
Die GamesCom ist einer der Termine, die Spielefans nicht auslassen sollten. Auch für die Berichterstattung von Blogs und Magazinen sind Messen wie die GamesCom sehr wichtig und sollten mit Artikeln abgedeckt werden. Nun hat die GamesCom aber ein Problem. Beziehungsweise hatte sie im letzten Jahr ein Problem.
Was die Akkreditierungen angeht, war man sehr freigiebig. Ich war letztes Jahr als Fachbesucherin auf dem Messetag und muss sagen, dass es da schon voll war. Ich war nur am Pressetag da, habe die Besuchertage nicht mehr mitgenommen, aber kann sagen, dass es am Pressetag mit “Nicht-Presse” voll war.
Teilweise wurden Presse-Karten an normale Besucher als Feature verlost. Sehr viele sehr junge Besucher tummelten sich dort und sahen nicht unbedingt so aus wie arbeitendes Schreibervolk. Natürlich arbeitet jeder anders und es gibt auch junge Schreiber, die wirklich gute Arbeit leisten, aber zumindest eine Kamera, ein Notebook oder ähnliches hat man bei, wenn man live von der GamesCom berichten möchte. Viele haben das also nur als einfachen Weg gesehen, um bei einem beliebten Event an einem mäßig besuchten Tag dort herumzustiefeln. Da die Karten für das ganze Wochenende gültig waren, könnten diese Leute also auch die anderen Tage vor Ort sein was Samstags dazu führte, dass ab 10 Uhr morgens keine Besucher mehr in die Hallen gelassen wurden und sie Menschenmassen vor der Messe bildeten. In den Hallen sah es nicht besser aus.
Ich denke, die Videos zeigen ganz gut, wie problematisch die Situation war. Dass aber allein die Akkreditierungen daran mit Schuld waren, bezweifle ich. So viele Pressevertreter waren gar nicht vorhanden, dass die ganzen Leute genügend Platz gefunden hätten.
Nun möchte man aber die Akkreditierungen unter härtere Bedingungen stellen und die sehen wie folgt aus:
Personen unter 16 Jahren ohne Jugendpresseausweis können nicht akkreditiert werden.
Inhaber eines Jugendpresseausweises erhalten ausschließlich eine Akkreditierung für den Medientag (erster Messetag). Eine Verlängerung der Gültigkeit ist nicht möglich.
Es werden keine Akkreditierungen an Inhaber privat initiierter Spiele-Homepages, privat initiierter Blogs sowie Podcast-Seiten ausgestellt.
Zugriffszahlen und Größe des Mediums spielen bei der Akkreditierung und der zugelassenen Personenanzahl eine Rolle.
Damit bedeutet es das Aus für die Berichterstattung privat organisierter Spieleblogs auf der Gamescom. Und an den normalen Besuchertagen bei den Menschenmassen vernünftig arbeiten? Unmöglich.
Die Gamescom unterschätzt nicht nur die Reichweite der Gaming-Blogs sondern auch ihre Bedeutung. David von Zockworkorange hat heute auch einen Artikel zu dem Thema geschrieben, dem ich so allerdings nicht zustimme, ich kopiere euch aber einmal meinen Kommentar hier hinein, den ich ihm heute geschrieben habe:
Ich sehe das Bloggen schon lange als relevanter an, als die klassische journalistische Tätigkeit. Gerade ein Event wie die Gamescom muss sich Blogger warm halten, weil sie gleichzeitig doch auch die Stimme der Kunden sind und als meinungsbildende und unabhängige Plattform eine nicht wegzusprechende Reichweite haben. Erinnere dich einfach daran, was die “Journalisten” von RTL letztes Jahr für einen Scheiß verzapft haben. Erinnere dich mal an den Shitstorm. Wieso sollten so Leute wichtiger und relevanter als die Blogger sein?
Ich denke, es sollte Regeln geben. Die gibt es bei vielen Akkreditierungen, auch bei Musikveranstaltungen. Dazu sollte eine vernünftige Personenbeschränkung gehörten. 1-2 Leute pro Blog sollten reichen, es sei denn man filmt was, aber das sollte man dementsprechend mit angeben können. Genauso sollte das Blog schon eine Weile bestehen und aktiv mit Inhalten gefüllt werden. Damit die Akkreditierung gültig ist, sollte ein Vorbericht stattfinden. Das muss nichts Großes sein. Nur ein Artikel, der auf das Event hinweist.
Im Rahmen der Akkreditierung sollte festgelegt sein, in welchem Umfang die Blogger über das Event berichten. Ein Artikel pro akkreditierter Person halte ich für sinnvoll. Realistisch ist sowieso, dass mehr kommt.
Es sollte jedoch keinen Unterschied machen, ob ein Blog privat oder kommerziell geführt wird. Beides kann man mit gleichviel Herzblut und Professionalität machen. Nur weil man einem Hobby nachgeht ist man Qualitativ nicht schlechter. Manche Leute verzichten extra darauf, damit sie unabhängig bleiben können.
Wer wie die Gamescom die Meinungsmacher ausschließt und verlangt, dass sie sich auf den sowieso schon viel zu vollen Besuchertagen auf eigene Kosten in die Halle schlagen und dann denken, dass man dort in Ruhe arbeiten könne, dann hat die Gamescom eine sehr interessante Vorstellung von dem WAS wirklich bei ihnen abgeht.
Was unterscheidet uns Blogger von den gewöhnlichen Journalisten? Wir machen etwas aus Eigeninitiative, aus Leidenschaft, aus Freude. Viele haben nebenher einen Job und für diese Leute ist nicht nur Gaming sondern auch das Bloggen darüber ein Ausgleich zum Alltag.
Als wir vor kurzem dieses Blog starteten, war uns auch bewusst, dass wir es mit nur zwei oder drei Leuten nicht stemmen können, weil jeder seine Vorlieben hat und wir deswegen mehr Autoren brauchen um ein großes Themengebiet abdecken zu können. Um ein Team von der Größe finanziell entschädigen zu können, braucht man schon ein sehr erfolgreiches Blog. Nur die wenigsten werden die Möglichkeit haben in der Größe kommerziellen Erfolg zu haben, um für die Akkreditierung zugelassen zu werden.
Nun kommen wir also zum nächsten Punkt. Was für Leute sind dann auf der Gamescom? Spielezeitschriftenschreiber. Kennste einen, kennste alle. Fernsehsender wie RTL.
Giga hat zwar darauf geantwortet, aber auch sie beschrieben im Magazin, dass sie es auf der Gamescom teilweise Probleme hatten ernstgenommen zu werden, obwohl Giga als Name schon eine Institution für Gamer ist. In ihrem heutigen Artikel schrieben sie:
Die Aussteller reagierten auf diese Entwicklung teils harsch, sperrten offene Bereiche selbst für Magazine wie GIGA. Auf „Aber wir sind doch von der Presse“ reagierte man häufig mit „Ja, das sagen sie heute alle.“
Meine Vorschläge, wie man die Situation entschärfen könnte, habe ich ja oben in meinem Artikel schon zitiert. Allerdings müsste man dann vermutlich das Personal um 1-2 Leute aufstocken, was den Gewinn vermutlich schmälern würde.
Bei den Bloggern, den unabhängigen Stimmen der Gaming-Szene, hat es sich die GamesCom jedenfalls mächtig verscherzt. Nach dem letztjährigen Besuchergau hat mal mal wieder völlig tief in die Fäkalien gegriffen. Danke Gamescom!
Ricarda
Neuste Artikel von Ricarda (alle ansehen)
- DayZ Origins PVP Event heute Abend ab 20 Uhr - 18. Mai 2013
- Call of Cthulhu Pen & Paper Rollenspiel - 15. Mai 2013
- Ich habe keine Lust mehr auf Singleplayer-Games - 15. Mai 2013
- Krieg the Psycho – Skilltree Walkthrough [Video] + Borderlands 2 MAYham Wochenende - 10. Mai 2013
- “GTFO” – Ein Film gegen Diskriminierung von Frauen im Gaming - 9. Mai 2013



















Ich persönlich finde die Entscheidung gut, den Besucheransturm am Fachbesuchertag zu bekämpfen. Ob die jetzt entschiedenen Limitierungen im Detail alle ideal sind sei mal dahingestellt, aber dass jetzt nicht mehr jeder, der ein privates Blog hat, hingehen kann, wird den richtigen Spieleblogs und der Print-Presse zugute kommen. Ich lese besagte Stellen sehr gerne und erhoffe mit einen Anstieg der Qualität der professionellen Berichtserstattung. Ich muss nicht in 25 Blogs Photos der Eingangshalle von den verschiedensten Blickwinkeln sehen.
Wer dennoch nicht auf einen Beitrag in seinem privaten Blog verzichten möchte hat immerhin noch 4 Tage Zeit um an den offenen Tagen die Messe zu besuchen.
Blogger ausschließlich am Pressetag zuzulassen würde schon mehr als genug Spreu vom Weizen trennen und hätte keinerlei Auswirkungen auf den Besucherandrang der anderen Tage.
Würde man ausschließlich Presse (also Journalisten und Blogger) am Pressetag zulassen und die Karten nicht an Kiddies verlosen oder irgendwelche Schulklassen durch die Messe schleusen wäre dem schon sehr geholfen.
Fakt ist, dass man an den anderen Tagen als Blogger auf der Messe nicht arbeiten kann, deswegen denke ich Blogger sollten der Messe generell fern bleiben.
Wie gesagt, die Details sind vielleicht noch nicht ganz ausgereift, dennoch ist es es wert, es so auszuprobieren.
Schließlich kann jeder Volldepp inzwischen ein Blog eröffnen und so Karten beantragen.
Du musst lernen zu unterscheiden: “Presse” und Privatpersonen. Ein privates Blog hat meiner Meinung nach kein Recht auf Eintritt am Fachbersuchertag. Der ist, wie der Name schon sagt, den Fachbesuchern (inkl. kommerzieller Blogs) vorbehalten.
Ebenso gehören deine erwähnten Schulklassen auch nicht dorthin, das ist richtig.
Die Aussage, dass man als Blogger an den anderen Tagen nicht arbeiten kann, ist pauschalisiert. Abgesehen davon: Wie oft warst du als Blogger denn schon auf der GamesCom?
Ich war einmal im letzten Jahr dort als Blogger und man wurde zumindest von den Firmen bevorzugt zur Presse behandelt. Fand ich okay. Die Presseleute waren meist sowieso extrem genervt und haben nur die Pressekonferenzen mitgenommen und sich dann wieder verpisst oder haben wie RTL versucht lustige Videos zu machen. Die meiste Berichterstattung live vom Event fand von Blogs bzw Bloggern statt, die Videos drehten, Artikel schrieben und Fotostrecken machen.
So wie die Regelungen jetzt sind, werden nur noch Spielezeitschriften, die Bild und Fernsehsender Zugang bekommen wenn sogar schon ein kommerzielles Magazin wie Giga im letzten Jahr Probleme hatte. Wenn sie nur solche Leute da haben wollen, gerne.
Ich sage ja nicht, dass sie alle Blogger dort hinlassen sollen. Sie sollen unterscheiden zwischen professionell geführten Blogs und lieblos hingeklatschten Seiten. Das hat nämlich nichts mit der Ausrichtung (ob kommerziell oder nichtkommerziell) zu tun sondern mit dem Engagement, dass die Schreiber aufwenden. Das ist aber ein Arbeitsaufwand den sie sich sparen wollen.
Genau, der Arbeitsaufwand muss eben bewältigt werden. Bei der Masse an Anfragen von Blog hätte ICH da keine Lust, mich mehrere Tage hinzusetzen und auszusortieren.
Da sagen die sich einfach: Wozu, die Leute kommen ja trotzdem.
Fakt ist: Nicht jeder Blogger brauch einen Presseausweis.
Es gibt übrigens auch eine ganze Latte an professionellen UND kommerziellen Gaming-Blogs. Ich kenn ein paar Leute von bspw. Superlevel und Zockwork Orange, die sich wirklich freuen, etwas mehr Platz zu haben dieses Jahr.
Formate wie Giga hatten letztes Jahr nämlich nur Probleme, weil sich jeder Freizeitjournalist als Pressevertreter ausgeben konnte.
Wenn der Fachbesuchertag letztes Jahr solch einen Andrang hatte, frage ich mich, wie denn da die Beiträge verfasst werden konnten. Und wenn sie es letztes Jahr konnten, können sie es auch dieses Jahr am normalen Besuchertag.
Zockwork Orange fallen auch unter diese Regelung und haben darüber auch schon gebloggt.
Mein Artikel ist quasi eine Antwort auf deren Artikel, deswegen habe ich sie im obrigen Artikel auch verlinkt.
Klar, wir würden uns über mehr Platz freuen. Wir sind ja auch ein Blog, das sich da halbwegs um eine umfangreiche Berichterstattung bemüht, Termine in der BusinessArea wahrnimmt usw.
Ich hab ja letztes Jahr gesehen, wie schwer es alleine am Pressetag war. Viele forderten einen zweiten Pressetag, weil es durch die vielen Leute schier unmöglich war, sich was vernünftig anzuschauen. Ich bin am letzten Tag vor der offiziellen Öffnung in die Hallen, weil die Schlangen bei Mass Effect an anderen Tagen, auch am Pressetag, unmöglich waren. Schön ist das nicht und es muss sich was ändern. Wie Ricarda richtig sagt, bräuchte die Messe ein paar mehr Mitarbeiter, die genug Zeit haben und sich auskennen, um Blogs oder Onlinemedien generell, einschätzen zu können.
Es gäbe viele Möglichkeiten, die Regelung zu verbessern, alle bedeuten mehr Arbeit für den Veranstalter und ob die das einsehen, bleibt die Frage. Vermutlich dann erst nächstes Jahr, wenn sie gemerkt haben, dass durch die fehlenden Bloggern dieses Jahr viel an Berichterstattung verloren gegangen ist und die Aussteller sich beschweren.
Nein, sie fallen nicht unter diese Regelung. Soweit sie kommerziell schreiben, würden sie wahrscheinlich Zutritt erhalten. Dass sie es eventuell nicht beantragen, und nichts anderes hat David geschrieben, ist eine andere Geschichte.
Aber er hat es gut zusammengefasst: Blogger sind keine Journalisten. Und für ein Hobby irgendwo freien Eintritt zu verlangen ist letzten Endes dreist.
Du verlangst ja auch von Firmen keine Gratisprodute, um drüber bloggen zu können, oder? Du findest es gut, wenn du welche bekommst, aber als Selbstverständlchkeit siehst du es nicht an.
Selbe Spiel bei der GamesCom. Wie viel Einfluss die Bloggerwelt hat, ist irrelevant. Wenn eine Firma (in dem Fall die KölnMesse AG) entscheidet, nicht mehr etliche Freikarten zu erteilen, steht uns nicht das Recht zu, darüber zu urteilen, nur weil wir plötzlich keine mehr bekommen.
Dann siehst du das Bloggen und den Besuch eines Bloggers auf einer Veranstaltung von einem anderen Gesichtspunkt als ich. Wenn ich auf eine Messe eingeladen werde, dann machen die Leute das nicht aus Nettigkeit sondern weil sie eine Gegenleistung verlangen. Als Blogger bringe ich die Gegenleistung indem ich über das Event in dem von mir geforderten Umfang oder darüber hinaus berichte. Es ist also kein “Ich habe euch was geschenkt, ihr Schnorrer” sondern es ist ein Geschäft zwischen zwei Partnern. Wenn ich zu einer Veranstaltung gehe ist es für mich selbstverständlich dass ich meinen Part der Abmachung einhalte. Ich habe deswegen auch kein Problem damit, wenn so etwas vertraglich festgehalten wird und man beim Erhalt eines Pressezugangs verpflichtet wird zu publizieren. Dafür bin ich ja schließlich da. In der Hinsicht unterscheiden sich Blogger und Journalisten nur darin, dass Journalisten besser bezahlt werden.
Ein Geschäft, bei dem die eine Seite auf jeden Fall profitiert (die Blogger) und die andere Seite auf deren guten Willen angewiesen ist. Denn eine Garantie für die Berichterstattung hat die Messe bei den Bloggern nicht. Bei kommerziellen Blogs sowie Presse schon eher.
Ich sehe das schon ähnlich wie du, die Reichweite von Berichten in Blogs ist nichts, was eine Firma unterschätzen sollte. Dennoch kann es nicht sein, dass man es als Blogger als selbstverständlich annimmt, dass man eingeladen wird. Denn nichts anderes tust du in dem Moment, in dem du dich über die neue Regelung aufregst.
Es gibt einen himmelweiten Unterschied zwischen einem vertraglich festgehaltenen Arrangement und dem Verteilen von Presseausweisen für die Messe.
Ich rege mich nicht darüber auf, dass die Presseausweise nicht wie Bonbons verteilt werden, sondern dass Blogs nicht nach Qualität ausgewählt werden, sondern nach ihrer kommerziellen Ausrichtung.
Presseausweise sind ja generell schon an gewisse Verpflichtungen gebunden. Man hat sie ja auch vorher nicht einfach so bekommen.
Ja, und so lange du dich nicht für lau da hinsetzt und die Wahl triffst (inklusive wochenlanger Revisionen ala “Warum die und nicht ich?”) wird es auch so bleiben.
Und Presseausweise sind im Normalfall ein Witz. Wie du schon sagtest: Schulklassen, die durch die Messe geführt wurden, haben bestimmt auch keinerlei Verpflichtungen diesbezüglich gehabt.
Welcher Mitarbeiter der Messe will da auch unterscheiden wollen zwischen Fachbesuchern und Presse und deren Verpflichtungen nach dem Besuch der Messe?!
Andere Veranstaltungen machen das auch und führen Listen, wer reinkam und fordern dann Belegexemplare an. Wer diese bis zu einer gewissen Frist nicht eingereicht hat, bekommt entweder ärger oder dann in Zukunft einfach keinen kostenlosen Zutritt mehr. Das ist in erster Linie erstmal eine Vertrauenssache.
Die haben für sowas aber auch extra Mitarbeiter die sich mit Presse und Bloggern beschäftigen und diese betreuen.
Andere Veranstaltungen gehen der GamesCom schätzungsweise am Ar*** vorbei. Und nu?
Solange diese anderen Veranstaltungen der KölnMesse AG nicht kostenlose Arbeiter zur Verfügung stellen, werden die das vorerst auch nicht machen.
Wie gesagt, es ist eine Firma, und die ist eben auf Profit ausgelegt, nicht auf “wir wollen alle glücklich machen”.
Diese Meinung werden sie erst ändern, wenn sich zweifelsfrei nachvollziehen kann, dass aus diesem Grund die Besucherzahlen zurückgehen. Vorher nicht.
Und das wird meiner Meinung nach nicht vor in drei Jahren sein.
Das war nur ein Beispiel dafür, dass dieses Modell durchaus funktioniert.
Ich kritisiere nur ihr Handeln, setze ihnen aber keine Pistole auf die Brust, wie sollte ich auch. Sie haben ihre Entscheidung getroffen, ich kritisiere dies und schreibe auch welche Entwicklung ich vorher sage. Aber was sie tun und lassen bleibt ihnen überlassen.
Das ich echt schade! Wollte dieses Jahr mit Presseausweis etc. zur Gamescom. Jetzt lohnt sich das wahrscheinlich nicht.
[...] Jahr nicht, mit positiven Schlagzeilen in die Presse zu kommen. Nachdem man entschlossen hatte, privatorganisierte Blogs nicht mehr als Presse zur Veranstaltung zuzulassen, springen nun nach und nach die großen Veranstalter [...]
Wir haben eben auch eine Reaktion (und vor allem unseren kleinen Beitrag zu einer vorübergehenden Lösung) online gestellt: http://www.bumblebee-games.com/we-love-you-bloggers/
Wir hoffen, euch dort zu sehen – dann eben nicht am Mittwoch.
Hi Ricarda,
da muss ich dir zustimmen, viele Blogs haben zwar super Content und alles, aber sie gehen einfach unter, weil es zu viele kommerzielle Seiten gibt! Leider!
Außerdem hast du recht, heutzutage bekommt man nichts mehr geschenkt es steckt immer eine gewisse Absicht dahinter. Keiner schenkt dir eine Karte nur damit du dir einen schönen Tag machen kannst, sondern es zielt mit Sicherheit darauf ab, deinen Blog als indirekte Werbefläche zu nutzen.
Wie du so schön geschrieben hast: Es gibt Leute, die sich nur Akkreditierungen geholt haben, damit sie mal an nem Pressetag durch die Gamescom streifen können, weil es dann “leerer” ist. (Woran die Gamescom-Veranstalter ja nicht ganz unschuldig sind.)Dafür stampfen sie sich auch gerne mal lieblos einen Blog hervor und bezeichnen sich mit 10 Lesern als “Redakteure”. Aus dieser Hinsicht finde ich eine drastische Einschränkung bezüglich der Akkreditierung für vollkommen gerechtfertigt. Man ist als kleiner Blogger halt kein Journalist.
ABER natürlich sollten private Spiele-Blogger oder Vlogger auch die Chancen bekommen, akkreditiert zu werden! Notfalls sollte dafür eine Quote eingeführt werden. Einfach, um eine andere Form der Berichterstattung zu garantieren.
Ich muss zugeben, dass ich bei dem Thema etwas zwiegespalten bin, weil ich beide Seiten verstehen kann.
Tja.. Die Indiefirmen freuen sich nicht unbedingt, wenn die Blogger wegbleiben. Denn die Journalisten, die genervt von Presseevent zu Presseevent hüpfen, interessieren sich nämlich nicht für die Kleinen.
[...] gamescom 2012 steht an und obwohl sie ihre Schatten vorausgeworfen hat, kommen wir als Spieleblog nicht drum herum zumindest eine rudimentäre Berichterstattung [...]
[...] Bumblebee Games. Mit Tassilo hatte ich im Vorfeld bereits Kontakt, da er uns über aufgrund unseres gamescom-Artikels gefunden [...]
Was mich momentan mehr als der Wegfall von Blogs und privaten Magazinen auf der Gamescom stört ist, dass die Betreiber zu dem Pressetag sogenannte “Wildcards” verlost haben. Durch sie können auch “Normalos” zu dem Pressetag erscheinen. Was ich mich aber nun frage ist: Warum können sie nicht einfach einen Tag später kommen? Die meisten Presse-Events werden sie sich wahrscheinlich garnicht anschauen, sondern nur die Spiele spielen.
Die Gamescom argumentiert mit einer zu hochen Masse an Leuten, die nicht von der Presse sind. Warum laden sie dann externe ein? Ein wenig Paradox…
Das ist definitiv etwas, das ich mich auch fragte. Ich kann dir sagen wieso das passierte – Geld. Normalos haben für diese Karte gezahlt, obwohl es an diesem Tag für Normalos gar nicht so lustig ist. Wissen sie aber scheinbar nicht. Am Pressetag ist halt viel Bizznizzshizzle.
Das wird dazu führen, dass es immer mehr abgeschlossene Pressebereiche gibt, in die dann niemand anderes mehr reindarf und der Rest der Messe zum Goodieabgreifen verkommt.