Das Wochenende ist nun fast um und ich erlaube mir ein kleines Fazit zur Diablo 3 Beta. An diesem Wochenende fand nicht nur eine offene Beta statt sondern der Hintergrund der ganzen Geschichte war natürlich auch ein Stresstest der Systeme. Wie bekommt man für so einen Stresstest besser genug Leute zusammen als wenn man ein offenes Beta-Wochenende veranstaltet? Gar nicht. Richtig.
Alle, die also dieses Wochenende als Anlass genommen haben Diablo 3 den Rücken zu kehren, weil die Server ja nicht stabil seien, sollten sich bewusst machen, dass bei einem Stresstest eben genau diese Konstellation gewählt wird, um die Hardware an die Grenzen zu bringen. Im späteren Spiel wird der Andrang zwar groß, aber nicht mehr so groß sein wie zur offenen Beta und vor allem kennt Blizzard nun die Auslastung und die Grenzen ihrer Hardware unter Volllast.
Ich habe meine Mönchine nicht bis zum Ende der Diablo 3 Beta gespielt, weil vor allem gegen Abend, wo ich hätte spielen können, die Server entweder voll oder nicht erreichbar waren (was für mich im Endeffekt auf das Gleiche herauskam). Trotzdem möchte ich meine Eindrücke, soweit ich kann, festhalten.
Ich bin ein Fan von Diablo 1 gewesen, den zweiten Teil habe ich dagegen nicht angespielt. Ich mochte Siege of Avalon, was den wenigsten hier etwas sagen wird, da das Spiel leider nie sehr erfolgreich war, obwohl es wirklich Potential hatte. Dann habe ich im letzten Jahr den ersten Teil von Torchlight gespielt und habe ihn geliebt. Diablo 3 ist vom Gameplay auch für unerfahrene Spieler des Genres ein guter Einstieg. Wieso? Nimmt man jetzt die Beta als kleinen Teil des Einstieg des Spiels, merkt man schnell die Schwächen und Stärken seines Charakters beziehungsweise der gewählten Klasse. Die Kämpfe sind nicht zu schwer, meist braucht man nicht mal Heilungspotions, sondern kommt mit den Heilungsitems, die Feinde fallen lassen, super zurecht Wie ich schon im letzten Artikel schrieb, motivieren schnelle und recht einfache Erfolge dazu weiterzuspielen. Zugleich ist der Einstieg aber auch eine gute Möglichkeit, das Spielsystem kennenzulernen. Auf ein Tutorial wird zumindest in der Diablo 3 Beta verzichtet und so erarbeitet sich der Spieler alles selbst. Das ist aber auch nicht schwierig. Schnell wird auch unerfahrenen Spielern klar, wie er Fähigkeiten wählt, wie er sie beim Stufenaufstieg steigert und wie er sie einsetzt.
Was mir gut gefällt ist, dass Gegner nur anfangs einzeln auftreten und später in großen Gruppen kommen. So kann man einfach einmal richtig durch die Gruppen metzeln, was den “Schneepflug” (Heißt offiziell übrigens Tempest Rush) der Mönchine vor allem zu einem optischen Erlebnis macht. Die Monster hingegen sind ihr gegenüber recht chancenlos. Hier darf man natürlich nicht vergessen, dass Monster später stärker werden, fiesere Tricks draufhaben und man bei veränderten Schwierigkeitsstufen generell mehr Schaden durch Feinde (auch am Anfang) bekommt.
Von der Beta sollte man also noch nicht auf das komplette, fertige Spiel schließen, aber einige Dinge kann man bereits festhalten. Die Stimmung des Spiels ist einfach total Diablo, düster genug, nicht zu kitschig bunt. Die neuen Klassen sind erfrischend unterhaltsam, die Originalstimme des Witchdoktors einfach grandios. Dass man sowohl mit Frauen als auch Männern in allen Klassen spielen kann ist begrüße ich ebenfalls, denn ich spiele einfach lieber weibliche Figuren und bei Torchlight war ich da auf einen Charakter festgelegt. Ich mag das Mädel mit den Knarren da zwar, aber trotzdem hätte man wohl gern mehr Auswahl.
Würde ich Diablo 3 also spielen? Würde? Werde! Diablo 3 ist definitiv eines der Spiele, mit denen ich dieses Jahr den PC malträtieren werde, bis er qualmt. Bevorzugter Charakter bleibt meine Mönchine. Ich liebe Martial Arts und die beherrscht sie hervorragend. Mich hat die Beta dieses Wochenende also bestärkt, dass Diablo 3 eins meiner Spiele 2012 ist.
Ricarda
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Endlich mal ein Fazit dass nicht über die Grafik meckert
Kann mich dem Fazit daher nur anschließen. Atmosphäre perfekt, gute Charaktere, interessante Klassen. Da wird mein pc auch ordentlich gequält dieses Jahr und bestimmt wie bei diablo 2 auch noch in einigen Jahren
Wir haben letzte Nacht mit dem Diablo3 Fähigkeitengenerator noch ein bisschen herumgespielt und festgestellt, dass das Spiel entgegen der landläufigen Meinung sehr komplex werden kann, je nachdem wie man seinen Charakter levelt. Wie es also aussieht KANN man damit auch viel Zeit verringen.
jep, eben. Allein der Barbar (mein Fav
) hat min. 4 unterschiedliche Skillungen, je nach Spielstil. Man kann sogar ne Selfheal-Skillung machen, dann braucht man keine Tränke mehr etc.
Wobei ich da lieber bei der Haudrauf Skillung bleibe.
Also man kann schon vieles Personalisieren. Ist halt immer die Frage wie viel Zeit man damit verbringen kann und will.
Ich werde wohl oder übel viel Zeit brauchen ^^
Mönsch Hannes, lass mich doch mal über die Grafik meckern!
Ich habe 4 Chars bis Level 9 oder 10 gebracht. Habe dann heute noch ein paar Koop-Spiele mit lautem Ton gemacht, Teamplay ist anders aber 5.1 rocken!
Fazit: Grafik schwach, Gameplay easy aber fesselnd, Maustastenquälfaktur hoch. Bestellung bei Amazon UK vom Mai 2010 bleibt bestehen!
warst ja nicht nur du
Und Gameplay wird bestimmt noch schwerer ^^
Die Grafik ist so wie ich sie erwartet habe, daher kann ich mich nicht enttäuscht zeigen.
Ich finde auch die deutsche Umsetzung großartig und die Stimmen passen auch auf Deutsch großartig. Leider bin ich innerhalb der Beta bisher noch nicht auf ein Diablo-typisches EasterEgg gestoßen. Mein Liebstes war beim Ursprungsspiel immer der genervte Text (“Yes, that’s a cow. Alright?”, wenn man die Kühe in Tristan zu oft an geklickt hat.
Komischerweise bin ich erst durch diesen schönen Artikel auf die Idee gekommen mal im O-Ton zu spielen. Danke schön.
[...] Video, das Diablo 3 verständlich erklärt und alle neuen Klassen vorstellt. Wer bislang weder zum Stresstest noch zur dauerhaften Beta reinschauen konnte, kann sich hier ein wenig [...]