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The Inner World – Zum Heulen schön

The Inner World war schon lange auf meiner Bildfläche. Auf der Gamescom 2013 habe ich dann die Entwickler getroffen, nett gequatscht und mir von ihnen  das Spiel zeigen lassen. Kurz drauf kaufte ich mir das Spiel in einem Bundle und es lag erst einmal ein wenig auf meiner Platte. In meiner Offlinezeit nach dem Umzug hatte ich aber endlich einmal Zeit es anzuspielen.

Robert und Laura

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The Inner World ist ein Point and Click Adventure aus dem Hause Studio Fizbin aus Ludwigsburg. Im niedlich-verspielten Zeichentrick-Look begleitet man Robert durch die kreisrunde Welt Asposien. Robert, der statt einer gekringelten Nase, wie sie jeder hat, eine Flöte besitzt, wird von seiner späteren Begleiterin Laura nur Flötennase genannt.

Robert macht das nichts aus, denn er ist unsterblich in Laura verliebt und würde sich von ihr vermutlich jeden Namen geben lassen. Sowohl Laura als auch Robert wollen die Asposien retten. Diese befindet sich in der eisernen Hand vom ehemaligen Windmönch Conroy. Die Windmönche beschützten einst die Windbrunnen, die Asposien am Leben hielten. Aber seit die Windbrunnen fast alle still stehen, sind sie arbeitslos und nur Conroy verspricht Asposien Rettung, wenn sie sich demütig seinen Wünschen hingeben.

Der böse Conroy

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Das Conroy eigentlich der Böse ist, findet man schnell heraus. Und Robert, der bei Conroy aufgewachsen ist, muss sich überwinden, gegen seinen eigenen Pflegevater zu vorzugehen. Als er aber herausfindet wer er eigentlich ist, fällt es ihm gar nicht mehr schwer. Wie sich herausstellt ist seine Flötennase nämlich kein Makel sondern ein sehr besonderes Geburtsmerkmal.

Asposien

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Auch wenn Conroy Erlösung verspricht – Asposien leidet unter seiner Schreckensherrschaft. Regelmäßig erscheinen die Basylen – große drachenähnliche „Windgötter“ und versteinern die sündigen Bewohner Asposiens. Viele haben so ihre Familienmitglieder verloren. In Asposien herrscht Mangel an allem. Die Häuser sind kaputt und viele erliegen dem Alkohol.

Das Gameplay

Das Gameplay ist an einigen Stellen recht knifflig. Ich gebe zu, dass ich Point & Click Abenteuer nie ohne eine Komplettlösung an meiner Seite spiele, weil mich alle Rätselsequenzen, die länger als 5 Minuten dauern, frustrieren. Das ist bei diesem Spiel aber auch gar nicht so furchtbar schlimm, denn nicht das Gameplay oder die Rätsel stehen hier im Vordergrund, sondern die Geschichte.

Die Welt rund um Asposien, Robert, Laura und Conroy ist komplex genug um ihr eine solche Tiefe zu verleihen, dass man sich schon nach kurzer Zeit emotional mit den Charakteren verbunden fühlt. Der kleine schüchterne und etwas naive Robert. Die toughe Laura. Beide schließt man schnell ins Herz. So sehr, dass ich beim Ende der Geschichte in paar Tränchen verdrücken musste. Die Entwickler haben bei The Inner World wirklich alles richtig gemacht. Das Spiel hat genau die richtige Mischung an derben und leichten Humor um von Kindern gespielt und auch von Erwachsenen verstanden zu werden.

Nicht umsonst hat The Inner World bereits einige Preise abgeräumt. Ich kann euch das Spiel wärmstens weiterempfehlen. Spielt es auch dann wenn ihr Adventure eigentlich doof findet. Die Story ist es allein schon wert.

The Inner World Webseite | The Inner World auf Steam

Ricarda

Chefredakteurin bei Elvun Gaming
'85 geboren und im Herzen ein Spielkind. Angefangen mit dem alten ATARI 2600 habe ich schnell meine Leidenschaft für Computerspiele entdeckt. Ich liebte es den bunten Pixeln dabei zuzuschauen, wie sie über den Bildschirm hüpften. Jetzt spiele ich gern Aufbauspiele, Simulationen und RPGs. Neben Computerspielen mag ich Rollenspiele und bevorzuge hier "Call of Cthulhu".

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