes einfach mal menschlich. Immerhin stehen sie da den ganzen Tag, um euch die Geräte zu präsentieren, über die ihr schreiben wollt und für eure Blogfotos hübsch auszusehen . Booth Babes sind Menschen, mit denen man normal reden kann und das solltet ihr auch. Selbst wenn es euch schwer fallen mag. Seid mal nett.

Seid einfach mal nett

Und solltet ihr euch irgendwie dagegen entscheiden nett zu sein und in Booth Babes Menschen zu sehen, die einfach ihren Job machen, möchte ich euch gerne in Zukunft auch für die Rechte von Booth Boys einstehen sehen. Ich will euch argumentieren sehen, dass Booth Boys ein männerfeindliches Klima schaffen, bei dem die Ehre des Mannes herabgesetzt werde, weil die Booth Boys zeigen, dass Männer doch eigentlich nur Objekte sind. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Think about it.

(PS. Danke Nicole Scott für ihre wunderbar unaufgeregte Art, mit der sie zeige, dass man das Thema auf absolut entspannt sehen kann.)